Menschenrechte bei Besieldung Amerikas

Ich habe ein Referat über „Welche Bedeutung haben die Menschenrechte für die Entstehung und Besiedlung der USA“ zu schreiben. Wer kann mir dabei helfen, hat Informationen darüber oder wer weiß, wo ich welche finden kann?
MFG Volker

Vielleicht als Antwort nicht produktiv aber…
Hi Volker,

eigentlich brauchst Du nur zu schreiben, daß die Entstehung der USA und die sog. „Menschenrechte“ ein Widerspruch in sich sind. Das dürfte so ziemlich passen…
Sorry, aber…konnte ich mir nicht verkneifen…

Hugin

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Hallo Hugin!

eigentlich brauchst Du nur zu schreiben,
daß die Entstehung der USA und die sog.
„Menschenrechte“ ein Widerspruch in sich
sind. Das dürfte so ziemlich passen…
Sorry, aber…konnte ich mir nicht
verkneifen…

Hugin

Wie kommst du zu dieser Auffassung - rein interessehalber?

Die USA sind bekanntlich im Jahre 1776 entstanden. Welchen Inhalt hatte damals der Begriff „Menschenrechte“ - sofern dieser Begriff in jener Zeit überhaupt allgemein benutzt wurde. Okay, es gab erste Ansätze bei Erasmus von Rotterdam, bei Rousseau und Descartes. Aber kein Staat Mitte des 18.Jahrhunderts (ausgehender Absolutismus) kannte verfassungsrechtlich garantierte „Menschenrechte“ - gewisse Teile der englischen Legislative mal ausgenommen (siehe „habeas corpus“).

Kannst du deine Meinung irgendwie erläutern?

Wie kommst du zu dieser Auffassung - rein
interessehalber?

Die USA sind bekanntlich im Jahre 1776
entstanden. Welchen Inhalt hatte damals
der Begriff „Menschenrechte“ - sofern
dieser Begriff in jener Zeit überhaupt
allgemein benutzt wurde. Okay, es gab
erste Ansätze bei Erasmus von Rotterdam,
bei Rousseau und Descartes. Aber kein
Staat Mitte des 18.Jahrhunderts
(ausgehender Absolutismus) kannte
verfassungsrechtlich garantierte
„Menschenrechte“ - gewisse Teile der
englischen Legislative mal ausgenommen
(siehe „habeas corpus“).

Kannst du deine Meinung irgendwie
erläutern?

Du fragst den Falschen - ICH habe thematisch die Menschenrechte und die Besiedelung ( Entstehung ) der USA NICHT versucht, in Einklang zu bringen. Dürfte auch schlichtweg unmöglich sein.
Aber da mußt Du schon den Fragensteller bemühen…

Hugin

Du fragst den Falschen - ICH habe
thematisch die Menschenrechte und die
Besiedelung ( Entstehung ) der USA NICHT
versucht, in Einklang zu bringen. Dürfte
auch schlichtweg unmöglich sein.
Aber da mußt Du schon den Fragensteller
bemühen…

Hugin

Wie bitte? Ich frage den Falschen?

Du hast doch folgendes behauptet:

>eigentlich brauchst Du nur zu schreiben, daß die Entstehung der USA und die sog. „Menschenrechte“ ein Widerspruch in sich sind. Das dürfte so ziemlich passen…

Hallo Hugin!

eigentlich brauchst Du nur zu schreiben,
daß die Entstehung der USA und die sog.
„Menschenrechte“ ein Widerspruch in sich
sind. Das dürfte so ziemlich passen…
Sorry, aber…konnte ich mir nicht
verkneifen…

Hugin

Wie kommst du zu dieser Auffassung - rein
interessehalber?

Die USA sind bekanntlich im Jahre 1776
entstanden…

Wenn der Hugin nicht will: Die grosse Besiedlung, der Treck nach Westen,…Cowboys versus Prairie-Indianer fand alles gr"osstenteils nach 1850 statt, d.h. auch die massenhafte Zwangsumsiedlung der Ureinwohner, die Verbrechen an der Grenze, die willentliche Vernichtung des Lebensraumes dieser Leute, das systematische Brechen von Vertr"agen…

Im S"uden nicht besser, das Land dort wurde mit Sklavenarbeit erschlossen, die volle rechtliche Gleichstellung der Afro-Amerikaner erfolgte wohl auch erst Mitte dieses Jahrhunderts. Und als da noch Indianer wohnten, war eine Methode zur Entv"olkerung die willentliche Verbreitung der Pocken.

MfG Lutz

Wie bitte? Ich frage den Falschen?

Du hast doch folgendes behauptet:

>eigentlich brauchst Du nur zu
schreiben, daß die Entstehung der USA und
die sog. „Menschenrechte“ ein Widerspruch
in sich sind. Das dürfte so ziemlich
passen…

Wenn der Hugin nicht will: Die grosse
Besiedlung, der Treck nach
Westen,…Cowboys versus Prairie-Indianer
fand alles gr"osstenteils nach 1850
statt, d.h. auch die massenhafte
Zwangsumsiedlung der Ureinwohner, die
Verbrechen an der Grenze, die
willentliche Vernichtung des Lebensraumes
dieser Leute, das systematische Brechen
von Vertr"agen…

Och nö … da hast du wohl zuviele Wild-West-Filme geguckt. Es waren *nicht* die Cowboys, die die Indianer ausgerottet haben, sondern das Militär.

Dann passierte das Ganze auch bereits seit Anfang des 17.Jahrhundert (d.h. so etwa ab 1630 / 1650 ). Später kam es während des Franko-Britischen Krieges im Nordosten der heutigen USA zu ganzen Ausrottungen der Indianer gegenseitig bzw. durch die jeweiligen Kolonialmächte.

Das Thema „Menschenrechte“ wurde erstmalig (sic!) in der Verfassung der USA als Staats- bzw. Bürgerrecht festgehalten. Die Verfassung der USA war ein Hauptideengeber für die Ideale der Französischen Revolution, die meist irrtümlicherweise für die erste Manifestation der Menschenrechte gehalten wird. Unser Grundgesetz wäre damit quasi ein Enkel der amerikanischen Verfassung.

Im S"uden nicht besser, das Land dort
wurde mit Sklavenarbeit erschlossen, die
volle rechtliche Gleichstellung der
Afro-Amerikaner erfolgte wohl auch erst
Mitte dieses Jahrhunderts. Und als da
noch Indianer wohnten, war eine Methode
zur Entv"olkerung die willentliche
Verbreitung der Pocken.

Die Gleichstellung der Afro-Amerikaner und der Native Americans ist bis heute *nicht* vollzogen! Die Native Americans leben bis heute in Reservaten - was einem Kriegsgefangenenstatus gleichkommt.

Ganz abgesehen davon: wir „Deutsche“ haben auch fröhlich andere Völker abgeschlachtet, um Land in Besitz zu nehmen. Zwischen Elbe und Oder lebten mal ganz andere Völker, die kurzerhand ausgerottet wurden (in der Lausitz gibt es noch ein paar Reste). Der Deutschritterorden hat das halbe Baltikum entvölkert, Preußen hat sich mehrfach an der polnischen Teilung gütlich getan, von den deutschen Eroberungskriegen des 20.Jahrhunderts nicht zu reden.

Und was mit den ethnischen Minderheiten auf unserem Staatsgebiet? Wie integrieren wir in Deutschland geborene und aufgewachsene Mitmenschen, die zu einem anderen Volk gehören? In den USA sind es Sioux und Cheyenne, bei uns sind es Türken, Albaner, Kurden.

Dann mußt Du Dich das nächste Mal klarer
ausdrücken…

Aha - eine Frage: „könntest du deine Meinung ein wenig ausführen“ ist für dich unklar.

Das ist ein Widerspruch in sich weil die
USA sich schlicht auf Mord und Totschlag
gründen. Die Cheyenne, Sioux und einige
andere können da gewiss ein Lied von
singen…

Hugin

Klar können die davon ein Lied singen. Bei uns sind es die Polen, die Balten und andere slawische Völker.

Im der Zeit von 1773 bis 1783 dürften die Amerikaner kaum Sioux und Cheyennes getötet haben - die waren damals weit, weit weg.

In welchen Zusammenhang siehst du die Kriege gegen die Sioux und Cheyennes mit dem Verfassen der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung? Denn da liegen ungefähr 100 Jahre dazwischen! Ist mir nicht klar, wie sich zukünftige Ereignisse auf ein staatsrechtlich relevantes Dokument auswirken können. Das wäre ungefähr so, als wäre die Emser Depesche unter Einwirkung der Gespräche von Adenauer und de Gaulle entstanden. Oder was hältst du davon?

Och nö … da hast du wohl zuviele
Wild-West-Filme geguckt. Es waren *nicht*
die Cowboys, die die Indianer ausgerottet
haben, sondern das Militär.

wohl wahr.

Dann passierte das Ganze auch bereits
seit Anfang des 17.Jahrhundert (d.h. so
etwa ab 1630 / 1650 ). Später kam es
während des Franko-Britischen Krieges im
Nordosten der heutigen USA zu ganzen
Ausrottungen der Indianer gegenseitig
bzw. durch die jeweiligen Kolonialmächte.

…und das gegenseitige abschlachten der indianer nahm ganz neue formen an.

Das Thema „Menschenrechte“ wurde
erstmalig (sic!) in der Verfassung der
USA als Staats- bzw. Bürgerrecht
festgehalten. Die Verfassung der USA war
ein Hauptideengeber für die Ideale der
Französischen Revolution, die meist
irrtümlicherweise für die erste
Manifestation der Menschenrechte gehalten
wird. Unser Grundgesetz wäre damit quasi
ein Enkel der amerikanischen Verfassung.

och naja. man war sich zwar einig, dass alle menschen gleich geboren sind, aber sklaven und indianer waren ja schon mal keine menschen. und arme leute hatten trotzdem nichts zu melden.
da habn die franzosen dann dochmehr draus gemacht danach.

Die Gleichstellung der Afro-Amerikaner
und der Native Americans ist bis heute
*nicht* vollzogen! Die Native Americans
leben bis heute in Reservaten - was einem
Kriegsgefangenenstatus gleichkommt.

ja.

Ganz abgesehen davon: wir „Deutsche“
haben auch fröhlich andere Völker
abgeschlachtet, um Land in Besitz zu
nehmen.

das weiss der hugin, aber das ist ihm nicht ganz so wichtig…

Zwischen Elbe und Oder lebten mal
ganz andere Völker, die kurzerhand
ausgerottet wurden (in der Lausitz gibt
es noch ein paar Reste). Der
Deutschritterorden hat das halbe Baltikum
entvölkert, Preußen hat sich mehrfach an
der polnischen Teilung gütlich getan, von
den deutschen Eroberungskriegen des
20.Jahrhunderts nicht zu reden.

Und was mit den ethnischen Minderheiten
auf unserem Staatsgebiet? Wie integrieren
wir in Deutschland geborene und
aufgewachsene Mitmenschen, die zu einem
anderen Volk gehören? In den USA sind es
Sioux und Cheyenne, bei uns sind es
Türken, Albaner, Kurden.

ok, das is aber was anderes. in dem falle waren erst die indianer und dann die europäer/amerikaner. und bei uns waren erst die wer auch immer, dann die deutschen und dann kamen die anderen.
was ich damit sagen wollte, ist, dass die indianer den status von besiegten haben, während die „ausländer“ bei uns einfach dazugekommen sind.
aber egal, gleich gestellt sollten sie trotzdem alle sein.

och naja. man war sich zwar einig, dass
alle menschen gleich geboren sind, aber
sklaven und indianer waren ja schon mal
keine menschen. und arme leute hatten
trotzdem nichts zu melden.
da habn die franzosen dann dochmehr draus
gemacht danach.

Die Franzosen haben sich auch ganz fröhlich gegenseitig abgschlachtet - von ihrem Auftreten in den eroberten Gebieten ganz zu schweigen (siehe Dokumente über das linksrheinische Gebiet von 1798 bis 1813).

Was mir auch immer merkwürdig vorkommt: es wird - mit Recht! - auf die Vernichtung der Indianer durch das US-Militär hingewiesen, wenn man Amerikanern was unter die Nase reiben will. Hast du schon mal in Spanien Urlaub gemacht und einem Spanier vorgehalten, sein Volk sei dafür verantwortlich, daß in weniger als 50 Jahren etwa 20 - 25 Millionen Menschen ermordet wurden? Ganz Lateinamerika - Festland und Karibik - wurde von plattgemacht. Kümmert das heute noch jemanden so sehr, daß darüber Diskussionen über „Menschenrechte und Spanien“ geführt werden?

Die Franzosen haben sich auch ganz
fröhlich gegenseitig abgschlachtet - von
ihrem Auftreten in den eroberten Gebieten
ganz zu schweigen (siehe Dokumente über
das linksrheinische Gebiet von 1798 bis
1813).

normal. die franzosen waren schon immer schnell für revolutionen zu begeistern… und naja, revolutionen sind meistens blutig.
dass im krieg alle nationen dreck am stecken hatten und haben ist wohl kaum anzuzweifeln.

Was mir auch immer merkwürdig vorkommt:
es wird - mit Recht! - auf die
Vernichtung der Indianer durch das
US-Militär hingewiesen, wenn man
Amerikanern was unter die Nase reiben
will. Hast du schon mal in Spanien Urlaub
gemacht und einem Spanier vorgehalten,
sein Volk sei dafür verantwortlich, daß
in weniger als 50 Jahren etwa 20 - 25
Millionen Menschen ermordet wurden? Ganz
Lateinamerika - Festland und Karibik -
wurde von plattgemacht. Kümmert das heute
noch jemanden so sehr, daß darüber
Diskussionen über „Menschenrechte und
Spanien“ geführt werden?

naja, der unterschied ist ganz einfach, dass die spanier sich nicht als „mutterland der dmeokratie und menschenrechte“ sehen und der ganzen welt versuchen, ihre werte und kultur aufzudrücken.
wer die klappe soweit aufreisst wie die amerikaner, und so feste austeilt, der muss auch einstecken können und eigene fehler eingestehen.
genau das tun die aber nicht.
das ist ein ziemlich deutsches phänomen.
zumindest was das verhältnis deutschland-„die juden“ angeht. (das war jetzt sehr blöd formuliert, aber ich kanns nicht besser.)

bis dann

Wenn der Hugin nicht will:

Und ob der will *grins* - ist halt immer auch nur 'ne Zeitfrage, Kinnersch…:smile:))

Och nö … da hast du wohl zuviele
Wild-West-Filme geguckt. Es waren *nicht*
die Cowboys, die die Indianer ausgerottet
haben, sondern das Militär.

( Fast ) d’accord - aber nicht ganz: da waren ebenfalls Zivilpersonen munter dran beteiligt. Übrigens wurde die schöne Sitte des Skalpierens von den Weissen erfunden - als Nachweis für auzuzahlendes Kopfgeld für tote Indianer…

Dann passierte das Ganze auch bereits
seit Anfang des 17.Jahrhundert (d.h. so
etwa ab 1630 / 1650 ). Später kam es
während des Franko-Britischen Krieges im
Nordosten der heutigen USA zu ganzen
Ausrottungen der Indianer gegenseitig
bzw. durch die jeweiligen Kolonialmächte.

…und im verganganen Jahrhundert, also wiet nach ihrer Proklamation der wunderbaren Menschenrechten, haben die Amis munter weitergemacht. Wounded Knee etc. lassen grüßen - und auf Menschenrechte wurde gepfiffen…ach ja: und asl sie damit fertig waren ging’s auf den Phillipinen fröhlich weiter. Und - frei nach den Menschenrechten natürlich - mit 640.000 Ziviltoten, wahrscheinlich nur Kollateralschäden, oder???

Das Thema „Menschenrechte“ wurde
erstmalig (sic!) in der Verfassung der
USA als Staats- bzw. Bürgerrecht
festgehalten.

Nur dran gehalten haben sie sich danach leider nicht…

Die Verfassung der USA war

ein Hauptideengeber für die Ideale der
Französischen Revolution, die meist
irrtümlicherweise für die erste
Manifestation der Menschenrechte gehalten
wird.

Und weil die Franzosen Witzbolde sind haben sie den Amis als Dankeschön die Freiheitsstatue geschenkt: die ist nämlich innen hohl…*grins*…

Unser Grundgesetz wäre damit quasi
ein Enkel der amerikanischen Verfassung.

Und wird entsprechend auch immer munter malträtiert…

Die Gleichstellung der Afro-Amerikaner
und der Native Americans ist bis heute
*nicht* vollzogen! Die Native Americans
leben bis heute in Reservaten - was einem
Kriegsgefangenenstatus gleichkommt.

Ein weiterer Beweis für „gelebte“ Menschenrechte in den USA…

Ganz abgesehen davon: wir „Deutsche“
haben auch fröhlich andere Völker
abgeschlachtet, um Land in Besitz zu
nehmen. Zwischen Elbe und Oder lebten mal
ganz andere Völker, die kurzerhand
ausgerottet wurden (in der Lausitz gibt
es noch ein paar Reste). Der
Deutschritterorden hat das halbe Baltikum
entvölkert,

Wollen wir nicht noch gleich die Römer mit einbeziehen?? Und der 30-jährige Krieg war auch ganz munter, danach war Deutschland zu 3/4 entvölkert…von Schweden, Spanieren, Franzosen, Tschechen, Engländern und und und…
Lass’ uns doch bitte da aufsetzen, wo denn die Frage ansetzte…

Preußen hat sich mehrfach an
der polnischen Teilung gütlich getan,

zusammen mit Russen etc. - übrigens hatte Preußen auch nicht die Menschenrechte proklamiert…

von
den deutschen Eroberungskriegen des
20.Jahrhunderts nicht zu reden.

Darüber kann man sehr geteilter Meinung sein, min Jong…aber das wollen wie hier nicht weiter auschnmücken, gell??
Ach ja: das Britische Empire ist ganz bestimmt auch nur vom Himmel gefallen, gell??

Und was mit den ethnischen Minderheiten
auf unserem Staatsgebiet? Wie integrieren
wir in Deutschland geborene und
aufgewachsene Mitmenschen, die zu einem
anderen Volk gehören?

Na ich weiß nicht was Du willst: das Einbürgerungsgesetz hierzulande ist just soeben ganz massiv geändert worden und erleichtert den Prozess kolossal. Dagegen sind die Amis ( siehe Grenze zu Mexiko etc. ) geradezu rigide…

Hugin

:smile:))

Ganz abgesehen davon: wir „Deutsche“
haben auch fröhlich andere Völker
abgeschlachtet, um Land in Besitz zu
nehmen.

das weiss der hugin, aber das ist ihm
nicht ganz so wichtig…

Tstststs *grins* klar waren wir auch keine Unschuldsengel, keine Frage, Lars!!
Aber hier ging’s um Proklamation von Menschenrechten etc., die dann von den Proklamieren flugs mit Füssen getreten wurden - und noch werden…
Da hatten wir leider keine „Aktien“ drin…

Ansonsten gut gebrüllt :smile:))

Hugin

Was mir auch immer merkwürdig vorkommt:
Hast du schon mal in Spanien Urlaub
gemacht und einem Spanier vorgehalten,
sein Volk sei dafür verantwortlich, daß
in weniger als 50 Jahren etwa 20 - 25
Millionen Menschen ermordet wurden? Ganz
Lateinamerika - Festland und Karibik -
wurde von plattgemacht. Kümmert das heute
noch jemanden so sehr, daß darüber
Diskussionen über „Menschenrechte und
Spanien“ geführt werden?

Siehste: dat ist genau der Punkt: bei ALLEN anderen wird stillschweigend über deren Blutbäder hinweggegangen - nur uns dummen Deutschen „hilft“ man - augenscheinlich bis an’s Ende aller Zeiten - kräftig beim „Bewältigen“. Von Bewältigung ist sonst nirgendwo auch nur eine Spur zu sehen…

Merkst Du was??

Hugin

dass im krieg alle nationen dreck am
stecken hatten und haben ist wohl kaum
anzuzweifeln.

Absolut d’accord!!

wer die klappe soweit aufreisst wie die
amerikaner, und so feste austeilt, der
muss auch einstecken können und eigene
fehler eingestehen.

*Freu*…ich hätt’s nicht schöner sagen können :wink:))

genau das tun die aber nicht.
das ist ein ziemlich deutsches phänomen.
zumindest was das verhältnis
deutschland-„die juden“ angeht. (das war
jetzt sehr blöd formuliert, aber ich
kanns nicht besser.)

Gar nicht blöd, Lars. Aber lass’ es mich noch anders formulieren: alle anderen sind die Guten - nur die Deutschen haben als einzige eine völlig unsühnbare Vergangenheit - völlig egal inwieweit die anderen massakrierten und abschlachteten was das Zeug hielt…und es teilweise immer noch fröhlich tun…
Und darum müssen wir ja auch bewältigen - und die anderen haben’s nicht nötig…

Ciao

Hugin

Klar können die davon ein Lied singen.
Bei uns sind es die Polen, die Balten und
andere slawische Völker.

Blödsinn - das Deutsche Reich in den Grenzen von 1914 - also bevor der ganze Sch… in Europa richtig hochging - hatte mit diesen Ländern recht wenig am Hut. Da frag’ mal eher bei den Russen nach…

Im der Zeit von 1773 bis 1783 dürften die
Amerikaner kaum Sioux und Cheyennes
getötet haben - die waren damals weit,
weit weg.

Nee - die waren noch nicht an der Reihe, erst kamen Huronen, Dakotas etc. dran…

In welchen Zusammenhang siehst du die
Kriege gegen die Sioux und Cheyennes mit
dem Verfassen der amerikanischen
Unabhängigkeitserklärung? Denn da liegen
ungefähr 100 Jahre dazwischen!

Der Zusammenhang ist der, das zwischen dem Verfassen und Proklamieren von Menschenrechten, und dem Sich-dran-halten da wohl ein himmelweiter Unterschied zu sein scheint…quod erat demonstrandum…
Papier ist halt geduldig…

Ist mir

nicht klar, wie sich zukünftige
Ereignisse auf ein staatsrechtlich
relevantes Dokument auswirken können. Das
wäre ungefähr so, als wäre die Emser
Depesche unter Einwirkung der Gespräche
von Adenauer und de Gaulle entstanden.
Oder was hältst du davon?

Vollendeter Schwachsinn, DAS halte ich davon…

Hugin

dass im krieg alle nationen dreck am
stecken hatten und haben ist wohl kaum
anzuzweifeln.

Absolut d’accord!!

wenn ich nur einen wunsch äußern darf: du darfst ja sagen, was du willst, aber bitte sage nie wieder in einer antwort an mich D’ACCORD… :wink:) ich HASSE dieses wort!!

wer die klappe soweit aufreisst wie die
amerikaner, und so feste austeilt, der
muss auch einstecken können und eigene
fehler eingestehen.

*Freu*…ich hätt’s nicht schöner sagen
können :wink:))

dankeschön.

genau das tun die aber nicht.
das ist ein ziemlich deutsches phänomen.
zumindest was das verhältnis
deutschland-„die juden“ angeht. (das war
jetzt sehr blöd formuliert, aber ich
kanns nicht besser.)

Gar nicht blöd, Lars. Aber lass’ es mich
noch anders formulieren: alle anderen
sind die Guten - nur die Deutschen haben
als einzige eine völlig unsühnbare
Vergangenheit - völlig egal inwieweit die
anderen massakrierten und abschlachteten
was das Zeug hielt…und es teilweise
immer noch fröhlich tun…
Und darum müssen wir ja auch bewältigen -
und die anderen haben’s nicht nötig…

ich glaub, was uns beide unterscheidet in diesem falle, ist, dass ich es gut finde, dass wir uns kritisch mit unserer vergangenheit auseinandersetzen und du -zumindest was ich bis jetzt so von dir gelesen habe- siehst das eben so, dass wir auch damit aufhören sollten, weils die andern auch nicht tun.

bis dann

wenn ich nur einen wunsch äußern darf: du
darfst ja sagen, was du willst, aber
bitte sage nie wieder in einer antwort an
mich D’ACCORD… :wink:) ich HASSE dieses
wort!!

Ohaoha *grins*…da hab’ ich aber in die Torte gehauen :smile:) Ich werd’s mir merken und diese Wunde bei Dir nicht mehr berühren :smile:))

*Freu*…ich hätt’s nicht schöner sagen
können :wink:))

dankeschön.

Gern geschehen - dat kam von Herzen :smile:)

ich glaub, was uns beide unterscheidet in
diesem falle, ist, dass ich es gut finde,
dass wir uns kritisch mit unserer
vergangenheit auseinandersetzen und du
-zumindest was ich bis jetzt so von dir
gelesen habe- siehst das eben so, dass
wir auch damit aufhören sollten, weils
die andern auch nicht tun.

Nicht ganz - kritisch auseinandersetzen ist ja gut und schön, bestimmt auch nützlich. Aber irgendwann muß der Spass ja mal ein Ende haben - und was hier passiert, das ist eine wahre Bewältigungsindustrie aufzubauen, mea culpa ohne Ende ( natürlich helfen die anderen munter dabei mit ), und wir stempeln uns selber zu den Buhmännern der Weltgeschichte die allüberall noch was gutzumachen haben und Steuerzahlers Milliarden da hinenbuttern. Und der Rest der Welt lacht sich schief und krumm drüber, hält die Hand auf und die eigene wohl bekannte Vergangenheit ist völlig wurscht bzw. glorreich…
Ich sehe nun wirklich nicht ein, warum wir uns hier bis in alle Ewigkeit Asche auf’s Haupt streuen sollen
Dat kannet ja nich’ sein…

bis dann

Ciao!!

Hugin