römische Soldatenränge

Von: , Frage gestellt am Di, 3. Sep 2002

Hallöchen ich suche sämtliche Ränge der römischen Armee (Zenturio, Pilus, Prinzeps usw.) und ihr ungefähres Ebenbild in heutigen Rängen (Hauptmann usw.) Bilder zu den einzelnen röm. Rängen wären sehr hilfreich. Dank Euch

Gruss aus Berlin

Robby

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
    Buchempfehlung

    Hy,

    mit Sicherheit gibt es massig Literatur zu dem Thema, mal mehr mal weniger ausführlich. Sehr gut für Deine Frage (nicht insgesamt) fand ich das Buch "Die Kriege der Römer", das gabs auch mal im Weltbild. Das war so grau umrandet. Darin waren aus allen Epochen die Ränge beschrieben wie auch mit Bilder versehen.

    Was Dich vielleicht auch interessiert und was NICHT drin war, wie sich die einzelnen Ränge per Dienstgradabzeichen unterschieden haben. Ob es sowas aber auch in den Offiziers-Rängen gab, weiss ich nicht.

    Wenn Du das nicht mehr auftreiben kannst, kann ich das bei Gelegenheit auch mal teilweise einscannen und mailen.

    Viele Grüsse,

    Michael

    • Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
      Re: Buchempfehlung

      Hi Michael,

      danke für die Empfehlung.. werd mal sehen ob ich das Huch auftreiben kann. Ich würde Dich bitten wenn es in diesem Buch Bilder zu den Dienstgradunterscheidungen geben sollte die zu scannen. Eh ich das Buch hab muss mein Vortrag fertig sein..:-)...

      Wäre Dir da sehr dankbar...

      Gruss aus Berlin

      Robby

  2. Antwort von nach 9 Stunden 2 hilfreich
    Re: römische Soldatenränge

    Hallo !

    Sehr kompliziert!!

    Dux Oberbefehlshaber

    Er konnte verschiedene Ämter bekleiden, nämlich: Diktator, Konsul, Prokonsul, Prätor, Reiteroberst oder sonst ein magistratus cum imperio sein.
    Die Bezeichnung dux war also kein Dienstgrad, sondern eine Dienststellung.
    Das Wort Imperator war nur ein Titel. Der siegreiche Oberbefehlshaber wurde von seinen Soldaten zum Imperator ausgerufen und vom Senat begrüßt.

    Im Offiziersrang standen : legati, tribuni militum, praefecti sowie der quaestor als Verwalter der Kriegskasse.

    Die Legion wurde kommandiert von einem in der Schule des Feldherrn herangebildeten Offizier, dem legatus (Gesandter vom Senat) der, je nach dem, wem er untergeordnet war., als legatus pro praetore oder legatus pro consule bezeichnet wurde.
    Während die sechs tribuni militum consulari potestate als alte Tribus-Vorsteher in den Jahren 444-366 v. Chr. noch politische u n d militärische Befugnisse hatten, sind die späteren tribuni militum, von denen es sechs bei jeder Legion gab, nur noch militärische Führer im Range von Stabsoffizieren. Ebenso wie die legati und praefecti waren die tribuni militum keine Berufsoffiziere, sondern bekleideten ihre Stellung für ein Jahr oder länger im Laufe ihres cursus honorum.
    Die praefecti (Vorgesetzten) gliederten sich in der Hauptsache in den praefectus fabrum als Pionier- und den praefectus equitum als Kavalleriekommandeur.

    Berufsoffiziere waren die aus dem Mannschaftsrang emporgestiegenen centuriones. In älterer Zeit begann ihre Beförderungslaufbahn bei den hastati. Der centurio führte der Reihe nach die zweite centuria des 10., 9. bis 1. Manipels, dann wieder, im 10. Manipel beginnend, die erste centuria.
    Dieselbe Rangfolge gab es bei den principes, schließlich bei den trianrii. Der oberste centurio war also der Führer der ersten centuria des 1. Manipels der triarii, centurio primi pili, daher primipilus bzw princeps (bei den principes) und primus hastatus (bei den hastati) genannt.
    Seit Marius wurde der centurio innerhalb der cohors mit ihren 3 manipuli befördert. Beginnend mit der 6. centuria der 10. cohors stieg er über die centuriae der 9., dann der 8. cohors und so fort bis zu den centuriae der 1. cohors, deren centuriones als primi ordines bezeichnet wurden.

    Bei den Mannschaften wurde der Ausgehobene (conscriptus) Rekrut (tiro) und in den Waffen ausgebildet (armis exerceri), später besichtigt (probare). Bei seiner Ausbildung spielte der Weinrebenstock (vitis), den der centurio führte, eine große Rolle. Wenn er den Fahneneid (sacramentum) geschworen hatte, galt er als miles legionarius. Nach längerer Dienstzeit wurde er veteranus. Die tüchtigsten veterani wurden nach Ende der Dienstzeit aufgefordert (evocati) gegen doppelten Sold weiter in der cohors praetoria zu dienen.

    Grüße max

  3. Antwort von nach 11 Tagen 0 hilfreich
    Attila war auch römischer General

    Kleine Randbemerkung zu römischen Offizieren:

    Habt Ihr gewußt, daß der Großkönig der Hunnen von Ostrom (Kaiser Arcadius in Konstantinopel) nicht nur Tribut in Höhe von Generals-Jahresgehältern bekam, sondern in Westroman (Kaiser Honorius in Ravenna) sogar den Rang eines Heeresgenerals (Magister militum) bekleidete? Und daß er ein Vierteljahrhundert "Dutzfreund" des späteren weströmischen Oberbefehlshabers Aetius war - auch wenn die beiden dann auf den katalaunischen Feldern (unentschieden!) gegeneinander kämpften...

    Noch eine Anmerkung: Auch Armringe waren Dienstgradabzeichen.

    MfG
    TRPM

    • Antwort von nach 12 Tagen 1 hilfreich
      Re: Attila war auch römischer General

      Hallo !

      Wo ist da die Sensation?

      Es war schon immer üblich, daß sich Bekannte, Brüder, Verwandte auf den Schlachtfeldern gegenüberstehen.
      Zuletzt wäre es so weit gekommen, wenn es einen militärischen Konflikt zwischen dem Westen und dem Osten gekommen wäre. Deutsche hätten gegen Deutsche gekämpft, auch Brüder gegen Brüder.
      Jeder, der bei der Bundeswehr war, zu der Zeit, kann bestätigen, daß sich Vorgesetzte sogar damit rühmten, auch ihren eigenen Bruder in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Wenn es dazu käme!

      Germanen waren immer überall, auf jeder Seite. Als Arminius die Römer schlug, war seine Familie ganz und gar nicht damit einverstanden. Arminius wurde dann auch von seiner eigenen Familie erschlagen. Sein Schwiegervater Segestes lieferte seine Tochter Thusnelda, also die Frau von Arminius, an die Römer als Geisel aus. Mit kleinem Sohn von Arminius, also Enkel. Dieser kam dann als Erwachsener zurück (röm. Offizier) brachte aber nichts zustande.

      Schon immer wurde Tribut bezahlt, hin und her. Schon immer wurden Kinder anderer Fürsten als "Geiseln" anderer Fürsten an fremde Höfe gegeben und dort erzogen. Als"Geiseln" deshalb : "Hab ich Deine Kinder, greifst Du mich nicht an!".

      Heerführer, Offiziere wechselten noch unter Friedrich dem Großen manchmal wöchentlich ihren Dienstherrn. Kämpften heute gegen die Leute, mit denen sie gestern gegen den anderen gekämpft hatten.
      Wenn ein preußischer Offizier in Ungnade fiel ging er nach Österreich oder Rußland. Dort wurde er fast immer sofort wieder eingestellt. Kam manchmal über wechselnde Fronten und Konstellationen wieder zurück, wurde begnadigt oder floh zur nächsten Armee.

      Sich über diese europäische Geschichte noch wundern!!!

      Und das Meiste war wohl anders, als wir es heute glauben zu wissen!!

      Grüße Max

      • Antwort von nach 17 Tagen 0 hilfreich
        Atila versus Attila? Verblüffend!

        Hallo, Freunde der Geschichte!
        "Attila" = nichts weiter als "Väterchen".
        Ich fand das jedenfalls gleichermaßen offensichtlich wie verblüffend, den bei "Etzel" denkt man ja nix böses, eingli.
        Aber schon "KEMAL ATATÜRK" = "Vater der Türken" hätte mich schon längst stutzig machen sollen.
        Und das typisch russisch/slawische "Gevattere", Väterchen Wodka usw.
        Und die Verkleinerungsform "-ila/ilo" ist ja ziemlich `häufi´.
        Allein schon Remus und Romulus, das "Römerlein".

        "Remus und Romulus" ????
        Kann man das vielleicht als "König" und "Königlein" deuten?
        Denn auch Vercingetorix ist ja "nur" ein `Rex´.
        Genauso wie Astérix und Obelisk.
        Dabei hatte ich zunächst angenommen, dies wäre nur eine literarische Verdrehung von `astérisk´ (Sternchen) und Obélisk.

        Vor allem aber neugierig bin ich eben auf eine Deutung
        der Namen "Remus und Romulus". ABER BITTE KEINE SCHLAUEN LINKS!
        Wers nicht selbst weiß, sollte auch nicht damit angeben, daß er/sie einen/eine kennt!

        moin, manni

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