Was war Mohamed?

Von: , Frage gestellt am Mi, 16. Nov 2005

Hallo liebe Religionsexperten,

der Thread weiter unten über die gemeinsamen Wurzeln von Judentum, Christentum und Islam hat bei mir eine ganz andere Frage hervorgerufen. Jesus war ja kein Christ sondern Jude, das Christetum gabs zu seiner Zeit schließlich noch nicht. Was war denn dann Mohamed? Er kann ja kaum Moslem gewesen sein, oder? Er hat den Islam ja auch erst begründet. Oder war das bei ihm anders, als bei Jesus? War er seiner eigenen Überzeugung nach der erste Moslem? Oder gabs den Islam damals schon, nur nicht ganz in dieser Form?

Fragen über Fragen. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Gruß
Michaela

32 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    Re: Was war Mohamed?

    Hallo,
    Mohammad war von Anfang an Moslem. Er war nicht der erste Moslem.

    Das Problem liegt darin, dass der Begriff Moslem in zweierlei Hinsicht gebraucht wird, einmal um ganz konkret die Anhänger der Offenbarung, die Mohammad erhielt, zu benennen. Und einmal allgemein für alle die an einen gott glauben.

    Mohammad wuchs in einer Umgebung auf wo Polytheismus herrschte. Aber er selber hat nie Polytheismus betrieben. Er war einer der auch vor der Offenbarung nur an einen Gott glaubte. Deshalb auch Moslem. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Was war Mohamed?

      Hallo,

      ist das nicht etws einfach gedacht?
      Denn dann wären ja alle Moslime, die nur an einen Gott glauben. DFas mache ich aber auch - und ich bin ganz bestimmt kein Moslim. Jesus war übrigens auch keiner - obwohl auch der nur an einen Gott glaubte.

      Und noch was: Dann wären ja Juden und Moslime Glaubensbrüder. Nur - weshalb hauen die sich dann in Palästina dermaßen den Schädel ein nd zanken sich so um Jerusalem?


      Gernot Geyer

      • Antwort von nach 8 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Was war Mohamed?

        hi gernot,

        ich glaube, sina meinte der begriff moslem hatte zwei bedeutungen. 1. anhänger der lehre mohammeds und 2. monotheisten. nun sind die heutigen moslems monotheisten, aber monotheisten nicht zwangsweise moslems in der heutigen bedeutung. Und noch was: Dann wären ja Juden und Moslime Glaubensbrüder.
        Nur - weshalb hauen die sich dann in Palästina dermaßen den
        Schädel ein nd zanken sich so um Jerusalem?
        in irland hauen sich sogar christen gegeseitig die koepfe ein, obwohl beide an jesus glauben und damit noch engere glaubensbrüder sind....

        schönen abend noch
        coco

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Was war Mohamed?

        Hallo, ist das nicht etws einfach gedacht?
        Nein im Gegenteil. Einfacher wäre es alles Schwarz-Weiss zu sehen im SInne von: Mohammad war der erste Moslem und alle anderen sind Heiden und basta. Denn dann wären ja alle Moslime, die nur an einen Gott
        glauben.
        Ja sind sie grds. auch. Aber trotzdem ist die Sache nicht so banal wie du das darstellst. Wir verbinden mit dem Glauben an einen Gott eine bestimmte Gottesvorstellung und haben dementsprechend bzgl. Monotheismus sehr strenge Voraussetzungen.

        Z.B. Wenn du glaubst dass deine Oma Gott ist dann bist du noch lange kein Moslem, weil du an keinen anderen sondern nur an deine Oma als Gott glaubst. Verstehst du? Die Gottesvorstellung ist wichtig.

        Oder wenn du deine Puppe vor dir hinstellst und sagst es wäre dein einziger Gott, so bist du kein Monotheist im SInne von Moslem, nur weil du an diese eine Puppe glaubst.

        Das sind zugegeben super banale Beispiele, aber damit mans leichter versteht. Weil sonst muss ich ausholen.

        DFas mache ich aber auch - und ich bin ganz bestimmt kein Moslim.
        Ich weiss nicht ob du an den EINEN Gott glaubst. Dann musst du mir schon sagen ganz konkret was du für eine Gottesvorstellung hast. Weil wir sehen das mit dem an den einen Gott glauben ein bisschen "strenger".

        Jesus war übrigens auch keiner - obwohl auch der nur an einen Gott glaubte.
        Jesus war nach islamischer Sicht ein Moslem, weil er wie du auch sagst an den EINEN Gott glaubte. Aber die Diskussion wird kein Ende haben und ist uns auch nicht gestattet, weil Allah im Koran sagt, dass er die Menschen im Jenseits genau über dieses Thema aufklären wird. Also lass es uns ins Jenseits verschieben. Und noch was: Dann wären ja Juden und Moslime Glaubensbrüder.
        So wie du Glaubensbrüderschaft verstehst nicht. Weil letzlich unterliegen wir unterschiedlichen religiösen Gesetzen.

        Ich kann nur sagen, sofern sie an den einen Gott wirklich glauben (in dem strengen Sinne) sind sie Moslems.

        Aber mach dir einfach eine gedankliche Stütze, so wie es coco unten schon geschrieben hat um Irritation aus dem Weg zu gehen. Wenn es um die Beziehungen Juden/Christen/Moslems untereinander geht, dann benenne uns nicht als Moslems sondern Mohammedaner (obwohl wir diesen Begriff nicht super finden). Nur - weshalb hauen die sich dann in Palästina dermaßen den
        Schädel ein nd zanken sich so um Jerusalem?
        Weil Jerusalem eine sehr bedeutende Rolle hat für beide Seiten.Ansonsten ist das hier das falsche Brett für das Thema.

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Was war Mohamed?

          Hallo,

          das mag ja aus mohamedanischer Sicht alles richtig sein.

          Nur bin ich nun einmal ein lutherisch/protestantischer Christ. Al solcher kann ich selbst mich nicht als Mohamedaner oder Moslem sehen - ich werde mich gegen jede derartige Vereinnahmung wehren.
          Andererseits glaube ich aber nun einmal an einen Gott. "ich glaube an Gott, den Vater den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde..." - so fängt nun einmal mein Glaubensbekenntnis an.
          Da ist für einen Mohamed einfach kein Platz drin - der lebte ja auch ein paar Hunderte nach Christus, da brauchte Gott nach meinem Glauben keinen Propheten mehr zu senden.

          Und wie mein Gott aussieht - also da fragst Du mich echt zu viel. Das weiß ich erst, wenn ich dort bin und dann kann ich es keinem mehr sagen hier unten.


          Gernot Geyer




          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^5: Was war Mohamed?

            Hallo,
            Nur bin ich nun einmal ein lutherisch/protestantischer Christ.
            Al solcher kann ich selbst mich nicht als Mohamedaner oder
            Moslem sehen - ich werde mich gegen jede derartige
            Vereinnahmung wehren.
            Andererseits glaube ich aber nun einmal an einen Gott. "ich
            glaube an Gott, den Vater den Allmächtigen, den Schöpfer des
            Himmels und der Erde..." - so fängt nun einmal mein
            Glaubensbekenntnis an.
            Interessant ist aber auch das Ende.
            Also warum schreibst du nicht das ganze und unterdrückst die hälfte?

            Oben schreibst du, du willst nicht vereinnahmt werden als Moslem. Nur ich habe dir nie gesagt du wärst einer. Ich habe gesagt es kommt auf deine Gottesvorstellung an, was für ein Glaubensbekenntnis hast.

            Lass mich mal für dich dein Glaubensbekenntnis zu ENde führen...: Du glaubst an die Trinität. Das heisst dass es einen Gott gibt, der hat einen SOhn (Jesus) der ist auch GOtt, und dann gibts den heiligen Geist, der auch Gott... Und alle drei bilden dann den einen Gott.

            Aufgrund dieses Bekenntnisses kann ich dir mit Klarheit sagen, dass du in jedem Fall nicht als Moslem gesehen werden kannst. Aus islamischer SIcht orten wir dich eher als Götzendiener. Also brauchst dir keine SOrgen machen. Wir vereinnahmen dich nicht. Und wie mein Gott aussieht - also da fragst Du mich echt zu
            viel. Das weiß ich erst, wenn ich dort bin und dann kann ich
            es keinem mehr sagen hier unten.
            Also erst mal habe ich dich gar nicht gefragt wie dein Gott aussieht. Sondern nach deiner Gottesvorstellung. Das ist ein Unterschied.

            Zweitens muss man doch hinzu fügen (sorry ich kanns mir nicht verkneifen), dass du ja sehr wohl weisst wie dein Gott nach deiner Meinung aussieht. Jesus ist doch für dich Gott und der hängt doch rgm. als gekreuzigter Mann mit dunkelblonden Haaren an den Kirchen und anderswo.

            MfG

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: Was war Mohamed?

              Ach ja, der Gekreuzigte....

              Also erstens bin ich nicht mal sicher, ob Jesus wirklich so aussah, wie er dargestellt wird. Es hat ihn ja zu Lebzeiten keiner gemalt. Also dürften auch alle vorhandenen Kruzifixe und Bilder mehr eine Wunschvorstellung wiedergeben.
              Und zweitens - wieso muß Gott genau so ausssehen? Dafür gibt es ja nun gar keinen Grund.
              Was die Dreifaltigkeit betrifft: Es ist ja nur einer. Es gibt einen Gott in dreierlei Gestalt.


              Gernot Geyer

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^7: Was war Mohamed?

              Also erstens bin ich nicht mal sicher, ob Jesus wirklich so
              aussah, wie er dargestellt wird.
              Ich glaub der sah ganz bestimmt nicht so aus. Im nahen Osten den typ dunkelblond/ Blaue Augen zu finden zur damailgen Zeit...da hätte man wohl lang suchen müssen.
              Es hat ihn ja zu Lebzeiten keiner gemalt. Also dürften auch alle vorhandenen Kruzifixe
              und Bilder mehr eine Wunschvorstellung wiedergeben.
              Zustimmung. Und zweitens - wieso muß Gott genau so ausssehen? Dafür gibt
              es ja nun gar keinen Grund.
              Was die Dreifaltigkeit betrifft: Es ist ja nur einer. Es gibt
              einen Gott in dreierlei Gestalt.
              Ne eben nicht. Sonst könnte man eventuell nachvollziehen. Man könnte sagen es ist ein Gott, der seine Gestalt von Zeit zu Zeit ändert. Aber so ist es halt nicht. Ihr glaubt daran, das es drei verschiedene Gestalten sind die GLEICHZEITIG und voneinander getrennt existieren. Bibel: Jesus wird zur rechten Gottes sitzen. => gelichzeitige und getrennte ! Existenz. Da ist es schwer diese getrennten Existenzen zu einer EINS zu machen. Faktisch erhebt ihr damit drei getrennte und gleichzeitig Existente Gestalten gleichermaßen zur Gottheit und damit galubt ihr an drei Götter.
              Aber das ist meine SIcht der Dinge.

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^8: Was war Mohamed?

              Hallo Sina,

              ich geb zu, die Dreifaltigkeit läßt sich schlecht erklären. Zumal ich es selber nie so ganz begriffen habe. Ich tröste mich damit, daß Gott so groß ist, daß er das schon irgendwie hinbekommt. Die wege des Herren sind bekanntlich bisweilen unergründlich. Evetuell sogar grundsätzlich ungebreiflich für uns.
              Ich bin da kein Dogmatiker. Aber für mich ist klar, daß da etwas so Gewaltiges und Großes ist, daß ich es eh nie ganz verstehen werde. Und eigentlich wäre es ja auch eine Beleidigung Gottes, etwas anderes anzunehmen - er steht nun einmal unendlich weit über mir. Eventuell hat er ja gar keine Gestanlt und nimmt nur eine an, um uns und unsere Vorfahren nicht zu überfordern? Weil wir ganz einfach nicht anders denken können, als uns ein wesen in irgendeiner Gestalt vorzustellen?

              Die Bibel wurde vor immerhin 2.000 Jahren geschrieben, das alte Testament ist noch älter. Unter diesem Gesichtspunkt muß man es auch lesen. Da haben menschen geschrieben, die das, was sie sahen und hörten ja irgendwie in ihren Begriffsrahmen unterbringen und in ihnen bekannte Worte pressen mußten. Heute würde sich einiges sicher anders anhören...


              Gernot Geyer



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