Ausdehnungspolitik Amerikas im 18./19. Jhd

Hallo liebe Wissenden,

ich beschäftige mich gerade mit der Politik der USA im 18./19. Jhd.
Was ich nicht ganz verstehe: Mit den ersten grösseren Einwanderungswellen hat man versucht, weitere Gebiete zu erschliessen. Unter anderem kaufte man den Franzosen „Louisiana“ ab, ein Gürtel, der vom heutigen Louisiana bis nach Kanada geht.
Auf diesem Terrain hätte doch wahrscheinlich die gesamte damalige Weltbevölkerung Platz und vernünftiges Ackerland gehabt, ganz zu schweigen von den „paar“ neuankommenden Siedlern… Allerdings griff man bereits vorher, aber auch nachher wieder Kanada an, interessierte sich für Kuba, interessierte sich massiv für Texas und Mexiko und so weiter…

Von welchem Interesse waren für die damaligen Regierungen denn diese Gebiete?

Wieso kaufte man damals Alaska, den späteren strategischen Nutzen konnte man sich doch damals noch garnicht vorstellen,oder?

Dies alles unter der Voraussetzung, das vor dem Bürgerkrieg ein einheitliches Staatsbewusstsein kaum vorhanden gewesen sein dürfte, ist mir nicht ganz begreiflich…

Wer kann mir hierzu ein paar (warme :smile: ) Worte sagen?

Liebe Grüsse

Zaphod

Hallo !

Dazu muß man wissen, was sich damals in Europa abspielte. Der Sieger in Europa, war auch der Machthaber in Norddamerika.
Die Franzosen verloren ihre Gebiete an die Engländer. Die Amerikaner verjagten die Engländer und schon gehörte es ihnen.

Die Expansion
Unter dem ersten Präsidenten G. Washington* (1789—1797) erreichte die Expansion nach dem Westen einen ersten Höhepunkt: in Feldzügen wurden die indianischen Ureinwohner des Nordwest-Territoriums vertrieben; 1792 traten Kentucky und 1796 Tennessee in die Union ein. Als 1801 die Föderalisten unter J. Adams ihre führende Stellung verloren und Th. Jefferson, ein Republikaner, d. h. Agrardemokrat, das Präsidentenamt erhielt, ging diese Entwicklung weiter. 1803 erwarben die USA das Louisianagebiet und Ohio. 1821 kauften die USA Florida (von Spanien), außerdem drangen Siedler nach Texas vor. Die Monroe-Doktrin 1823 sollte Tendenzen einer möglichen Rekolonialisierung von Teilen des Kontinents entgegenwirken.
Die Expansion verursachte innere Wandlungen. Aus den Südstaaten der Union rückten Pflanzer mit ihren Sklaven nach Westen vor, um dort Baumwolle anzubauen. Aus den Nordstaaten besiedelten Kleinfarmer das nordwestliche Grenzland. So entstanden zwei verschiedene Gebiete neuer Staatenbildung: ein sklavenhaltender und ein sklavenfreier Siedlungsraum. Bald gewann der Westen an Einfluß. Während die bisherigen Präsidenten aus den gebildeten Schichten Virginias und Neuenglands gekommen waren, bezog mit A. Jackson ein typischer Grenzlandpolitiker das Weiße Haus (1829—1837). Es begannen demokratische Reformen: In den Einzelstaaten wurde das Wahlrecht erweitert und der Einwanderung starker Anreiz geboten.
Die Landnahme förderte Jackson durch Zwangsumsiedlung der noch östlich vom Mississippi beheimateten Indianer. Als sich die angloamerikanischen Texassiedler 1836 gegen Mexiko erhoben, nahm er ihre neue Republik aber nicht in die Union auf. Ebenso zögerten die folgenden Präsidenten M. Van Buren, W. H. Harrison und J. Tyler, weil der Beitritt von Texas das Gleichgewicht zwischen den Staatengruppen (Missouri-Kompromiß) zu zerstören drohte. Erst 1845 ergab sich eine günstige innenpolitische Konstellation, und deshalb stimmte Präsident J. Polk dem Aufnahmeantrag der Texas-Republik zu. Die Folge war ein Krieg mit Mexiko 1846—1848, bei dem die USA alle Nordprovinzen des Nachbarlands eroberten: das Gebiet der späteren Unionsstaaten New Mexico, Arizona, Colorado, Utah, Nevada und Kalifornien. Durch den Schiedsvertrag mit England, der den langwierigen Grenzstreit um Oregon durch eine Teilung beendete, waren den USA 1846 im Nordwesten weitere Räume zugefallen, so daß sie nun auf breiter Front den Pazifik erreichten. Der sog. Gadsden-Kauf 1853, in dem Mexiko weiteres Gebiet veräußerte, ergänzte diese neue Expansion durch einen Grenzstreifen im Südwesten.

Alaska von den Russen zu kaufen war nur logisch. Man hoffte sicher auch noch, sich irgendwann Canada einzuverleiben.

Gruß max

Hallo !

Auf Wunsch einer Mod teile ich hier dem verehrten Publikum mit, dass der obige Text nur zum Teil auf meinem Mist gewachsen ist.
Der Rest ist einem Bertelsmann Lexikon entnommen.

Mir ist immer wieder schleierhaft, warum man den Text eines Lexikons nicht veröffentlichen darf, ohne Hinweis auf eben dieses Lexikon.

Gruß Max, der Euch oft hintergeht, in dem er einfach nur weiß, wo er die Lösungen findet.

Guten Morgen Max

Mir ist immer wieder schleierhaft, warum man den Text eines
Lexikons nicht veröffentlichen darf, ohne Hinweis auf eben
dieses Lexikon.

Hm, hast Du schon mal im Impressum der Bertelmann Universal-Lexikon-CD nachgelesen?
Ob es uns gefällt oder nicht die Rechte an den Texten liegen beim Verlag. Ich muß hier aber gleich gestehen, daß ich bis vor kurzem auch nicht wußte, daß das Urheberrecht auch für Texte aus Lexika gilt.

in dem er einfach nur weiß, wo er die Lösungen findet.

Ist doch gut so - Man muß ja nicht alles wissen, man muß nur wissen wo man nachschauen oder wen man fragen kann :smile:)

LG
Edith

PS.: Laß Dich aber bitte von der einen Hinweiszeile auf die Quelle nicht von Deinen guten Antworten abhalten. ist ja nicht soviel Mehraufwand :wink:)