die Frage könnte auch zu Literatur oder Fremdsprache passen, eventuel noch zu Geografie, aber sie sei hier getan.
Wieder einmal ist es eine rückständige Lektüre, die mich hier als Frager auftreten lässt.
In Flaubert „Salambo“ gibt es eine Menge von Wörtern, oft geografische, die mir nicht so interessant erscheinen und ich lese drüber weg mit dem Gedanken: Wird ein Bergdorf in Sardinien sein.
Aber einiges möchte ich doch wissen.
Wie wurde man in Karthago „Suffet“? Gab es eine festgelegte Dauer für das Amt wie bei den Konsuln in Rom? Wie viele Suffeten gab es? Welche Machtbefugnisse hatten sie? Konnten sie abgewählt werden?
Was haben die Syssitien in Karthago verloren? Ist das nicht eine spartanische Erfindung?
Wo befindet sich das Kap Östrymon?
Ist das eine griechisch-antike Bezeichnungen? Oder karthagische?
Und was sind schließlich Numellen? Irgendwelche Fesseln oder Folterwerkzeuge?
Ich habe schon in vielen Lexika geschaut, war aber nicht sehr erfolgreich.
Auch gegoogelt habe ich schon fleißig.
Der Roman ist historisch getreu, nur die Figuren sind Fantasie.
An der Spitze des karthagischen Staats standen zwei Suffeten („Richter“).
Vom 5. Jahrhundert v. Chr. an blieb diese Amtswürde ständig im Besitz vornehmer Familien. Die eigentliche Regierung lag in den Händen eines adeligen Rats.
Du hast ja immer spannende Fragen ))
Ich kann dir schon mal die Frage zu den Numellen beantworten:
Aus dem Lateinischen numella, ae, f. : Halseisen oder Gestell aus Holz zur Fixierung von Kopf und Schulter; wird zur Folter oder für chirurgische Eingriffe verwendet. (Quelle: http://perso.guetali.fr/jeanneau/Dico-N06.html)
Bei Östrymon habe ich zwei Assoziationen, die man allerdings noch überprüfen müsste… mir fallen spontan Estremoz (Portugal) und Estremadura ein… ob da ein Zusammenhang besteht?
Gruss
Renato
P.S. Da Salambo bei deinen Fragen nicht vorkommt, nehme ich an, dass du die Bedeutungen zu diesem Namen schon kennst (bin auf eine französische Site gestossen, auf der allerhand Erklärungen zu finden sind: http://www.univ-rouen.fr/flaubert/14bullet/bulle18.htm)