Nochmals bezueglich Abtreibung

Von: , Frage gestellt am Di, 10. Apr 2001

Unten wurde von bb ein Artikel mit dem Titel "Aus Achtung vor dem Leben ..." gepostet. Manche haben sich aufgeregt, dass

-Abtreibungsaerzte auf einer Webpage aufgelistet werden.
-Das ich der aktiven Gegenwehr gegen Abtreibungsaerzte zustimme.

Was mich wundert ist das die gleichen Personen offenbar gut damit leben koennen das jaehrlich in Amerika 1.3 Millionen Babies abgetrieben werden koennen. Aertze die beteiligt sind werden natuerlich durch die Zustimmung der Bevoelkerung bzw. durch ausbleiben von aktiven Gegenmassnahmen in ihrem Treiben bestaetigt und bekraeftigt...

Ich denke man sollte gegen Abtreibungen mindestens genauso vorgehen wie gegen Kastortransporte...

Gruss Abe...

39 Antworten zu dieser Frage

    • Antwort von nach 21 Stunden 1 hilfreich
      Re: http://www.christiangallery.com/atrocity/GORYP

      Hi!
      Ich finde das ganz schön merkwürdig. Vielleicht wäre es Dir lieber, es gäbe keine Ärzte die abtreiben und die Frauen, die
      aus welchen Gründen auch immer ein Kind nicht bekommen können, würden wieder zu "Engelmachern mit Stricknadeln" gehen.(War ja früher auch so, die Männer haben mit Geld und die Frauen u. U. mit dem Leben bezahlt. Bei diesem Thema kann man nicht "schwarz-weiss" sehen. Ich denke dabei an Babies, die nach der Geburt in eine Mülltonne gestopft werden, Kinder, die schwerst misshandelt und missbraucht werden.Ob die jemals glückliche Erwachsene werden, wage ich zu bezweifeln!
      Deine web-site ist christiangallery? Was tut denn die Kirche für die Frauen, die Hilfe suchen? Wollte nicht die katholische Kirche erst vor kurzem die Beratungsstellen schließen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Frau sich die Entscheidung leicht macht, ihr Baby nicht zu bekommen. Ich bin heilfroh, dass ich nie vor so einer Entscheidung stand.
      Und Amerika - super! Die zögern doch nicht, die Menschen, die ihr
      Leben nicht in den Griff bekommen haben, ins jenseits zu befördern. Das kann u. U. sogar geistig Behinderte treffen.
      Liebe Grüße
      Uschi

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Nochmals bezueglich Abtreibung

    Hi Abe, -Abtreibungsaerzte auf einer Webpage aufgelistet werden.
    -Das ich der aktiven Gegenwehr gegen Abtreibungsaerzte
    zustimme.
    Das ist sehr euphemistisch formuliert. Aufruf zum Mord ist wohl etwas mehr als aktive Gegenwehr... Was mich wundert ist das die gleichen Personen offenbar gut
    damit leben koennen das jaehrlich in Amerika 1.3 Millionen
    Babies abgetrieben werden koennen.
    Da verdrehst du jetzt aber wirklich den Sinn einiger Postings zum Thema! Nicht nur ich war der Meinung, dass man mit Gewalt oder der Androhung von Gewalt nichts positives erreichen wird.
    Wie schonmal geschrieben: selbst als Abtreibung unter Todesstrafe für die Frau stand, wurde abgetrieben. Akzeptiere doch die Meinung von anderen, die glauben, dass man mit besseren Rahmenbedingungen für Kinder und Eltern mehr erreichen wird!

    Ich weiss bei diesen sogenannten Lebensschützern nicht, ob es ihnen nicht eher um eine Bestrafung der "sündigen" Frauen geht und nicht um den Schutz, bzw. die Rettung der Kinder.

    Beste Grüße,

    Barbara

  2. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    Re: Nochmals bezueglich Abtreibung

    Hallo Abe,

    hältst du es nicht für sehr widersprüchlich, wenn Leute gegen Mord vorgehen und gleichzeitig zum Mord aufrufen? Bei den Gegnern der Atomtransporte habe ich von solchen Aufrufen übrigens noch nichts gehört.

    mfg Sylvia

  3. Antwort von nach 8 Stunden 1 hilfreich
    Re: Nochmals bezueglich Abtreibung

    Hallo Abraham,

    das scheint mir wohl doch etwas verdreht.

    Zumindest halte ich es für sehr bedenklich, auf Mord mit einem Aufruf zum Mord zu reagieren. Denn damit stelle ich mich genau auf die gleiche Stufe. (Obwohl, was soll man eigentlich von einem Land verlangen, in dem immer noch die Todesstrafe massenhaft angewendet wird.) Genau diese Scheinheiligkeit ist übrigens der Grund, weshalb ich mich mit der Kirche so schwer tue. Denn wenn das christlich ist, dann will ich kein Christ sein.

    Ansonsten habe ich was gegen Denkschablonen. Und da steht nämlich wirklich im Einzelfall die Frage, was unmenschlicher ist: Der Mord oder das Aufwachsen eines womoglich ungeliebten oder gehaßten Kindes unter unmenschlichen Bedingungen.

    Der eigentliche Skandal nämlich ist, daß selbst die reichsten Länder dieser Welt nicht garantieren können, daß jedes Kind unter optimalen Bedingungen heranwachsen kann. Aber auch daas ist den Scheinheiligen ja egal. Sie veerdammen die verzweifelten Frauen und die Ärzte, aber die Brieftasche machen sie nicht auf, um eventuell das zu leisten, was die Frau nicht leisten kann, nämlich dem Kind eine glkückliche Kindheit zu ermöglichen. Eventuell würden sich manche der Frauen ja dann anaders entscheiden.

    Irgendwo war da doch mal ein Zitat, so mit Splitter im Auge des anderen und Balken im eigenen...


    Gernot Geyer

    • Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Nochmals bezueglich Abtreibung

      hallo, Gernot,
      gleich vorweg: ich bin auch ein Gegner der Abtreibung. Doch alles mit Maß und Ziel. Es gibt Situationen, in der eine A. wünschenswert ist: wenn eine "Missgeburt" zu erwarten ist, wenn...
      Doch Deine Gründe sind wohl am Leben vorbei. Warum soll ein Kind nur dann leben dürfen, wenn es bei wohlhabenden Eltern ankommt? Warum soll es nur leben dürfen, wenn gewährleistet ist, dass es "glücklich" aufwächst? Viele Kinder wachsen in ärmlichen Verhältnissen auf, in Not und Sorgen. Und werden dann zu evtl. glücklichen Erwachsenen.
      Die soziale Komponente ist für mich kein Abtreibungsgrund. Und dass in USA und bei uns Kinder abgetrieben werden, weil sie gerade nicht passend sind, das bezeichne ich als Mord. Und den Arzt als Mörder.
      Doch deswegen einen Arzt auf die "Todesliste" zu stellen? Es gibt andere Mittel. Um in die Politik abzuschweifen: demokratische.
      Denn mit solchen Listen erreiche ich gar nichts: der Mensch macht für Geld alles, er ist käuflich. Es ist nur eine Frage des Preises.
      Grüße
      Raimund

      • Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Nochmals bezueglich Abtreibung

        Hallo Raimund,

        natürlich ist es schrecklich, wenn soziale Gründe ins Feld geführt werden. ABER GENAU DAS MEINE ICH.

        Die Gesellschaft ist nicht in der Lage, allen Kindern die gleichen Startvoraussetzungen zu geben und das ist das Schlimme. Weißt Du, wie einer Mutter zumute ist, die von Sozialhilfe lebt und ihren Kindern fast jeden Wunsch abschlagen muß? Kennst Du den Gruppendruck in den Schulen, wenn ein Kind keine Markenschuhe und keine Markenklamotten hat?

        Geld ist nicht alles auf der Welt, zum Glück nicht. Aber es tur mir leid, ich kann die traurige Geschichte nur in ihrem sozialen Zusammenhang sehen.
        Und ich kann auch keine pauschal verurteilen, ohne seine Motive zu kennen. Von oben herab geht das immer gut, da sitzt es recht schön auaf dem hohen Ross.



        Gernot Geyer

        • Antwort von nach 11 Stunden 1 hilfreich
          Re^4: Nochmals bezueglich Abtreibung

          hallo, Gernot,
          selbstverständlich kenne ich allein erziehende Mütter, die von der Sozialhilfe leben. Wo liegt das Problem für die Kinder? Dass sie evtl. nicht die Oberflächlichkeiten der anderen mitmachen können? Wenn daraus das leben besteht, dann müssten 80 % der menschen weg.
          Die kinder, die ich von solchen Müttern kenne und die inzwischen erwachsen sind, sind allesamt anständige "glückliche" Erwachsene geworden.
          Oder sollen wir jetzt alle Sozialhilfeempfanger oder die mit einem geringen Einkommen kastrieren? Sowas wie materielle Eutanasie?
          Mit Sicherheit sind einige, die hier im Forum mitchatten aus solchen Verhältnissen. Und sind glücklich, dass sie leben.
          Grüße
          Raimund

          • Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: Nochmals bezueglich Abtreibung

            Hakllo Raimond,

            nun mal langsam.

            Sonst wird das Ganze nämlich die typische Hetze, die alle Abtreibungsgegener veranstalten.

            Es hat ja kein Mensch gesagt, daß nur reiche Leute Kinder bekommen dürfen. Mir das zu unterstellen, ist ja wohl eine sehr böswillige Behauptung.

            Ich habe lediglich festgestellt, daß es soziale Notlagen gibt, in denen die ich eventuell eine solche Entscheisung verstehen kann. Und ich habe gefragt, ob eine Gesellschaft, die solche Notlagen zuläßt, berechtigt ist, dann über diese Menschen zzu urteilen.

            Ich sehe dabei nicht einmal in erster Linie Deutschland, obwohl es auch hier sehr böse Dinge gibt diesbezüglich.

            Mir wäre eine Gesellschaft am liebsten, in die ganze Frage gar nicht stünde. In der es keine Notfälle gabe, durch die Frauen überhaupt vor solche Entscheidungen gestellt werden.


            Gernot Geyer



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!