Jesus,der Moralapostel

Von: , Frage gestellt am Fr, 11. Nov 2005

wo begegnet mir in der Bibel Jesus als liebevoller Bruder,der mir auf meinem Weg hilft,mich begleitet??Ich treffe nur den Moralapostel,dazu noch abweisend zu seiner Mutter.Das finde ich absolut nicht hilfreich,ich komme mir eher unfähig vor,jemals bedingungslose Liebe zu erreichen.

71 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 19 Minuten 0 hilfreich
    Re: Jesus,der Moralapostel

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  2. Antwort von nach 44 Minuten 3 hilfreich
    Re: Jesus,der Moralapostel

    wo begegnet mir in der Bibel Jesus als liebevoller Bruder,der
    mir auf meinem Weg hilft,mich begleitet
    Hallo Mechthild,

    ob man nun "glaubt" oder nicht - bei Lektüre des NT geht die Frage an Dich zurück:

    warum nicht dort, wo er
    Blinde, Lahme, Taube heilt? (Ist das nicht irgendwie und irgendwo jeder von uns?)

    warum nicht dort, wo er den Menschen und seine Bedürfnisse über das Gesetz stellt? (Das Ährensammeln am Sabbat: der Mensch ist nicht für den Sabbat da, sondern der Sabbat für den Menschen)

    warum nicht dort, wo er Nächstenliebe nicht nur gegenüber denen fordert, die dazugehören? (Der armen Teufel, der erst unter die Räuber und dann unter die Priester fällt und dem erst geholfen wird, als einer von den Samaritern kommt, die ja nicht so recht dazugehören).

    Gruß
    H.

    • Antwort von nach 2 Stunden 2 hilfreich
      ich glaube, genau das ist das Problem

      Hallo Hannes,

      klar demonstrieren Deine Beispiele, was für ein toller Typ Jesus gewesen sein soll. Aber das ist es ja gerade:
      Wenn ich nur kurz in der Nase popeln müsste und dann könnten Blinde wieder sehen, würde ich das vielleicht auch machen. Und wenn ich wüsste, dass Papa nur kurz mit dem Finger schnippsen muss und dann steh ich wieder von den Toten auf, naja, dann hätte ich vielleicht auch wesentlich weniger Probleme damit an ein Kreuz genagelt zu werden.
      Tatsächlich aber wird hier mit unfairen Mitteln gearbeitet, Jesus verlangt nämlich von normalen Menschen fast die selben Sachen, die er (nur?) dank seiner Superkräfte und Connections gewuppt hat.
      Da ist immer nur die Rede von dem, was man nicht darf, was alles schlimm ist und selbst wenn man ganz toll ist, kommt man trotzdem in die Hölle, weil: Stolz sein darf man auch nicht darauf, was man geleistet hat. Klar ist dabei: Wenn mir die Allmacht schon mit dem goldenen Löffel zugefüttert wurde, wäre ich auch nicht stolz auf meine Leistungen.
      Insgesamt muss man sagen das Jesus doch voll der Loser ist: Hat die absolute Macht und lässt die Welt weiter in der Gosse vor sich hindümpeln. Also mein Held ist das nicht, da lese ich lieber andere Märchen.

      Grüße,

      Anwar

      • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
        Re: ich glaube, genau das ist das Problem

        Hallo,

        na he - also ganz so denn doch nicht.

        Du vergißt, daß Jesus auch und erster Linie als Mensch zu uns kam. Und als solcher hat er gefühlt und auch gelitten und auch die Schmerzen ertragen. Und als Mensch hatte er sicher auch Angst bvor dem Tode. Er war zwar Gottes Sohn - aber Mensch wie jeder andere auch. Und was genau nach der Kreuzigung passiert mit ihm - das wußte er da wohl aauch noch nicht. Er hatte nur sein Veetrauen und seinen Glauben diesebezüglich, daß er erlöst werden wird. Aber diese Gewißheit hat ja jeder Christ.

        Und - es ging im nicht um Macht. Es ging ihm um Glauben. Und deshalb hat er auch keine Bekehrung erwzungen - außerdem war er dazu auch zu friedlich.
        Vergiß mal, was die Kirche später gemacht hat aus der Sache. Denn grundsätzlich ist ja eine geradezu irrsinnige Geschichte, die allein schon ausreicht, an ihn zu glauben: Er wehrte sich nicht. Er starb für seinen Glauben und verzieh allen. Und wenn Du noch mehr Menschliebe suchtst als die, die da drin liegt - dann weiß ich echt nicht, wo Du die finden willst. weil es mehr gar nicht geben kann.
        Und genau so waren ja die Urchsristen - sie wehrten sich nicht, als die in Rom den wilden Tieren vorgeworfen wurden. Sie verziehen ihren Peinigern und starben in ihrem Glauben. Und gerade das hat jaoffenbar einenso tiefen Einfruck hinterlassen, daß dieser Glaube so schnell sich durchsetzen Konnte - die Wirkung durch das geklebte Beispiel.

        Nenne mir ne andere Religion, die von ihrem Urbild her so friedlich ist. Denn er Islam ist es ganz entschieden nicht.


        Gernot Geyer




      • Antwort von nach 3 Stunden 1 hilfreich
        Re: ich glaube, genau das ist das Problem

        Hallo Anwar,

        ich glaube Du hast die eigentliche Aussage der Menschwerdung nicht verstanden.
        Jesus schnippt eben nicht "einfach mal so mit dem Finger" und selbst Jesus hat
        fürchterliche Angst vor dem Tod und ziemlich große "Probleme" damit, "an ein
        Kreuz genagelt zu werden" - er ist eben nicht dieser Superhero, der strahlend
        durch die Welt rennt.

        Und die Menschen kommen in erster Linie nicht zu ihm wegen der Wunder, die er
        wirkt (indem er den Glauben derjenigen stärkt, denen er hilft "Dein Glaube hat
        Dir geholfen). Sie kommen zu ihm wegen seiner Ideen, die er predigt, er benutzt
        also ausschließlich seine Worte und nicht etwa metaphysischen Hokuspokus, um die
        Menschen zu faszinieren.

        Jesus verlangt von den anderen Menschen nicht mehr und nicht weniger als so sehr
        an Gott und die Heilsverkündung zu glauben wie er selber. Und nicht Jesus lässt
        die Welt "in der Gosse dümpeln" (übrigens jammerst Du hier auf ziemlich hohem
        Niveau), wenn jemand dümpeln lässt ist es die Menschheit, die seine Worte nicht
        verstanden hat - oder weiter: die die Lehre der Vernunft, gleich aus wessem Mund,
        nicht verstanden hat.

        So long
        Christian

        • Antwort von nach 13 Stunden 2 hilfreich
          Re^2: ich glaube, genau das ist das Problem

          Hallo, ich glaube Du hast die eigentliche Aussage der Menschwerdung
          nicht verstanden.
          Frage ist, ob man diese seltsame Dichotomie überhaupt verstehen kann. Jesus schnippt eben nicht "einfach mal so mit dem Finger" und
          selbst Jesus hat fürchterliche Angst vor dem Tod und ziemlich große
          "Probleme" damit, "an ein Kreuz genagelt zu werden" - er ist eben
          nicht dieser Superhero, der strahlend durch die Welt rennt.
          Nicht? Dann haben wir wohl nicht die selbe Bibel. Bei mir wimmelt's nur so von Fingerschnippsen und Wunderwirken. Selbst der Tod ist keine große Hürde (Lazarus). Und die Menschen kommen in erster Linie nicht zu ihm wegen der
          Wunder, die er wirkt (indem er den Glauben derjenigen stärkt, denen
          er hilft "Dein Glaube hat Dir geholfen). Sie kommen zu ihm wegen :seiner Ideen, die er predigt, er benutzt also ausschließlich seine :Worte und nicht etwa metaphysischen Hokuspokus, um die
          Menschen zu faszinieren.
          Wie echt jetzt? Das mit den Fischbrötchen hat er nicht aus PR-Gründen gemacht? Na komm, wir alle wissen, ein gutes Catering ist die halbe Miete. Kombiniert mit einer guten Präsentation wird dann auch was draus (gut, ein 2000 Jahres altes Familienunternehmer muss ihm erstmal jemand nachmachen). Jesus verlangt von den anderen Menschen nicht mehr und nicht
          weniger als so sehr
          an Gott und die Heilsverkündung zu glauben wie er selber.
          Mit dem Unterschied, dass Jesus WUSSTE (oder meinte zu wissen). Und alle anderen sollen's GLAUBEN. Schon ein Unterschied, oder? nicht Jesus lässt
          die Welt "in der Gosse dümpeln" (übrigens jammerst Du hier auf
          ziemlich hohem Niveau), wenn jemand dümpeln lässt ist es die
          Menschheit, die seine Worte nicht
          verstanden hat - oder weiter: die die Lehre der Vernunft,
          gleich aus wessem Mund, nicht verstanden hat.
          Ziemlich hohes Niveau? Zu Zeiten Jesus war das Niveau, finde ich, nicht so schreklich hoch. Und überhaupt, wer hat denn die Menschen aus dem Paradies vertrieben? Und weswegen? Wegen Mundraubs. Na das ist ein toller Hecht.
          Es bleibt doch dabei, Jesus hat die besseren Karten, wenn's um die Religion geht. Verlangt aber den gleichen Einsatz (nämlich die Seele) von allen. Würdest Du mit so jemandem Karten spielen? (Falls ja, meld Dich doch einfach, meine Mail hast Du ja...)

          Grüße,

          Anwar

          • Antwort von nach 21 Stunden 1 hilfreich
            Re^3: ich glaube, genau das ist das Problem

            Hallo Anwar,

            wo siewhst Du einen Unterschied zwischen WISSEN und GLAUBEN?
            Denn Glauben im Sinne von Religion ist ja nichts anderes als gefühlsmäßiges Wisssen.
            Das Wort stimmt nicht - zugegeben - , weil es eigentlich vom lassischen Sinn her anders besetzt ist. Da heißt es, ich glaube, also weiß ich nicht sicher.
            Aber im Zusammenhang mit Religion ist es Wissen (es gibt wohl nur kein besseres Wort dafür), allerdings ist es nicht gelerntes abstraktes sondern gefühltes Wissen. Ein Christ weiß, daß es Gott gibt und er weiß, das es so und nicht anders war und ist. Das kommt gefühlsmäßig aus jeder Faser seines Körpers und es ist deshlb auch sinnlos, ihm das gegenteil beweisen zu wollen. Weil er das nie glauben wird, da kannst Du argumentieren, wie Du willst.

            Denn auch das macht den Glauben an jesus aus - da ist einfach kein Platz für Zweifel. "Ich glaube an Gott, den Vater den Allmächtigen ..." - da gibt es keine Fußnote mit ner kleinen Bemerkung nach dem Motto "und wenn nicht, dann...".

            Ich weiß nicht, ob Jesus nur mit dem Finger geschnippt hat. Eventuell war es ja die auch seine Liebe zu den Menschen, die ihm die Kaft gab, Wunder zu tun, um ihnen zu helfen. Ist letzlich auch egal. Fakt ist - er ist am kreuzu gestorben, weil er seinen Gkauben nicht verleugnen wollte.
            Ein verwundbarer erlöser - zugegeben. Da ist nicht viel vom strahlenden Heros. Mir gefällt er. wenn Dir ein Rambo lieber gewesen wäre - dann kann ich es nicht ändern.


            Gernot Geyer

          • Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
            Re^3: ich glaube, genau das ist das Problem

            Servus! Jesus schnippt eben nicht "einfach mal so mit dem Finger" und
            selbst Jesus hat fürchterliche Angst vor dem Tod und ziemlich große
            "Probleme" damit, "an ein Kreuz genagelt zu werden" - er ist eben
            nicht dieser Superhero, der strahlend durch die Welt rennt.
            Nicht? Dann haben wir wohl nicht die selbe Bibel. Bei mir
            wimmelt's nur so von Fingerschnippsen und Wunderwirken. Selbst
            der Tod ist keine große Hürde (Lazarus).
            Doch. Ihr habt dieselbe Bibel zu Hause. Du liest sie nur scheinbar wie einen Roman. Keines seiner Wunder hat Jesus mit Fingerschnippsen vollbracht (wobei die Wunderberichte eh größtenteils als Gleichnis daherkommen, d.h. sie sind nicht als historischer Bericht geschrieben worden!). Immer musste der, dem von Jesus geholfen wird, was dafür tun. Oft hatte er sich schon selber geholfen, indem er z.B. Jesus ansprach (ich denke da an den blinden Bettler am Strassenrand - die genaue Stelle fällt mir jetzt nicht ein. Gehört schon was dazu, als so jemand den gerad vorüberziehenden aktuellen "Guru" anzureden, nicht etwa, um Geld zu erbetteln, auch nicht um spontane Heilung von Blindheit, sondern um Rettung der Seele. Und nur das wird von Jesus mit einem Wunder "honoriert" - Ende der Botschaft des Evangelisten (!)).

            VG
            Christian

          • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
            Re^3: ich glaube, genau das ist das Problem

            Hi Anwar,

            zäumen wir mal das Pferd von der anderen Seite auf: Jesus hat viele Wunder getan und verfügte offenbar über eine große Macht. Trotzdem hat er sie nur für gute Dinge angewandt (leckere Fischbrötchen für Arme, Beine, die wieder funktionieren und und und)
            und nicht gegen seine Peiniger und Mörder.

            Dies könnte eine Anleitung für uns alle sein und schon wäre die Welt wieder (fast) perfekt... ;)

            Beste Grüße,
            Typhoon



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