Wie genau lief mit der Eroberung von Lateinamerika die Kolonisation und die damit verbundene Besiedelung ab?
Stellten die Siedler einen repräsentativen Querschnitt der iberischen Bevölkerung dar oder war dies hauptsächlich eine Angelegenheit feudaler Adelsclans und deren Söldner? Was für Phasen gab es hier in der Auswanderung? Mit welcher Systematik wurde versucht, neues Land zu kultivieren?
Ganz sicher könnte man Dir auf diese Fragen auch hier
Antworten geben.
Aber, wieviele Stunden sollte der Beantworter damit am PC
verbringen?!
Es reicht mir, wenn er zehn bis zwanzig Sätze mit substanziellen Aussagen schreibt. Ich wollte nur mal einen Überblick gewinnen. Leider wird dieses Thema in Deutschland so gut wie nicht behandelt, so dass es auch nicht ganz unkompliziert erscheint, hierzu fundierte Literatur zu finden.
Über dieses Thema sind schon tausende von Seiten geschrieben
worden, z. B. in der Buchreihe :
„Dokumente zur Geschichte der europ. Expansion“ Band 3,
„Der Aufbau der Kolonialreiche“ .
Verlag C.H.Beck. ISBN 3 406 30373 0.
Band 4, „Wirtschaft und Handel der Kolonialreiche“ ISBN 3
406 30661 6.
Danke, dies erscheint als interessant. Aber auch hier ist zu fragen, ob hier eine ausgewogene Behandlung erfolgt oder ob wie so oft nur einige Aspekte behandelt werden oder bestimmte Ereignisse, während die wahren Hintergründe ein Rätsel bleiben.
Es reicht mir, wenn er zehn bis zwanzig Sätze mit
substanziellen Aussagen schreibt. Ich wollte nur mal einen
Überblick gewinnen. Leider wird dieses Thema in Deutschland so
gut wie nicht behandelt, so dass es auch nicht ganz
unkompliziert erscheint, hierzu fundierte Literatur zu finden.
Nicht behandelt? Es gibt hunderte/tausende von Büchern, es gibt/gab immer wieder Artikel darüber im „Spiegel“ und anderen Magazinen. Es gibt monatl. Magazine, die gerade dieses Thema behandeln, da es sehr aktuell ist und viele Menschen interessiert.
Danke, dies erscheint als interessant. Aber auch hier ist zu
fragen, ob hier eine ausgewogene Behandlung erfolgt oder ob
wie so oft nur einige Aspekte behandelt werden oder bestimmte
Ereignisse, während die wahren Hintergründe ein Rätsel
bleiben.
Wenn die wahren Hintergründe ein Rätsel bleiben, wer sollte sie aufdecken? Zeitzeugen gibt es naturgemäß nicht mehr.
Alle Forschung ist von damaligen Berichten abhängig.
Und wenn Du hier fragst und das in einigen Sätzen gelöst haben willst, bekommst Du nur vorgefaßte „Meinungen“ zu lesen.
Also bleibt nur der Gang in eine Buchhandlung oder eine Reise nach Madrid und Lissabon in die Archive.
Nicht behandelt? Es gibt hunderte/tausende von Büchern, es
gibt/gab immer wieder Artikel darüber im „Spiegel“ und anderen
Magazinen. Es gibt monatl. Magazine, die gerade dieses Thema
behandeln, da es sehr aktuell ist und viele Menschen
interessiert.
Ja, das kann sein. Dies ist aber in der Regel nicht Alltagsliteratur. Den Spiegel hatte ich lange, wobei mir aber nichts hierfür besonders interessantes auffiel. Mit speziellen Magazinen hatte ich bisher nichts so viel zu tun. Aber auch hiermit wäre es eher schwierig, sich einen guten Überblick zu verschaffen. So wäre interessant, ob in welchem Grade etwa die Landwirtschaft früher mit Sklaven betrieben wurde und wo dies allein von Siedlern erledigt werden konnte wie auch im Norden der USA und Australien.
Wenn die wahren Hintergründe ein Rätsel bleiben, wer sollte
sie aufdecken? Zeitzeugen gibt es naturgemäß nicht mehr.
Alle Forschung ist von damaligen Berichten abhängig.
Diese kann man oft durch sehr systematische Analysen rekonstruieren, auch wenn die Originalliteratur hierzu sehr einseitig und dünn ist.
ein ganz gutes, knappes und informatives Büchlein ist
Kolonialismus. Geschichte - Formen - Folgen.
von Jürgen Osterhammel
Broschiert - 142 Seiten - C.H.Beck
Erscheinungsdatum: März 1995
ISBN: 3406390021 Buch anschauen
Es gibt verschiedene Kolonialisierungstypen. So wurde bsw. in den Kolonien „karibischen Typs“ die Arbeit durch verschleppte Sklaven erledigt. Wenige Siedler beaufsichtigten diese Zuckerrohr-Plantagen auf den Inseln oder Baumwoll-Plantagen in Südteil Nordamerikas. Der nordamerikanische Typ der Kolonialisierung beruht zum einen auf der Vertreibung und Vernichtung der indigenen Bevölkerung und der gleichzeitigen Ansiedlung eigener Siedlerströme, die das Land bestellen. Das hatte andere Ziele und andere Auswirkungen für das Mutterland, versteht sich.
Das fängt bei ökonomischen Gesichtspunkten an ( die einen sind fast reine Rohstoffzulieferer, die anderen wichtige Produktimporteure) geht bei politischen (Mitbestimmung, siehe Unabhängigkeitskrieg Amerika) und imperialen Gesichtspunkten weiter.
Ich kenn mich allerings weniger in Lateinamerika aus, mehr mit den karibischen und amerikanischen Kolonien. Da gibt es auf jedenfall ne Menge zu lesen, wenn nicht auf Deutsch, dann auf Englisch und Französisch.
vielleicht sollte man, um besser zu verstehen, bei solchen Fragen einfach ganz vorn anfangen - ich meine nicht bei den unsäglichen akademischen und/oder literarischen Hineingeheimnissungen je nach (eigener) These/Hypothese/Aufgabenstellung, sondern bei den ersten zugänglichen Berichten.
Zu Süd- und Mittelamerika denke ich z.B. an Karl V., Cortez, den Borgia-Papst Alexander VI. (und seine Teilung der neuen Welt in einen spanischen und einen portugiesischen Anspruch).
Aber natürlich auch an ganz „unpolitische“ Geschäftsinteressen, wie z.B. die der Augsburger Welser mit Blickpunkt „Westindien“ (Dietmar Feldern: Über die Kordilleren bis Bogota - Die Reisen der Welser in Venezuela, Gotha 1997).