Ich habe eine geschichtliche Frage. Was passierte eigendlich mit den Bewohnern der Gebiete, die Deutschland nach dem I. WK abgeben mußte (z.B. die ehemaligen Ostgebiete) ? Mußten alle ehemaligen Deutschen in das verkleinerte Deutschland auswandern, was passierte mit denjenigen die dort blieben, bekamen diese die polnische Staatsbürgerschaft??
eine sehr interessante Frage. Was die Minderheitenpolitik der Polen in den geraubten Gebieten anbelangt, halte ich mich (vorerst) aus der Diskussion heraus und möchte nur einen Nebenaspekt benennen.
Die deutsche Besatzung des chinesischen Tsingtau kam gleich zu Beginn des 1. Weltkrieges geschlossen in japanische Gefangenschaft und wurde in einem großen Konzentrationslager namens Bando im Westen der kleinsten jap. Hauptinsel Shikoku, interniert.
Sowohl die Lagerzeitung, in deren Sammelband ich mal schmökern durfte, als auch spätere Erinnerungen von Zeitzeugen sehen diese Zeit in Bando recht idyllisch. Die meisten Gefangenen konnten ihrem Zivilberuf nachgehen, und es waren genügend viele, so daß eine Art deutsche Kleinstadt entstand. Die Einheimischen verhielten sich ausgesprochen freundlich zu den deutschen Gefangenen, von denen schließlich etliche nach Kriegsende in Japan blieben - es sind berühmte Persönlichkeiten darunter mit großen Verdiensten um die deutsch-japanische Freundschaft.
Polnische Staatsbürgerschaft??
Es ging hier um Personen deutscher Nationalität, die in ganz Osteuropa verstreut waren. Z.B. in Rußland die Wolgadeutschen, im Baltikum, in Polen auch, in Königsberg, Deutsche in St. Petersburg usw, usw.
Das Thema hier mal kurz zu beantworten ist sehr schwierig. Geregelt wurde alles durch den Versailler Vertrag.
Polnische Staatsbürgerschaft??
Es ging hier um Personen deutscher Nationalität, die in ganz
Osteuropa verstreut waren. Z.B. in Rußland die Wolgadeutschen,
im Baltikum, in Polen auch, in Königsberg, Deutsche in St.
Petersburg usw, usw.
Das Thema hier mal kurz zu beantworten ist sehr schwierig.
Geregelt wurde alles durch den Versailler Vertrag.
Königsberg ist bis zum Ende des 2. Weltkrieg Teil des deutschen Reiches geblieben. Vielleicht meinst Du den polnischen Korridor durch Ostpreussen.
Nein, ich meinte den Nordteil von Ostpreußen. Die entmilitarisierte Zone. Dort lag Königsberg.
Der Südteil von Ostpreußen blieb durch Volksabstimmung deutsch.
gruß max
Königsberg oder Danzig???
Hi max
Also Königsberg war nach dem 1 WK Deutsch.
Steht zumindest so in meinem Geschichtsatlas.
Der Problemfall war Danzig, das zur Freien Stadt erklärt wurde.
und natürlich westpreussen und Oberschlesien, die an das aus Teilen Österreich Ungarns, Russlands und Deutscjlands, wieder gebildeten Polen fielen. Übrigens alles Teile mit einer Polnischen Bevölkerungsmehrheit…
Gruß
Mike
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Ich habe nicht behauptet, dass Königsberg nicht mehr deutsch war, sondern es sollte lt. VV entmilitarisiert werden, während Süd-Ostpreußen normaldeutsh blieb. Oder wie man das nennen will.
… doch die Vertreibung aus den von Deutschland abgetrennten Teilen. Es gab aber keine Vertreibung aus Königsberg, da es bis zum WK2 zum Deutschen Reich zählte.
Nein, Ausgangspunkt war nicht die Vertreibung!
Ausgangspunkt war die Frage, wo sie blieben, wenn sie das Land verließen.
Und ich habe Königsberg nur mit aufgezählt, als Region, welche nicht mehr Deutschland unterstand. Zumindest lt. VV die Nordregion von Ostpreußen und damit auch Königsberg.
gruß Max
Nein, Ausgangspunkt war nicht die Vertreibung!
Ausgangspunkt war die Frage, wo sie blieben, wenn sie das Land
verließen.
Und ich habe Königsberg nur mit aufgezählt, als Region, welche
nicht mehr Deutschland unterstand.
Hi Max
Aber natürlich unterstand Königsberg Deutschland… es war niemals besetzt oder so.
Eine Entmilitarisierung bedeutet nur eine Einschränkung der souveränität uber dieses Gebiet.
(So war z.B. das westliche Ruhrgebiet entmilitarisiert, aber dennoch deutscher Souveränität unterstellt.)
größtenteils blieben die Deutschen in den an Polen abgetretenen Gebieten und blieben Deutsche. Mit dem vormaligen friedlichen Zusammenleben zwischen Deutschen und Polen war es aber vorbei.
Die Deutschen wurden diskriminiert, drangsaliert und enteignet; auch kam es wiederholt zu Pogromen gegen Deutsche, welche vielfach mit entmenschter Grausamkeit begangen wurden. Bei dem letzten dieser Pogrome starben etliche tausend Deutsche, oft auf besonders qualvolle Weise.
(So war z.B. das westliche Ruhrgebiet entmilitarisiert, aber
dennoch deutscher Souveränität unterstellt.)
Eben nicht!
Auszug aus dem V.V.
Die Verwaltung des Saargebiets und Besetzung der linksrheinischen deutschen Länder, einschließlich der Brückenköpfe Kehl, Mainz, Koblenz und Köln (1923 - 1925) auch des Ruhrgebiets), auf 15 Jahre durch Truppen der Alliierten bei gleichzeitiger Entmilitarisierung einer bis auf 50 km ostwärts des Rheins sich erstreckenden Zone.
VERWALTUNG DES BESETZTEN GEBIETES DURCH DIE ALLIIERTE RHEINLANDKOMMISSION.
Die Kosten dieser Besatzung trägt Deutschland.
(So war z.B. das westliche Ruhrgebiet entmilitarisiert, aber
dennoch deutscher Souveränität unterstellt.)
Eben nicht!
Eben schon!
Auszug aus dem V.V.
Die Verwaltung des Saargebiets und Besetzung der
linksrheinischen (SIC!!!)deutschen
Länder, einschließlich der
Brückenköpfe Kehl, Mainz, Koblenz und Köln (1923 - 1925) auch
des Ruhrgebiets), auf 15 Jahre durch Truppen der Alliierten
bei gleichzeitiger Entmilitarisierung einer bis auf 50 km
ostwärts des Rheins sich erstreckenden Zone.
VERWALTUNG DES BESETZTEN SICGEBIETES
DURCH DIE ALLIIERTE
RHEINLANDKOMMISSION.