Glaube an ...?

Von: , Frage gestellt am Fr, 22. Okt 1999

Ich habe mal eine Frage. Glaubt der Christ an Gott, Christus oder an andere Dinge? Ich kann mir nicht vorstellen das jemand sein Leben in die Hände eines anderen legt um darauf zu warten das alles Gut geht. Bitte um Meinungen.

Rainer

22 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 6 Stunden hilfreich
    Re: Glaube an ...? An Gott, was sonst !

    Hello Gustav,Rainer.



    Tut kein Mensch der glaubt -wo hast Du das nur her - jeder der glaubt muss sich um den Fortschritt in allem selbst kuemmern; was ich/wir dabei aber gerne vorher oder dazwischen tue, ist darum beten , das Gespraech mit Gott suchen und mit ihm meine Vorhaben besprechen; bei extrem schwierigen Entscheidungen frage und bete ich sehr ausfuehrlich, warte auf eine Antwort von Gott die bei intensivem Beten / Meditieren auch kommt.
    Tolle Sache das: Sichersein, dass alles was man tut - stimmt und richtig ist.

    Tschau
    Tom [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
      O mein Gott!

      Hallo Tom,

      jetzt kriegst Du mal die Chance, ins Volle zu greifen - und was tust Du?

      Zunächst einmal: die Frage von Gustav kommt offensichtlich aus den Neuen Bundesländern (ehemalige DDR). Dort begreifen sich die Einwohner weder als Christen noch die Kultur als christlich. Obwohl Gregor Gysi (Parteichef der PDS) gesagt hat, daß der Kommunismus näher am Christentum sei als die heutigen Kirchen.

      Zweitens: irgendwo habe ich mal mitgekriegt, daß Du aus den USA postest. Hier in Deutschland bewegt gerade ein Fall die Medien: Ein Kleinkind hat Augenkrebs in einem Stadium, daß eine Operation einige Aussicht auf völlige Heilung verspricht. Die Eltern gehören einer Religion an, die jeglichen körperlichen Eingriff verbietet. Es handelt sich wohl nicht um Gesundbeter, aber die Argumentation dieser Leute lautet: "wenn Gott will, daß das Kind gesund wird, dann wird er das auch bewerkstelligen". Die Eltern wurden verhaftet, als sie mit dem Kind fliehen wollten, das Kind wurde operiert, und die Staatsanwaltschaft will Anklage erheben.

      viele grüße
      ralph

      • Antwort von nach 8 Stunden hilfreich
        Re: O mein Gott! Aber JA Doch !

        Hello Ralph Hallo Tom,

        jetzt kriegst Du mal die Chance, ins
        Volle zu greifen - und was tust Du?
        Aber sicher, gerne. Zunächst einmal: die Frage von Gustav
        kommt offensichtlich aus den Neuen
        Bundesländern (ehemalige DDR). Dort
        begreifen sich die Einwohner weder als
        Christen noch die Kultur als christlich.
        Obwohl Gregor Gysi (Parteichef der PDS)
        gesagt hat, daß der Kommunismus näher am
        Christentum sei als die heutigen Kirchen.
        Naja, was der kluge Herr GYSI iS. Kirche sagt ist ja ein weites Feld; ich hoffe er uebernimmt sich da nicht, denn Christentum steht allein in der westlichen Welt mit ueber 3 MIA Menschen und der Osten hat ja seine Orthodoxen, oder ? mehrheitlich.

        Und meine eigenen zwar nur bescheidenen 6 Monate direkt nach der Wende "drueben" mit teaglichen stundenlangen Diskussionen dort ergaben - wie zu erwarten war - kein Christen- Bild ab, was wunder.

        Aber unser 1. Tempel in der gesamten oestlichen Welt wurde ausgerechnet in der damaligen DDR 1984 eroeffnet: Die Sensation damals. Zweitens: irgendwo habe ich mal
        mitgekriegt, daß Du aus den USA postest.
        Hier in Deutschland bewegt gerade ein
        Fall die Medien: Ein Kleinkind hat
        Augenkrebs in einem Stadium, daß eine
        Operation einige Aussicht auf völlige
        Heilung verspricht. Die Eltern gehören
        einer Religion an, die jeglichen
        körperlichen Eingriff verbietet.
        Ist nicht meine Meinung, denn da wo eindeutig noetig, ist die Fachkraft zuzulassen wenn erforderlich; ganz klar.

        Es handelt sich wohl nicht um Gesundbeter,
        aber die Argumentation dieser Leute
        lautet: "wenn Gott will, daß das Kind
        gesund wird, dann wird er das auch
        bewerkstelligen".
        Diese Einstellung teile ich nicht, denn Gott lenkt,aber wir entscheiden, mit seiner Hilfe durch Gebet / Meditation. Ein Mensch mit Verantwortung Gott gegenueber weiss um seine Entscheidungsfreiheit - die auf Verantwortung meines Handelns aufbaut.

        Dh. in diesem Fall konkret: wenn ich den Herrn intensiv im Vertrauen darum bitte mir bei dieser schwierigen Entscheidung behilflich zu sein, kommt sicher DIE Antwort die auch der Facharzt fuer noetig haelt; der Herr ist nie unlogisch oder gar ungesetzlich, sondern weitsichtig.

        Die Eltern wurden verhaftet, als sie mit dem Kind fliehen
        wollten, das Kind wurde operiert, und die
        Staatsanwaltschaft will Anklage erheben.
        Zurecht !

        Wer den " falschen" Glauben benutzt und gegen geltendes Recht eines Staates votiert, handelt nicht nach Gottes Geboten, denn wir alle haben sowohl seine - als auch die Staatsordnung uneingeschraenkt zu achten und danach zu handeln; unzweifelhaft. viele grüße
        ralph
        Tschau
        Tom

      • Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
        Re: O mein Gott!

        Hallo ralph,

        irgendwie finde ich Deinen Artikel kindisch, wegen der Erläuterungen zu den Neuen Bundesländern und zu Gysi. Noch mehr Bedenklich ist es, wenn sich der Staatsanwalt in die Belange einer Familie einmischt. Folgende kurze Geschichte
        aus dem Buch von Dietrich Dörners „Die Logik des Misslingens“

        „..Am 26. April 1986 explodierte der Reaktor 4 des ukrainischen Kernkraftwerks in Tschernobyl, zerstörte dabei seine tausend Tonnen schwere Betondecke, verseuchte große Teile der Umgebung und ganz Europas mit strahlenden Partikeln und verschärfte die Diskussionen über das Für und Wider von «Atomstrom», über Reaktortechnologie im Westen und im Osten, über die Frage, ob sich derlei hier und dort wiederholen könnte.
        Ich möchte die Chronologie des Unglücks hier nicht im einzelnen nachzeichnen, Ich beziehe mich dabei auf einen Bericht von James T. Reason von der Universität Manchester (1987).
        Tendenzen zur Überteuerung ist charakteristisch für den Umgang von Menschen mit dynamischen Systemen. Wir gehen nicht von der Entwicklung des Systems, also von den Zeitdifferenzen zwischen aufeinanderfolgenden Zeitpunkten aus, sondern von dem zum jeweiligen Zeitpunkt feststellbaren Zustand. Man reguliert den Zustand und nicht den Prozeß und erreicht damit, daß das Eigenverhalten des Systems und die Steuerungseingriffe sich überlagern und die Steuerung überschießend wird.
        . Man betrieb den Reaktor nicht mehr «analytisch», sondern gewissermaßen «intuitiv». Man glaubte zu wissen, womit man zu rechnen hatte, und man glaubte sich vermutlich auch erhaben über die «lächerlichen» Sicherheitsvorschriften, die für «Babys» beim Umgang mit Reaktoren gemacht waren, nicht aber für ein Team von gestandenen Fachleuten.
        Die Tendenz einer Gruppe von Fachleuten, sich selbst zu bestätigen, alles richtig und gut zu machen...“

        Was glaubst Du? Wir Gott global eingreifen? Bei Jesus überließ er den Menschensohn den Menschenhänden. Das Reaktorunglück zeigt eindeutig was geschehen kann, wenn ein laufender Prozeß durch Einzelentscheidungen gesteuert wird. Was würde Deiner Meinung geschehen, wenn Gott ständig eingreift?
        Gott kann demzufolge nicht eingreifen, es sei er riskiert seine eigene Schöpfung!

        TROTZTEM greift Gott bei den Seinigen ein und zeigt durch Wunder und durch seinem Atem, daß er sehr wohl anwesend ist und auch den richtigen Weg zeigt. Die Entscheidung diesen Weg dann auch zu gehen, liegt dann in den Händen des Bittenden. Gott ist lebendig, und wenn Gott lebendig ist, kann ich mich auch mit Gott unterhalten. Selbst bei Jesus hat er am Kreuz eingegriffen, die Bibel gibt einige Anhaltspunkte dazu.

        Gruß
        Friedrich [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
          Re^2: O mein Gott!

          Hallo Friedrich,

          irgendwie kenne ich mich mit den Gemeinheiten bei einer theologischen Diskussion nicht aus. "Kindisch" heißt in meinem Duden: "(meist abwertend) sich in unangemessener Weise wie ein Kind benehmend, für einen Erwachsenen unpassend; töricht, albern, unreif". Wenn man das von mir meint, wäre es erwachsen gewesen, mir zu zeigen, wie sich Erwachsene benehmen. Oder sollte es einfach heißen: "Halt die Schnauze"?

          Kindisch ist es wohl, wenn es mich interessiert, wie ein Mormone mittels dieses Forums missioniert bzw. auf die Frage "an was glaubst Du?" in angemessener Kürze antwortet. Übrigens wäre es auch interessant, wie auf die Frage Vertreter anderer Religionsgesellschaften reagieren.

          Kindisch halte ich Atheisten, die von sich behaupten, keine Christen zu sein. Wenn die Imams in moslemischen Ländern gegen das Christenpack polemisieren, dann meinen sie nicht getaufte, gläubige Mitglieder einer christlichen Kirche, sondern die europäische Kultur. Und sie haben recht: Zweitausend Jahre Christentum haben ihre Spuren hinterlassen. Wenn ich alter Agnostiker mich brav nach oben bedanke, wenn ich meine Brille wiedergefunden habe, dann stelle ich mir als Empfänger des Danks nicht Buddha, Odin, Allah oder dergleichen vor, sondern den liebenden, fürsorglichen und häufiger abwesenden Christengott.

          "Ich bin kein Christ" habe ich in signifikanter Anzahl im Osten gehört. Im Westen heißt es stattdessen meist "ich bin nicht religiös". Im Westen gehört es zur Schulbildung, daß es eigentlich keinen einheitlichen christlichen Glauben gibt. Die Rechtfertigungslehre von Luther war einer der Auslöser des Dreißigjährigen Krieges. Macht hin, Macht her, die Leute hätten sich nicht mit solcher Freude massakriert, wenn es nicht auch um Glauben gegangen wäre. Den Ausspruch von Gysi habe ich selbst bei einer Diskussion mit Heiner Geißler im Fernsehen miterlebt.

          Die Frage "an was glauben Christen eigentlich" bzw. "was macht den christlichen Glauben aus" höre ich auch meist im Osten. Ich halte es für beschämend, daß ich die Leute dann nicht guten Gewissens zum nächstbesten Pfarrer schicken kann, sondern selbst versuche, eine Antwort zu finden. Wie gesagt, ich bin Agnostiker und habe nur genügend Wissen, um Missionsversuche abzuwehren.

          Wenn ich aber gefragt werde, ob Gott ständig eingreift, sitzt meine katholische Erziehung noch tief: Gottes Wege sind unergründlich. Er ist kein Mensch und denkt nicht wie ein Mensch. Wenn er also eingreift, dann wird das kein Mensch kapieren. Meist greift er allerdings nicht ein. Nach Augustinus gibt Gott dem Menschen die Freiheit, sich für das Richtige oder Falsche zu entscheiden. Erst beim Jüngsten Gericht wird die Rechnung aufgemacht.

          viele grüße
          ralph

          • Antwort von nach einem Tag hilfreich
            Re^3: O mein Gott!

            Hallo ralph,
            Du hast Dir da ja einige Gedanken gemacht, bist aber daneben.
            Ich meine lediglich mit kindisch, was soll der Hinweis, daß mit; "die neuen Bundesländer in Klammern DDR" oder "Gisy in Klammern Pateivorsitzende der PDS"?
            Das ist Kindisch!!!
            Genauso währe es wenn ich z.B. hinter Gauchos (südamericanische Cowboys) schreiben würde.
            Gruß
            Friedrich

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^4: O mein Gott!

              Hallo Friedrich,

              ach soo - na dann tschulljung. Ich wußte nicht, wie lange Onkel Tom schon nicht mehr in Deutschland war. Es könnte ja sein, daß er schon seit 20 Jahren in den USA ist und einige Namen, Daten oder dergleichen nicht parat hat.

              viele grüße
              ralph

  2. Antwort von nach 9 Stunden hilfreich
    Re: Glaube an ...?

    Hi, Rainer,

    der überzeugte Christ glaubt an die Existenz eines lebendigen Gottes, seines Sohnes Jesus Christus und die Existenz des Heiligen Geistes.
    Gott möchte Gemeinschaft haben mit jedem Menschen, und deshalb hat er Jesus auf die Erde gesandt. Jesus ist gewissermaßen die Brücke zwischen Mensch und Gott und jeder, der an Jesus glaubt, kann zu Gott kommen.
    Das ist eine super Sache, denn Gott hat den Überblick über alles, und wenn ich vor Entscheidungen stehe, wie Tom schon gesagt hat, kann ich ihn um Rat fragen.
    Du findest nichts komisch dabei, wenn ein kleines Kind an der Hand seiner Mama die Straße überquert.
    Und ich finde nichts komisch dabei, wenn ich an der Hand eines starken Gottes durch mein Leben gehe.
    Der springende Punkt ist das Vertrauen. Ich vertraue meinem Gott. Und deshalb nehme ich auch seinen Rat an.

    Gruß

    Hanna

  3. Antwort von nach 12 Stunden hilfreich
    Zusatz

    Zur Beruhigung, ich komme nicht aus den neuen Bundesländern, sondern bin alteingesessener Niederreiner (KÖLN). Ich frage mich nur wenn man Antworten bei Meditationen sucht, gibt man sich die Antworten doch selber. Ich meine Das jeder sein eigener Gott ist.

    Rainer



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