nickende neger(lein)

Von: , Frage gestellt am Di, 25. Okt 2005

hallo,

wer weiß etwas über die "nickenden neger(lein)" zu berichten?!
ich weiß nur, dass es drei nickende neger waren und dass es in den kirchen als opferstock diente!!
kann man soetwas irgendwo erwerben? gibts die noch in den kirchen?

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: nickende neger(lein)

    Hallo Andrea,

    bei uns in der Kirche ist in der Advents- und Weihnachtszeit ein Engel aufgestellt, der mit dem Kopf nickt, wenn man Geld hinein wirft. Meinst du sowas? Wenn ja, also bei uns gibts sowas noch. Vor allem Kinder wollen da natürlich immer was reinwerfen. (Weiß ich noch aus meiner Kindheit) Ob man sowas kaufen kann, weiß ich aber leider auch nicht.

    Gruß
    Michaela [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    Re: nickende neger(lein)

    Hallo,

    ich habe diese Figur noch in Erinnerung als Krippenfigut, so dass auch immer nur
    zu Weihnachten genickt wurde, wenn man an der Krippe Geld spendete. Ist aber
    schon recht lange her (mehr als 20 Jahre), dass ich das gesehen habe und
    vielleicht ist meine Erinnerung getrübt. In jedem Fall hängt es wohl, was ja auch
    Sinn macht, mit der Sammlung für die Mission zusammen.

    Habe gerade mal ein wenig recherch... gegoogelt :) Gib da mal "Negerli Kässeli"
    ein, da kommen ein paar Berichte - ob man sowas heute noch irgendwo findet? Ich
    denke, in Kirchen kaum mehr, vielleicht in einem Antiquariat...

    Viel Erfolg
    Christian

  3. Antwort von nach 2 Stunden 4 hilfreich
    Re: nickende neger(lein)

    Hallo, wer weiß etwas über die "nickenden neger(lein)" zu berichten?!
    ich weiß nur, dass es drei nickende neger waren und dass es in
    den kirchen als opferstock diente!!
    es gab sie auch einzeln:

    http://www.voelkerkundemuseum.com/web/images/Leitfad...

    dazu der Text

    Spardose in der Form eines "Negerkindes" mit einem Korb.
    Erworben im christlichen Devotionalienhandel im Wallfahrtsort Kevelaer.
    Laut Verkäufer werden derartige Figuren noch hergestellt und
    gelegentlich bei großen Weihnachtskrippen in Kirchen aufgestellt.
    Noch vor einigen Jahren konnte man ähnliche Figuren in abgelegenen Dorfkirchen
    beiderlei Konfessionen im Einsatz sehen, um Spenden für die Mission zu sammeln.
    Auch in anderen europäischen Ländern waren sie in Gebrauch.
    Ihre Blütezeit hatten sie wohl Ende des 19. Jahrhunderts bis zum 2. Weltkrieg.
    Ihren Namen verdanken die "Nickneger" ihrer Funktionsweise:
    Wirft man eine Münze in den Schlitz in ihrer Bettelschale,
    bewegen sie den Kopf auf und nieder.

    http://www.voelkerkundemuseum.com/web/museum1d.htm

    Gruß
    Kreszenz

  4. Antwort von nach 9 Stunden 1 hilfreich
    Re: nickende neger(lein)

    hallo ihr,

    vielen dank für die anworten. und für den link!!! [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: nickende Neger(lein)

      Die standen - wie Kreszens schon schreibt - in den Kirchen als Opferstöcke für die Mission herum.
      Sind dann aber in Folge der "Political Correctness" in Ungnade gefallen und aus den Kirchen verschwunden.
      In letzter Zeit tauchen sie hin- und wieder auf.
      Jochen

      • Antwort von nach 23 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: nickende Neger(lein)

        Hi, Die standen - wie Kreszens schon schreibt - in den Kirchen als
        Opferstöcke für die Mission herum.
        Sind dann aber in Folge der "Political Correctness" in Ungnade
        gefallen und aus den Kirchen verschwunden.
        In letzter Zeit tauchen sie hin- und wieder auf.
        Und warum das bloss?
        Ob es denn der ueberstrapazierten political correctness
        zuzuschreiben ist, oder einfach, dass sich die Leute geschaemt
        haben, so was Unmoegliches rumstehen zu haben, soll mal egal sein.
        Nicht alles, was man frueher gemacht hat, war deshalb einfach
        gut.

        Gruesse
        Elke

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