Liebe Experten,
kürzlich habe ich eine hochinteressante Dokumentation von der russischen Zarenfamilien Romanow gesehen; beleuchtet wurden vor allem die letzten Jahre von 1910 bis zu deren schrecklichen Ende 1917.
Mir stellte sich danach die Frage: wie wurde das Ende der Zarenfamilie eigentlich in der früheren sowjetischen Geschichtsliteratur bzw. im Schulunterricht der DDR dargestellt?Es wurde immehin eine ganze Familie einschliesslich deren Kinder brutal und mitleidslos von russischen Revolutionären getötet.
Wurde diese Tatsache im Geschichtsunterricht der DDR erwähnt? Wurde sie glorifiziert? Wurden die historischen Tatsachen korrekt dargestellt? Oder wurde sie totgeschwiegen?
Würde mich brennend interessieren. Was sagt der Experte?
Georg
Hallo Georg,
ich habe mein altes Geschichtsbuch natürlich nicht mehr so wirklich im Gedächtnis hängen, aber soviel ich das noch beurteilen kann, war die Zarenfamilie im DDR-Geschichtsunterricht absolut kein Thema. Das sagt schon die Tatsache, dass ich den Namen Romanov erst viel-viel später und eher zufällig in Zusammenhang mit der Zarenfamilie bringen konnte. Es hieß eigentlich immer nur: Der Zar wurde verjagt oder so ähnlich. Ist alles schon eine Weile her. Und bei so einer Pauschalaussage macht sich ein Teenager natürlich nicht zwangsläufig ernsthafte Gedanken, was dieses „verjagt“ in der Realität bedeutet hat. Ganz davon abgesehen, dass der Zar immer als Tyrann und Unmensch dargestellt worden ist. Ich erinnere mich an Bilder von ärmsten Arbeitern und Kindern im Bergbau und so…
Hm, ich hoffe, ich konnte Dir irgendwie behilflich sein.
Viele Grüße
Jana