Warum sollte der Koran nicht von Mohammed stammen?
Von: , Frage gestellt am Mi, 26. Sep 2007
Hallo und Guten Tag,
mich wundert immer wieder, - jenseits der Frage ob der 'wahre, nicht-missbrauchte Koran' nun 'gut' oder 'schlecht' ist - , mit welcher Selbstverständlichkeit davon ausgegangen wird, dass der Koran Mohammed durch einen "Engel" offenbart wurde und so wenige Menschen nicht einfach davon ausgehen, dass der Koran von Mohammed selber stammen soll. Ich finde das doch erst einmal die primäre Frage, und nicht ob der "eigentliche" Koran nun "frauenfeindlich" oder "frauenfreundlich", "kriegerisch" oder "friedlich" ist. Immer sagt man: "Im Koran steht..." und nie "Mohammed sagt im Koran...".
Ein Beispiel: Muslime sagen, die Bibel sei "verfälscht" der Koran aber nicht. Das würde ja bedeuten dass der Koran das ist, was die Bibel ursprünglich war, d.h. der Koran in Inhalt und Form die unverfälschte Bibel ist. Dann müssten ja ältere Ausgaben der Bibel, bzw. von Teilen davon, wie etwa die Qumran-Rollen, dem Koran immer ähnlicher sein. Das ist aber nicht der Fall. Um nicht missverstanden zu werden: Ich bin kein Christ (sondern konfessionslos) und schon gar kein Bibelgläubiger. Aber ich kann nicht verstehen, dass man nicht, wenn einer sagt, er habe von einem "Engel" eine "heilige Schrift" bekommen, dass erst einmal nicht glaubt. Wenn der Koran von einem "Engel offenbart" wurde, warum dann nicht auch das "Buch Mormon", von dem das ja auch behauptet wird. Aber da steht wieder etwas völlig anderes drin. Oder was ist anders beim "Buch Mormon" und dem "Koran"? Mir geht es nicht darum, den einen "Glauben" dem anderen "Glauben" gegenüberzustellen, sondern zu klären, warum so wenig hinterfragt wird.
Danke im Voraus für Meinungsäusserungen,
Jasper.
