Realitätsgestaltung in welcher Religion?
Von: , Frage gestellt am Mi, 5. Nov 2008
Hallo zusammen,
in welcher Religion wird die Realitätsgestaltung besonders betont? Und in wie fern wird diese im Buddhismus erläutert?
Gruß
Hallo zusammen,
in welcher Religion wird die Realitätsgestaltung besonders betont? Und in wie fern wird diese im Buddhismus erläutert?
Gruß
Hi Alex
in welcher Religion wird die Realitätsgestaltung besonders
betont?
Das Judentum legt besonderen Wert auf ein sinnvolles Leben im Diesseits und verlegt nicht die gesamte Lebnszielführung Richtung Jenseits.
Und in wie fern wird diese im Buddhismus erläutert?
Der Buddhismus hat ebenfalls eine einigemaßen ausgewogene Realitätsgestaltung und verzichtet (jeenfalls Buddha selbst) weitgehend af Mystifikationen, schafft es aber auch icht, diese ganz außen vor zu lassen.
Gruß,
Branden
Hi Alex und van Branden
Wenn ich mir das genau überlege, bietet das Christentum im besonderen Maße eine Realitätsgestaltung. Nämlich:
Realität Nr. 1: Wir leben hier in einer vergänglichen Welt ( oder
ist das nicht real?) Und in dieser Welt können wir
das Leben gestalten:
Da haben wir die Wahl:
a) Wir gestalten das Leben so, als ob das hier
auf Erden alles wäre, als ob das alles wäre:
Realität ist dann: Dass wir dabei ins "Wanken"
kommen können, und mit der Frage enden könnten:
"Ja war das alles?"
b) Wir gestalten das Leben so, als ob es ein Durch-
gang zu einer anderen Wirklichkeit wäre. Wir
wissen dann, dass alles, was wir hier erreichen
nur relativ ist. Es genügt, an dem Platz, wo das
Leben uns hingestellt hat, möglichst gut auszu-
füllen. Denn die eigentliche "Ausfüllung" sprich
Erfüllung kommt in der anderen Wirklichkeit
Realtität 2: Nach unserem Leben gehen wir ein in eine andere Wirklich-
keit Dann tritt Lebnsrealität 1 b in Kraft
(Was im Buddhismus auch nicht anders ist)
(Judentum stimmt: Die Verwirklichung im Diesseits ist die Realität. Und die wichtigste Realität heisst dort: Im verheissenen Land zu leben, in Israel. Und da wissen wir, das hat enorme politische und völkerrechtliche Folgen -siehe Palästinenser)
Gruss Heiner Kapp
Hi Alex und van Branden
(ich habe gemerkt, dass mein Beitrag völlig unübersichtlich gekommen ist. Ich versuche ihn nochmal besser zu gliedern)
Wenn ich mir das genau überlege, bietet das Christentum im
besonderen Maße eine Realitätsgestaltung. Nämlich:
Realität Nr. 1: Wir leben hier in einer vergänglichen Welt (
oderist das nicht real?) Und in dieser Welt können wir
das Leben gestalten:Da haben wir die Wahl:
a) Wir gestalten das Leben so, als ob das hier auf Erden alles wäre
Realität ist dann: Dass wir dabei in "Wanken" kommen können, und mit der Frage enden:könnten: "Ja war das alles?"
b) Wir gestalten das Leben so, als ob es ein Durchgang zu einer anderen Wirklichkeit wäre.Wirwissen dann, dass alles, was wir hier
erreiche nur relativ ist. Es genügt, an dem Platz, wo dasLeben uns hingestellt hat, möglichst gutauszufüllen. Denn die eigentliche "Ausfüllung" sprich Erfüllung kommt in der anderen irklichkeit
Realtität 2: Nach unserem Leben gehen wir ein in eine andere Wirklich-
keit Dann tritt Lebnsrealität 1 b in Kraft
(Was im Buddhismus auch nicht anders ist)(Judentum stimmt: Die Verwirklichung im Diesseits ist die Realität. Und die wichtigste Realität heisst dort: Im verheissenen Land zu leben, in Israel. Und da wissen wir, das hat enorme politische und völkerrechtliche Folgen -siehe Palästinenser)
Gruss Heiner Kapp
(Kann mir jemand sagen, wie man das macht, wenn man etwas unterstreichen oder anders sichtbar markieren möchte?)
Hallo Kapp,
(Kann mir jemand sagen, wie man das macht, wenn man etwas
unterstreichen oder anders sichtbar markieren möchte?)
Hilfe findest du hier: http://www.wer-weiss-was.de/app/faqs/classic?entries...
Wenn du einen Artikel schreibst, findest du unter dem Eingabefeld den grauen Kasten mit einer Übersicht zu den zulässigen HTML-Tags und den Link zur Hilfe zur Anwendung der HTML-Tags.
Viele Grüße
Thomas
Hallo.
[...] Judentum stimmt:
Die Verwirklichung im Diesseits ist die Realität. Und die
wichtigste Realität heisst dort: Im verheissenen Land zu
leben, in Israel. Und da wissen wir, das hat enorme politische
und völkerrechtliche Folgen -siehe Palästinenser)
Das ist so leider völlig falsch. Das Judentum lehrt (für Juden wie Nichtjuden!), dass es darum geht, hier und jetzt gerecht zu leben. Ein gerechtes Leben bedeutet hierbei, zu G'tt zu kommen, nach seinen Wünschen zu leben, so wie diese in der Tora zu finden sind.
Hierbei ist ein kleiner Punkt welcher sich aus anderen ergibt, dass es für Juden besser ist, in Eretz Israel zu leben, denn anderswo. Hier ist Eretz Israel erst einmal nicht mit dem sekulären Staat Israel zu verwechseln, da hiermit alleine das verheissene Land gemeint ist, welches von der Fläche auch anders aussieht als das Staatsgebiet Israels. Und zum anderen gibt es eine rege Diskussion darüber, wer und wie dort momentan zu leben ist. Eine Frage ist hier erst einmal, ob zur Zeit überhaupt die Pflicht besteht dort zu leben und welche Ausnahmen dabei zulässig sind und in welcher Form dort zu leben ist. Hierbei geht die Mehrheit davon aus, dass der Staat Israel darunter nicht fällt. Somit ergeben sich daraus keine völkerrechtlichen Fragen.
Insgesamt fällt dabei aber schon auf, dass eben keine Jenseitserwartung dahinter das Motiv ist, sondern die aktive Gestaltung dieser Welt.
Gruss,
Eli
Hallo!
[...]dass es für Juden besser ist, in Eretz Israel zu leben, denn
anderswo. Hier ist Eretz Israel erst einmal nicht mit dem
sekulären Staat Israel zu verwechseln, da hiermit alleine das
verheissene Land gemeint ist, welches von der Fläche auch
anders aussieht als das Staatsgebiet Israels.
Lässt sich das irgendwie präzisieren?
[...]Hierbei geht die Mehrheit davon aus, dass der Staat
Israel darunter nicht fällt.
Kann man diese negierten Feststellungen nicht klarer ausdrücken?
Gruß!
Hannes
Hallo Hannes.
Lässt sich das irgendwie präzisieren?
Ja, wird dann aber schnell sehr komplex, da es hierauf keine einfache und einheitliche Antwort gibt.
[...]Hierbei geht die Mehrheit davon aus, dass der Staat
Israel darunter nicht fällt.
Kann man diese negierten Feststellungen nicht klarer
ausdrücken?
Der heutige Staat Israel lässt sich nicht aus dem Judentum als religiöse Pflicht ableiten. Darum war auch das religiöse Judentum gegen die Gründung. Einzig nach der Gründung gibt es aus der Misrachi Bewegeung (zionistischer Teil des religiösen Judentums) die Verpflichtung den Staat Israel zu unterstützen, als Unterstützung des jüdischen Volkes. Hinzu kommen einige halachische (religionsgesetzliche) Probleme durch die Gründung, welche ebenso zu einer Unterstützung führen können.
Gruss,
Eli
Hallo Eli
Insgesamt fällt dabei aber schon auf, dass eben keine
Jenseitserwartung dahinter das Motiv ist, sondern die aktive
Gestaltung dieser Welt.
Eben dieses habe ich (mit anderen Worten) auch zm Ausdruck gebracht bzw. bringen wollen.
Gruß,
Branden
Hi.
Der Ausdruck "Realitätsgestaltung" ist reiner Kaugummi, da kann man alles hinein interpretieren. Erstens wg. der Vagheit des Realitätsbegriffs (jede Religion und jede Philosophie definiert diesen anders), zweitens wg. der Bedeutung von "Gestaltung". Kannst du das nicht genauer formulieren?
Gruß