*huch* so hängt wohl eines mit dem anderen zusammen? das ist ja faszinierend.
finde ich ja auch. von solchen querverbinungen ist die geschichte aller religionen voll, nicht nur die, sich im raum des antiken palästina entwickelten.
warum lernt man sowas nicht in der schule??
das frag ich mich auch: Warum nicht ein Unterrichtsfach "Religionswissenschaft". Das würde so manchem blöden Gekeife zwischen Anhängern verschiedener Ideologien den Saft nehmen.
"adon" heißt übrigens "herr" auf hebräisch.
Yepp. Und in den altsyrischen und kanaanäischen Sprachen auch.
das brot spielt außerdem in der christlichen symbolik
ja, wir sprachen schon davon ;-)
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv...
In der Geschichte der (ungeheuer zahlreichen) semitischen Religionen (also das ganze Gebiet südlich des Kaukasus, Mesopotamien, Palästina, bis Südarabien) findet sich oft die Wandlung von ursprünglichen Himmels-/Wetter-/Gewitter-Göttern in chthonische (erdgebundene) Vegetationsgötter, die dann für Fruchtbarkeit des Bodens, Bewässerung, Früchte des Feldes zuständig sind (besonders deutlich in der Geschichte der Ba'al-Kulte). Sie sind männlich, und oft erleiden sie einen Tod und eine Auferstehung, bei der eine Mutter-/Liebes-Göttin eine Schlüsselrolle spielt: Die Zeit des hieros gamos (heilige Hochzeit der Götter). Brot und Wein spielen in den Riten und Symbolen dabei eine wesentliche Rolle, und auch vergossenes Blut und zerstörte Körper (Adonis zB wird von einem Eber zerfetzt).
"leib christi, ich bin das brot" usw. mehr darüber bitte! :)
bitte sehr :-)
Vor diesem religionshistorischen Hintergrund mal wieder ein Verweis auf die Komposition des Johannes-Evangeliums: Die Geschichte (des irdisch gewordenen Gottes) beginnt mit einer Hochzeit (bei der Wein aus Wasser entsteht, anwesend eine Mutter, namens Miryam, Ort ist ein Dorf in Galiläa) und endet mit der Begegnung einer Schülerin, names Miryam, aus einem Dorf in Galiäa, mit dem Getöteten, aber nun dennoch Lebenden, der sagte: "das Brot Gottes ist der aus dem Himmel Herabsteigende" und "ich bin das Brot des Lebens" ...
Gruß
Metapher