Religion, Schöpfung oder Untergang?

Von: , Frage gestellt am So, 2. Jul 2006

Ich denke, die konflikte zwischen den religionen, insbesondere islam/judentum/christentum können mittelfristig den untergang allen uns bekannten intelligentenn lebens bewirken.

Hat die religoin dann ihr ziel erreicht, wurde sie vielleicht nur zu diesem zweck erschaffen?

28 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: politische Ursachen

    Ich denke, die konflikte zwischen den religionen, insbesondere
    islam/judentum/christentum können mittelfristig den untergang
    allen uns bekannten intelligentenn lebens bewirken.

    Die derzeitigen Konflikte in der Welt, haben keinen religiösen Hintergrund. Die Religionen können schon lange friedlich zusammenleben.

    Was Konflikte verursacht sind rein politische Angelegenheiten. Der größte Verursacher ist zweifelslos Israel. Und wir werden keinen Frieden haben, bevor dieses Gebiet nicht befriedigt worden ist, und sei es unter Druck.

    gruß
    rolf

    • Antwort von nach 5 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: politische Ursachen

      Hallo Rolf, Der größte Verursacher ist zweifelslos Israel. Und wir werden
      keinen Frieden haben, bevor dieses Gebiet nicht befriedigt
      worden ist, und sei es unter Druck.
      das hast Du wieder gut beobachtet ;-)

      Aber keine Sorge, die Rettung naht:
      "Und der HERR wird ausziehen und kämpfen gegen diese Heiden, wie er zu kämpfen pflegt am Tage der Schlacht. Und seine Füße werden stehen zu der Zeit auf dem Ölberg, der vor Jerusalem liegt nach Osten hin. Und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten, vom Osten bis zum Westen, sehr weit auseinander, so daß die eine Hälfte des Berges nach Norden und die andere nach Süden weichen wird.
      ...
      Und der HERR wird König sein über alle Lande.
      " (Sach.14,3-4+9)

      Gruss Harald

    • Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: religiöse Ursachen

      Monokausale Schuldzuweisungen (Israel) lassen einzig auf zynische Verantwortungslosigkeit oder gar auf trivialste Engstirnigkeit schließen.

      Wenn überhaupt, dann ist die Politik nur dazu in der Lage, mittels ihres Vermögens zu sozial verantwortungsvollem und differenziertem Denken, Frieden (objektiv) und Freiheit (subjektiv) für die Menschen in und um Israel herum zu erreichen. Niemand hindert´gläubige Menschen´ daran, auch politisch, d.h. konstruktiv-vertrauensstiftend, zu handeln. Dazu zählt der Respekt im Verhältnis zu jedem Menschen in Hinblick auf dessen ganz besondere ´Würde´ und höchst individuelle ´Religiösität´.

      Die objektiv vorherrschende Friedlosikeit in und um Israel herum lässt sich zu einem sehr beachtlichen Teil gerade auf die monotheistisch-gotteslästerlichen Glaubenstheorien (Christen/Muslems/Juden) zurückführen. Vorrangig diese haben geadezu - angstversessen - nur die Sorge um ihre schwindende Einflüsse im Sinn.

      guvo

      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: religiöse Ursachen

        Guvo, das Geschwafel mit den monotheistischen-gotteslästerlichen Glaubenstheorien laß´ ich jetzt mal einfach beiseite. Aber ich halte das für ziemlich eindimensional, den Nah-Ost-Konflikt auf religiöse Ursachen zu beschränken. Hier spielen politische, kulturelle, soziale Gründe ein viel dramatischere Rollen.

        Du vergisst darüber hinaus, daß zum größten Teil Initiativen mit christlichem Background schon seit Jahrzehnten versuchen, einen interreligiösen Dialog und eine interkulturelle Zusammenarbeit zwischen den Muslimen, Juden und Christen zu etablieren. Dies geschieht durch gemeinsame Schulen, Krankenhäuser, Sozialstationen, Altenheime, Bildungsarbeit etc. Leider sind solche Initiativen im jüdischen Umfeld seltener im muslimischen kaum vorhanden. Dennoch GIBT es sie - zahlreich! Und sie tragen im Kleinen dazu bei, daß irgendwann einmal Frieden dort möglich ist.

        Grüsse, Kris Wenn überhaupt, dann ist die Politik nur dazu in der Lage,
        mittels ihres Vermögens zu sozial verantwortungsvollem und
        differenziertem Denken, Frieden (objektiv) und Freiheit
        (subjektiv) für die Menschen in und um Israel herum zu
        erreichen. Niemand hindert´gläubige Menschen´ daran, auch
        politisch, d.h. konstruktiv-vertrauensstiftend, zu handeln.
        Dazu zählt der Respekt im Verhältnis zu jedem Menschen in
        Hinblick auf dessen ganz besondere ´Würde´ und höchst
        individuelle ´Religiösität´.

        Die objektiv vorherrschende Friedlosikeit in und um Israel
        herum lässt sich zu einem sehr beachtlichen Teil gerade auf
        die monotheistisch-gotteslästerlichen Glaubenstheorien
        (Christen/Muslems/Juden) zurückführen. Vorrangig diese haben
        geadezu - angstversessen - nur die Sorge um ihre schwindende
        Einflüsse im Sinn.

        guvo

        • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: glaubensdogmatische Ursachen

          Hallo Kris,

          Dein Einwand des ´praktizierten interreligiösen Dialogs´, mit dem Du meine abschätzige Kritik an den drei Glaubensdogmen bezüglich ihrer Schuld an dem Nah-Ost-zu Konflikt zu versachlichen beabsichtigst, möchte überzeugen. Klingt gut. Aber dann auch bitteschön: Mehr davon!

          Denn lässt sich einfach so ´glauben´, dass dieser Einwand auch nur einen der drei Theologien tatsächlich in sei es nur ´ausreichender Weise´ entschuldigt? Die theologisch tragende Säule ist doch einzig der jeweils verbohrte Dogmatismus, mit dem sie sich selbstredend als letztlich einzig wahre Religion legitimieren; so wie eh und jeh. Ganz zu schweigen davon, dass dieser Rechtfertigungsversuch den Vertretern des interreligiösen Dialogs den Respekt für ihren Beitrag des Modernisierens innerhalb ihrer eigenen Konfessionen indirekt sogar abspricht. Das ist Dir hoffentlich nicht egal!?

          Tasächlich ist die Religiosität der Menschen als Ursache des Nah-Ost-Konfliktes ausdrücklich nicht Schuld. Die Religiosität an sich ist nämlich jedem Menschen eigen, theistisch oder atheistisch. In sofern hättest Du Recht damit, dass ich ´religiöse Ursachen´ pauschal und damit völlig zu Unrecht bezichtige. Da sich der Religionsbegriff als eine Art Grundton u.a. auch aus Kultur, Gesellschaft, Politik aber auch aus Glaubensdogmen zusammensetzt, trifft mich gewissermaßen der Vorwurf, zu ´frei´ argumentiert zu haben. Tut mir leid.

          Der Vorwurf der Schwafelei ist hingegen unsachlich und verfehlt. Solange Dir selbst an ein wenig Selbstachtung liegt, wirst Du das auch erkennen.

          Gruß guvo [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

          • Antwort von nach 3 Tagen 1 hilfreich
            Re^5: glaubensdogmatische Ursachen

            Hallo Guvo Dein Einwand des ´praktizierten interreligiösen Dialogs´, mit
            dem Du meine abschätzige Kritik an den drei Glaubensdogmen
            bezüglich ihrer Schuld an dem Nah-Ost-zu Konflikt zu
            versachlichen beabsichtigst, möchte überzeugen. Klingt gut.
            Aber dann auch bitteschön: Mehr davon!
            Beispiele für solche Konfliktherde weltweit und das solidarische Engagement von religiös-motivierten Gruppen und Initiativen gibt es zuhauf: politische und wirtschaftliche Hilfe in Südamerika (im Zusammenhang mit befreiungstheologischen Ansätzen im christlichen Kontext), Indien und Afrika etc.

            Aus christlicher Sicht fallen mir da ad hoc allein drei große kath. Ordensgemeinschaften ein (Pallottiner, Salesianer Don Boscos oder Styler Missionare), die ganz klar vor Ort Hilfe leisten, NICHT mit dem Anspruch, hier christlich missionieren zu wollen. Sie verbinden ihre Arbeit mit dem Anspruch, in Krisensituation auch zu vermitteln, aber im wesentlichen für die von Krisen, Krieg und Konflikten Betroffenen da zu sein. Denn lässt sich einfach so ´glauben´, dass dieser Einwand auch
            nur einen der drei Theologien tatsächlich in sei es nur
            ´ausreichender Weise´ entschuldigt? Die theologisch tragende
            Säule ist doch einzig der jeweils verbohrte Dogmatismus, mit
            dem sie sich selbstredend als letztlich einzig wahre Religion
            legitimieren; so wie eh und jeh.
            Jeder Gläubige kann m. E. individuell und frei entscheiden, welchem Glauben, Kirche oder Religion er oder sie anhängt (im Judentum ist das sicherlich noch mal ein Stück anders, da hier von einer Volksangehörigkeit ausgegangen wird, die von Mutter auf die Kinder übertragen wird). Das sich hier automatisch eine gewissen Ausschließlichkeit ergibt, liegt auf der Hand. Warum soll sonst jemand sich für oder gegen eine spezifische Religion entscheiden? Dies bedeutet aber nicht zwangsläufig, die religiöse Überzeugung des Nächsten abzuerkennen. Ich spreche jetzt mit einem christlichen Hintergrund. Im Islam oder Judentum (nehmen wir jetzt nur mal die drei abrahamitischen Religionen) gibt es möglicherweise andere Denkmuster, die ich im Detail nicht ausreichend kenne.

            Das Du eine wie auch immer geartete Dogmatik grundsätzlich als "verbohrt" definierst, ist Deine zu respektierende, aber absolut persönliche Meinung. Ein gläubiger Mensch würde dies sicher im Hinblick auf seine religiöse Überzeugung anders definieren. Letztendlich argumentierst Du wahrscheinlich als Aussenstehender, möglichweise ohne Kenntnisse der einzelnen Dogmen, der jeweiligen Historie, Tradition und Grundlagen (hl. Schriften). Das halte ich für gefährlich. Oder bist Du gleichzeitig Jude, Muslim, Christ und - sagen wir mal - Buddhist und kennst die Dogmen im einzelnen? Ganz zu schweigen davon, dass
            dieser Rechtfertigungsversuch den Vertretern des
            interreligiösen Dialogs den Respekt für ihren Beitrag des
            Modernisierens innerhalb ihrer eigenen Konfessionen indirekt
            sogar abspricht. Das ist Dir hoffentlich nicht egal!?
            Das sehe ich nicht so. Als Jude kann ich theoretisch sehr wohl einen Christen in seinem Glauben respektieren und umgekehrt. Als Muslim kann ich das ebenso mit jüdischen oder christlichen Gläubigen. Fanatiker, die diesen Respekt oder Zusammenarbeit oder Dialog grundsätzlich ablehnen gibt es leider überall - aber das sehe ich nicht als zentrales Denkmuster, schon gar nicht als Dogma - weder im Judentum, im Christentum, noch im Islam. Tasächlich ist die Religiosität der Menschen als Ursache des
            Nah-Ost-Konfliktes ausdrücklich nicht Schuld. Die Religiosität
            an sich ist nämlich jedem Menschen eigen, theistisch oder
            atheistisch. In sofern hättest Du Recht damit, dass ich
            ´religiöse Ursachen´ pauschal und damit völlig zu Unrecht
            bezichtige. Da sich der Religionsbegriff als eine Art Grundton
            u.a. auch aus Kultur, Gesellschaft, Politik aber auch aus
            Glaubensdogmen zusammensetzt, trifft mich gewissermaßen der
            Vorwurf, zu ´frei´ argumentiert zu haben. Tut mir leid.
            Das meinte ich mit meiner Kritik. Finde ich sehr positiv, daß Du das so reflektierst. Der Vorwurf der Schwafelei ist hingegen unsachlich und
            verfehlt. Solange Dir selbst an ein wenig Selbstachtung liegt,
            wirst Du das auch erkennen.
            Ich habe das bewußt so ausgedrückt (und bleibe im übrigen dabei), da Du mit Deinem Posting generell jede Religion oder Theologie damit verurteilst bzw. abwertest. Das ist unsachlich, einseitig und polarisierend und damit für mich Schwafelei, über die es sich nicht lohnt zu diskutieren. Gerne jedoch über sachliche Argumente.

            Gruß,

            Kris

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: Bitte mehr

              Kris,

              dass ich von Dir - festgestellter Maßen - generell jede Religion oder Theologie verurteilen und abwerten würde, und Du dies als unsachlich, einseitig und polarisierend wertest, deutet auf innere nicht gelöste Konflikte hin, die Du selbst herumträgst.

              Man bricht über einen anderen nicht einfach so den Stab; sofern man nicht zumindest dazu ´legitimiert´ ist. Es gibt aber nichts abzuwerten oder zu verurteilen.

              Denn meine konkret in Rede gestellten Äußerungen hast Du zuvor sogar noch löblich unterstrichen: Das meinte ich mit meiner Kritik. Finde ich sehr positiv, daß
              Du das so reflektierst.
              Und damit mir gewisserweise zugesprochen, wie gut mein Reflektionsvermögen eigentlich ist. Ausdrücklich habe ich erklärt, dass die Religiosität an sich nämlich jedem Menschen eigen ist, theistisch oder atheistisch. Die Unterstellung der Unsachlichkeit, der Einseitigkeit oder der Polarisierung ist verfehlt.

              Ich habe dagegen versucht, das wahrscheinliche Motiv deines Einwandes zu verstehen und zu stärken ("Bitte mehr!"). Aber nicht als eigentlich ´unsachlich, einseitig oder polarisierend´in Abrede zu stellen. Solltest Dir ein Beispiel daran nehmen, schon dem Prinzip der Selbstachtung zu Liebe.

              Sachlichkeit ist ´eingehendes´ Argumentieren. Also ganz auf den Nah-Ost-Konflikt bezogen:
              - Nicht Beispiele des interreligösen Dialogs weltweit heranzuziehen, wenn konkret nur zum Nah-Ost-Konflikt gefragt worden ist.
              - Nicht die individuelle Glaubensfreiheit (richtiger: Glaubensbekenntnis) der einzelnen Gläubigen zu beschwören, wenn eigentlich der theologische Alleinvertretungsanspruch der drei abrahamitischen Religionen in Frage gestellt worden ist.
              - Nicht über den Respekt zwischen Andersgläubigen zu mutmaßen, wenn vom mangelnden innerkirchlichen Respekt gegenüber den Modernisierern die Rede war.
              - Nicht über den Gläubigkeitbegriff zu spekulieren ("Ein gläubiger Mensch würde (...)sicher (...) seine religiöse Überzeugung anders definieren.").
              - Nicht auszugrenzen ("Außenstehender"), nicht abzuwerten ("möglicherweise ohne Kenntnisse")und nicht anzutäuschen ("halte ich für gefährlich").

              Lass den immaginären Faden des Dialogs schon wegen der sich künftig bietenden Gelegenheiten nicht abreißen. Wäre doch schade.

              Gruß guvo

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Re^7: Bitte mehr

              Hi Guvo, dass ich von Dir - festgestellter Maßen - generell jede
              Religion oder Theologie verurteilen und abwerten würde, und Du
              dies als unsachlich, einseitig und polarisierend wertest,
              deutet auf innere nicht gelöste Konflikte hin, die Du selbst
              herumträgst.
              *gähn* - kein Kommentar. Ich löse gerade meine inneren Konflikte... Man bricht über einen anderen nicht einfach so den Stab;
              sofern man nicht zumindest dazu ´legitimiert´ ist. Es gibt
              aber nichts abzuwerten oder zu verurteilen.
              Ich werte nicht ab oder verurteile nicht - ich stelle fest. Und dazu ist jeder - sogar ich - legitimiert. Und damit mir gewisserweise zugesprochen, wie gut mein
              Reflektionsvermögen eigentlich ist. Ausdrücklich habe ich
              erklärt, dass die Religiosität an sich nämlich jedem Menschen
              eigen ist, theistisch oder atheistisch. Die Unterstellung der
              Unsachlichkeit, der Einseitigkeit oder der Polarisierung ist
              verfehlt.
              Sorry Guvo - Du schreibst in Deinem Posting: Die objektiv vorherrschende Friedlosikeit in und um
              Israel herum :lässt sich zu einem sehr beachtlichen Teil
              gerade auf die monotheistisch-gotteslästerlichen Glaubenstheorien
              (Christen/Muslems/Juden) zurückführen. Vorrangig diese haben
              geadezu - angstversessen - nur die Sorge um ihre schwindende
              Einflüsse im Sinn.
              Das IST polarisierend, einseitig und unsachlich. Wie gesagt - ich stelle nur fest - ich verurteile nicht. Ich habe dagegen versucht, das wahrscheinliche Motiv deines
              Einwandes zu verstehen und zu stärken ("Bitte mehr!"). Aber
              nicht als eigentlich ´unsachlich, einseitig oder
              polarisierend´in Abrede zu stellen. Solltest Dir ein Beispiel
              daran nehmen, schon dem Prinzip der Selbstachtung zu Liebe.
              Was hat eine sachliche Feststellung Deiner nicht gelungenen Argumentationskette mit meiner Selbstachtung und Liebe zu tun??? Wer muß hier noch innere Konflikte lösen, bitte? ;0) Sachlichkeit ist ´eingehendes´ Argumentieren. Also ganz auf
              den Nah-Ost-Konflikt bezogen:
              - Nicht Beispiele des interreligösen Dialogs weltweit
              heranzuziehen, wenn konkret nur zum Nah-Ost-Konflikt gefragt
              worden ist.
              Du hast gebeten, mehr Beispiele für interreligiösen Dialog zu bekommen. Daß Du das nur auf den Nah-Ost-Konflikt bezogen hast, ging aus Deiner Aufforderung nicht hervor. - Nicht die individuelle Glaubensfreiheit (richtiger:
              Glaubensbekenntnis) der einzelnen Gläubigen zu beschwören,
              wenn eigentlich der theologische Alleinvertretungsanspruch der
              drei abrahamitischen Religionen in Frage gestellt worden ist.
              Das eine ist nicht ohne das andere zu verstehen. Entweder hat ein Gläubiger die Überzeugung, der für ihn "richtigen" Religion anzughören oder nicht. Genau diesen Anspruch erwartet ein Gläubiger von "seiner" Religion. Warum sollte er sich sonst für seine Religion entscheiden. Dann wäre alles beliebig. - Nicht über den Respekt zwischen Andersgläubigen zu mutmaßen,
              wenn vom mangelnden innerkirchlichen Respekt gegenüber den
              Modernisierern die Rede war.
              Wie ich schon sagte - Fanatismus gibt es überall; auch in der Kirche (gleich welcher Konfession). Das habe ich nicht in Abrede gestellt. Aber Kritik gegen Modernisten (wie Traditionalisten das so gerne formulieren) ist nicht die Masse und daher m. E. nicht der Rede wert. - Nicht über den Gläubigkeitbegriff zu spekulieren ("Ein
              gläubiger Mensch würde (...)sicher (...) seine religiöse
              Überzeugung anders definieren.").
              Warum? Oder magst Du es einfach nur nicht hören, daß gläubige Menschen Deine Ansicht sicher nicht teilen. Ich als gläubiger Mensch teile Deine Ansicht sicher nicht und bin mir sicher, daß dies bei anderen Glaubensgenossen ähnlich gelagert ist. - Nicht auszugrenzen ("Außenstehender"), nicht abzuwerten
              ("möglicherweise ohne Kenntnisse")und nicht anzutäuschen
              ("halte ich für gefährlich").
              Guvo, Du drehst mir das Wort im Mund herum. Ich grenze nicht aus - Du triffst Aussagen, die sehr pauschal verurteilend sind. Und das klage ich an. Wenn Du etwas argumentativ aussagen möchtest - gerne. Aber dann bitte konkret und überlegt. Aber nicht Mutmaßungen von Dingen, die Dir evtl. fremd sind. Wenn ich keine Ahnung von etwas habe, dann halte ich mich mit globalen Äußerungen zum Thema zurück. Ich halte es für gefährlich, wenn man aus Unkenntniss anderes verurteilt. DAS ist der Grund für Konflikte wie im Nahen-Osten. Würde man auf einander zugehen und sich und den Glauben des anderen kennenlernen wollen und nicht von vornherein von "Gotteslästerung" des Anderen bzw. der Religion des Anderen (DEINE Aussage!!) sprechen, sähe es sicher anders in diesem Krisenherd aus. Lass den immaginären Faden des Dialogs schon wegen der sich
              künftig bietenden Gelegenheiten nicht abreißen. Wäre doch
              schade.
              Aber gerne! :o)

              Grüsse in die Nacht,
              Kris

    • Antwort von nach 8 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: klitzekleiner Denkfehler...

      Hallo Rolf,

      wie doch Worte das Denken in eine ganz verquerte Richtung lenken können: Die derzeitigen Konflikte in der Welt, haben keinen religiösen
      Hintergrund. Die Religionen können schon lange friedlich
      zusammenleben.
      "Die Religionen" leben gar nicht, daher weder zusammen noch friedlich oder unfriedlich.
      Sondern: Die Menschen
      Also kann der "Wurm" an dieser traurigen Geschichte auch nur dort hinterfragt und dann auch gefunden werden.
      (nicht weiter sagen: is´ eh´ schon längst gefunden...(grins)). Was Konflikte verursacht sind rein politische Angelegenheiten.
      Der größte Verursacher ist zweifelslos Israel. Und wir werden
      keinen Frieden haben, bevor dieses Gebiet nicht befriedigt
      worden ist, und sei es unter Druck.
      Ähäm: die einzigen "Verursacher" sind wieder nicht "politische Angelegenheiten" oder "Israel" oder sonst ein abstrakter Begriff, sondern wieder ganz konkret: wir Menschen, und zwar alle miteinander.

      Klingt vielleicht so auf die Schnelle nicht sehr plausibel, is´ aber (leider) trotzdem so.
      Wär´ halt "nur" endlich die Frage zu klären: warum?
      (aber bitte nicht die bekannte Verkürzung: "die Guten" und "die Bösen"(grins))

      Grüße

      Gert



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