Papstrede am 13. Mai 2007 ...
Von: , Frage gestellt am Do, 22. Nov 2007
... die habe ich erst jetzt gelesen, daher erst jetzt dieses Posting.
Guten Tag,
es geht nicht um die Rede von 2006, in der er den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaeologos bzgl. Islam zitierte und damit viel Diskussion erzeugt hatte, sondern um Aussagen zur Eroberung Lateinamerikas. Mich hat das, vorsichtig gesagt, erschüttert. Was hat er gesagt:
"Welche Bedeutung hatte aber die Annahme des christlichen Glaubens für die Länder Lateinamerikas und der Karibik? Es bedeutete für sie, Christus kennenzulernen und anzunehmen, Christus, den unbekannten Gott, den ihre Vorfahren, ohne es zu wissen, in ihren reichen religiösen Traditionen suchten.
Christus war der Erlöser, nach dem sie sich im Stillen sehnten. Es bedeutete auch, (...) den Heiligen Geist empfangen zu haben, der gekommen ist,, ihre Kulturen zu befruchten, indem er sie reinigte und die unzähligen Keime und Samen, die das fleischgewordene Wort in sie eingesenkt hatte, aufgehen ließ und sie so auf die Wege des Evangeliums ausrichtete.
Tatsächlich hat die Verkündigung Jesu und seines Evangeliums zu keiner Zeit eine Entfremdung der präkolumbianischen Kulturen mit sich gebracht und war auch nicht die Auferlegung einer fremden Kultur. (...)"
(Zitat wörtlich aus DIE ZEIT, 31.5.2007).
Wie kommt er denn auf sowas? Ist das wirklich seine Meinung oder die in größeren Bereichen der katholischen Kirche?
Also ... dazu brauche ich mal ein paar Interpretationshilfen.
Danke
Laika
