Re: Welche Lieder passen an welche Stelle?
Hallo und herzliche Glückwunsch,
es wäre hilfreich gewesen, wenn Du gesagt hättest, ob Du ev oder rk oder okumenisch heriaten möchtest.
Auf der Seite http://www.trauspruch.de/gottesdienst.php findest Du gute Einstiegsinformationen, auch und besonders zum Ablauf des Gottesdienstes. Dort findest Du auch die Stellen des Gottesdienstes, an dem üblicher Weise gesungen wird.
Grundsätzlich gilt, dass der Pfarrer, der Euch traut, am besten Auskunft geben kann. Habt Ihr schon einen Organisten? Auch er kann in der Regel am besten helfen.
Meine allgemeine Erfahrungen mit kirchlichen Trauungen ist, dass manches mal vieles möglich ist, was meiner Ansicht nach dort nichts zu suchen hat (wie das Ave Maria in einer evangelischen Kirche).
Grundsätzlich würde ich bei einer kirchlichen Trauung zu Beginn ein Lied nehmen, dass die Sammlung der Gemeinde und Ihre Bitte an Gott ausdrückt, z.B. "Du hast uns Herr gerufen, und darum sind wir hier...).
Nach der Trauung vielleicht ein Lob-Lied (oder am Ende des Gottesdienstes), entsprechend an einer der beiden Stellen ein Danklied.
Wenn die Trau-Gemeinde nicht "kirchlich" ist, sollte man sehr vorsichtig bei der Liedauswahl sein, "Lobe den Herren" kennt jeder, da wird dann auch schön mitgesungen, das allseits beliebte (wenn auch etwas unpassende) Bonhoeffer-Lied "Von guten Mächten" ist schwerer zu singen, mit relativ hohen Tönen, da kann das Singen in ein eigenartiges Gepiepse ausarten. Gerade hier ist die Beratung durcf Pfarrer oder Organisten besonders wichtig.
Und was für Texte kann man als Lesung nehmen? Müssen die aus
der Bibel sein? Oder geht beispielsweise auch "der kleine
Prinz?"?
Bei einer evangelischen Trauung beinhaltet die Lesung (im liturgischen Sinn) die Worte der Bibel zur Ehe. Das Ja-Wort der Eheleute bedeutet, dass sie diese Worte für sich "Bestätigen", d.h. in diesem Sinne wollen sie ihre Ehe führen. Euer Pfarrer sollte Euch gut beraten, welche Texte zur Verfügung stehen und welche Ihr auch tatsächlich "bestätigen" wollt (es gibt da so nette Texte, ich meine aus dem Epheser-Brief, da ist recht klar die Unterordnung der Frau unter dem Mann betont - viele nehmen jedoch diesen Text, weil er sprachlich sehr schön ist, und weil sie nicht wissen, wozu sie eigentlich "Ja" sagen). Während der Lesung hielte ich zumindest einen nicht-biblischen Text für unpassend (wozu geht man denn in die Kirche?).
Eher kann man diesen Text vielleicht zusätzlich lesen lassen, vielleicht nach der eigentlichen Trauung, um hier Missverständnisse zu vermeiden.
Der Trauspruch wird übrigens neuerdings immer öfter außerhalb der Bibel gesucht - damit habe ich persönlich zwar auch meine Schwierigkeiten, aber das ist möglich.
Ansonsten hoffen wir auf eine Antwort von unserem Praktiker Rolf,
Grüße,
Taju