Wer kann mir einen Vorschlag für einen Nationalhelden a la Tell, d’Arc, Hood, el Cid machen.
Sollte schon irgendwie „deutsch“ und möglichst nicht NS-belastet sein. Haben wir sowas ? Gibt’s Helden auch in dänisch, polnisch, europäisch ?
hatte ich auch schon gedacht, aber ist dessen Vergangenheit nicht etwas „braun“ angehaucht ? Mir wäre eigentlich was historisches lieber als reine Sagengestalten. Barbarossa, Bismarck, Luther, Arminius, Dürer, Einstein, Schweitzer…
Ich weiß nicht, sind zu wenig heldisch ?
eljot
hatte ich auch schon gedacht, aber ist
dessen Vergangenheit nicht etwas „braun“
angehaucht ?
Seh ich auch so.
Mir wäre eigentlich was
historisches lieber als reine
Sagengestalten. Barbarossa,
das war doch kein held, ich bitte dich. und schon gar kein „nationalheld“… hat schliesslich die meiste zeit in italien verbracht.
Bismarck,
das war ein a–och… und auch kein echter nationalheld, oder?
Luther,
joa… aber der war ja eher religionsheld…
Arminius,
auch braun angehaucht
Dürer,
kaum bekannt
Einstein,
vor den nazis geflohen, ausserdem hat er doch in der schweiz gelebt?!?
Schweitzer…
hmmm…
Karl Marx?
Bertolt Brecht?
Heinrich Böll?
hmm… zu wenig heldenhaft…keine Kriegshelden…
Das Problem ist, dass Deutschland als Nation ja nie besetzt war und Nationalhelden entstehen eigentlich nur während Besatzungszeiten…
wie wäre es denn mit den Fürsten, die bei der Vökerschlacht in Leipzig dabei waren?
das wäre ja schon mal was…
DAnn wäre da noch Helmut Kohl… (kein Witz!) wg der EU und der -fast- endgültigen Rehabilitation des Ansehens Deutschlands…
Die Polen haben einen: Oberst …äh… der wird jedenfalls auch in der Nationalhymne besungen.
Hab den Namen vergessen: Charkow, Tschekow irgendsowas. Schau halt mal im Lexikon nach.
Ich finde so recht keinen deutschen Nationalhelden. Aber ich bin darüber auch nicht besonders unglücklich. Es reicht mir, dass es eine Reihe von Persönlichkeiten gibt, die hier Haltung gezeigt haben. Kästner oder Stauffenberg, die Geschwister Scholl oder Rosa Luxemburg.
Müssen das denn ‚Helden‘ sein?
Das Problem ist, dass Deutschland als
Nation ja nie besetzt war und
Nationalhelden entstehen eigentlich nur
während Besatzungszeiten…
waswas? deutschland war nie besetzt? was war denn da ab 1945?
wieso entstehen nationelhelden nur während besatzungszeiten? eigentlich sind’s ja einfach solche, die die nation politisch oder gesellschaftlich zu ihrer zeit nach vorne gebracht haben, zur rechten zeit den diktator gekillt oder das land geeint etc… jedenfalls ist der nationalheld-status immer abhängig von der zeit. da ist es schon klar, dass die helden von einst die ärsche von heute sein können (zu bismarck gabs hier so eine bemerkung), und wir kennen das ja von den strassennamendiskussionen dieser generäle aus dem ersten weltkrieg, moltke & co…
ich glaube ausserdem , dass kaum noch wo ernsthaft nationalhelden verehrt werden, wenn die leute aufgeklärt genug sind. mehr eine angelegenheit schlechter reiseführer und tourismuszentralen. ausnahme sind glaube ich die leute, die ein land in die unabhängigkeit geführt haben, weil sie konstitutiv für das land sind und ebenso wichtig wie der text der verfassung etc…
DAnn wäre da noch Helmut Kohl… (kein
Witz!) wg der EU und der -fast-
endgültigen Rehabilitation des Ansehens
Deutschlands…
und der -fast- endgültigen Diskreditierung der Parteienfinanzierung in Deutschland…
helden darf nichts menschliches allzu nahe sein, nicht einmal ehrenwörter!
Kant & Goethe !!
erfüllt fast alle Anforderungen :
ist Deutscher
kennt jeder
von seinen „Taten“ hat nur eine verschwindend geringe Minderheit eine Ahnung
ist der, der für *uns* die kompletten "Dichter und Denker gibt
hat in der ganzen Welt einen guten Ruf
ist tot
ist in nix -allzu bekanntes- verwickelt
würde alles auf beide passen, aber …
zuuuu wenig Action für Nationalhelden, wenn man die umliegenden Nationalhelden anschaut.
eljot
Was wäre denn mit Klaus Störtebeker.Das ist zwar keine historisch belegte Person.Hat sich aber gegen eine Obrigkeit aufgelehnt und war beim „einfachen Volk beliebt“ ähnlich wie Robin Hood in England.
Wie sieht es denn mit Störtebeker aus.Er geht ja in eine ähnliche Richtung wie Robin Hood in England.Der Begriff Volksheld passt nach meiner Meinung schon auf ihn,da´er sich in der Geschichte gegen eine nahezu allmächtige Obrigkeit (Hanse) aufgelehnt hat und beim Volk sehr beliebt war.Wohl ist diese Gestalt nicht historisch belegt.
UR
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Soand’s griesst!
Wiso willst Du eigentlich einen Nationalhelden? Für uns hat Schiller (ein Deutscher) den Tell erfunden… Ein Mythos also, und keiner weiss ob’s ihn tatsächlich gegeben hat.
Dann gab’s da noch den Historikerstreit, weil plötzlich die Walliser den Urnern den Tell streitig machen wollten. Hei war das ein Mordsspass - Uri plötzlich ohne Tell!
Ich für meinen Teil halte mich lieber an Fakten und an Figuren, die tatsächlich etwas erreicht oder bewegt haben und davon hat Ihr ja in deutschen Landen mehr als genug.
Nationalhelden erkennt man daran, daß sie mutig für eine gerechte Sache einstehen. Kant und Goethe waren nun keine Ausbünde an Mut und Standhaftigkeit. Ich bin für Rosa Luxemburg. Ähbäh? Thomas Münzer? Heinrich Heine? Marlene Dietrich? Manchmal sind Nationalhelden auch erfunden (Robin Hood). Old Shatterhand? Oder sie sind grausame Raubritter im Namen der Religion (Cid). Wie wäre es also mit Wallenstein? Oder nur verwegene Räuber? Störtebecker? Geheimnisvolle Abenteurer? Mata Hari! Treuer Vasall des rechtmäßigen Herrschers: Martin Luther. Und die Bayern lieben nach wie vor Ludwig II. Als Herrscher finde ich den Stauferkaiser Friedrich II interessanter.
Ich glaube, die Deutschen sind so durchgeknallt, daß ein einzelner Nationalheld gar nicht ausreicht.
Schon interessant, wer oder was so alles
„braun angehaucht“ ist. Richard Wagner habt ihr noch vergessen, und Fredericus Rex - und auch zu erwähnen, daß die Genannten auch ganz bestimmt schon zu ihrer Zeit mit Gesang in die NSDAP eingetreten sind…
Tut mir ja leid - aber das wird ja langsam schon zum lächerlichen Ritual…*kicher*…
Hallo Hugin!
Wußtest Du das denn noch nicht? Alles, was von den Nazis geliebt wurde, ist braun angehaucht!!
Wie nennt man sowas? Posthum? Vielleicht auch falsch das Wort, aber Du weißt, was ich meine.
Arminius war Nazi bis in die Knochen, setzte er sich doch für seine eigenen Genossen ein.
Na und so weiter.
Gruß Werner.
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Hallo Hugin!
Wußtest Du das denn noch nicht? Alles,
was von den Nazis geliebt wurde, ist
braun angehaucht!!
Genau !!!
Seit dem 1000-jährigen sind bestimmte Dinge in Deutschland einfach TABU. Ich denke es herrscht ziemlich große Zustimmung zu dem Satz „Was Nazis gut fanden, muß schlecht sein“ (bis auf die Autobahnen *g*). Ob das gut oder schlecht, berechtigt oder nicht berechtigt ist spielt keine Rolle. Wir stehen nun mal auf/in unserer Vergangenheit; und in der Jüngeren mehr als in der älteren.
eljot
Genau !!!
Seit dem 1000-jährigen sind bestimmte
Dinge in Deutschland einfach TABU. Ich
denke es herrscht ziemlich große
Zustimmung zu dem Satz „Was Nazis gut
fanden, muß schlecht sein“ (bis auf die
Autobahnen *g*).
…und das 1000-jährige existiert ja auch noch:
12 Jahre unter Adolf, und 988 Jahre Bewältigung…hehehehehe…
als polnischer nationalheld kann sicherlich
jan III sobieski (tuerken vor wien) und auch tadeusz kosciuszko herhalten.
zweiterer ist uebrigens auch in der amerikanischen militaergeschichte anzusiedeln, wie vielleicht steuben.
mfg juergen
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Wenn´s nicht NS-belastet sein soll, fällt wohl jede historische Figur aus. Die Nazis haben ja so gut wie jeden, der historisch etwas geleistet hat, als Beispiel für die Grösse und Vormachtsstellung Deutschlands herangezogen.
Also bleiben nur Widerstandskämpfer (Stauffenberg, Weisse Rose etc.), die aber, zumindestens nach W. Shirer, eher nicht so heldenhaft waren oder aber Nachkriegspersönlichkeiten. Hier fällt mir am ehesten noch Willi Brand ein, der zumindestens heldenhaft genug war, im Warschauer Ghetto echte Trauer und Bestürzung über die Untaten der Nazis zu zeigen.
Peter
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…und das 1000-jährige existiert ja auch
noch:
12 Jahre unter Adolf, und 988 Jahre
Bewältigung…hehehehehe…
Hugin
Jawollja - und darum gehe ich am 20. April
auch nicht aus dem Haus! Keinefalls !! Ich
bleibe brav zu Hause auf dem Stuhl hocken
und halte mir krampfhaft den rechten Arm
fest!! Man kann ja nie wissen…hehehehe…
Jawollja - und darum gehe ich am 20.
April
auch nicht aus dem Haus! Keinefalls !!
Ich
bleibe brav zu Hause auf dem Stuhl hocken
und halte mir krampfhaft den rechten Arm
fest!! Man kann ja nie
wissen…hehehehe…
Munin
Hehehehehe…pass’ vorsichtshalber auch auf Deinen linken Arm auf…
Wer kann mir einen Vorschlag für einen
Nationalhelden a la Tell, d’Arc, Hood, el
Cid machen.
Sollte schon irgendwie „deutsch“ und
möglichst nicht NS-belastet sein.
Bis 1914 war Herrmann der Cherusker (auch: Arminius) DER deutsche Nationalheld, weil er erfolgreich die Römer und damit die Kultur abgehalten hat. Siehe auch das Denkmal. Aber heute???