Fachbegriff für indianischen Federkopfschmuck

Hallo, weiß jemand, wie sich der gigantische Federschmuck einiger Indianerhäuptlinge nennt?

Hallo, weiß jemand, wie sich der
gigantische Federschmuck einiger
Indianerhäuptlinge nennt?

Sali Gerhard
>BONNETTrailor

Federkopfschmuck der Indianer vieler
Stämme, der ursprünglich von den Stämmen
der Sioux getragen und später von andern
Stämmen übernommen wurde.

Ciao Tony !

Bitte nenn sie nicht „Sioux“, denn das ist
das Kürzel für den Ojibwe-Begriff
„Nadoweissiw“ und bedeutet soviel wie
„kleine Schlange oder Feind“. Niemand
bezeichnet sich selbst als Feind. Die
Präriestämme, die Du angesprochen hast,
nennen sich selber „Dakota bzw. Lakota“, was
soviel wie „Freund bzw. Verbündeter“ heißt.

Liebe Grüße Klaus

Federbandschleppen, die das Kopftuchband
beidseitig bis fast auf den Boden
fortsetzten.
Tony *voänete

Auf Englisch sagt man „war bonnet.“ Vielleicht weil „bonnet“ „die Haube“ heisst, was nur die weisen Frauen trugen - und immer noch tragen unter den deutschstaemmigen Amish. Aber das ist ein anderes Thema.

Bitte nenn sie nicht „Sioux“, denn das
ist
das Kürzel für den Ojibwe-Begriff
„Nadoweissiw“ und bedeutet soviel wie
„kleine Schlange oder Feind“. Niemand
bezeichnet sich selbst als Feind. Die
Präriestämme, die Du angesprochen hast,
nennen sich selber „Dakota bzw. Lakota“,
was
soviel wie „Freund bzw. Verbündeter“
heißt.

So was aehnlich ist oft der Fall unter Indianerstaemmen. Die Eskimos (heisst „menschenfresser“ auf irgendeiner Indianersprache) nennen sich Inuit, die Papagos wollen dass die Welt sie O’Odham nennen, usw.) Der historische Grund dafuer ist, die ersten Weissen fragten gewoehnlicherweise wie die naechste Indianergruppe, die weiter westlich wohnte, hiess. Benachbarte Indianer waren meistens befeindet, also waren die Namen, die die Weissen niederschrieben, unhoefliche Ausdruecke wie „Scheissnase“ oder eben „der Feind.“ Jeder Gruppe nannte sich aber so etwas wie „Menschen,“ „wahre Menschen,“ „wir sind Menschen,“ usw.

Aehnliche Denkweise sind natuerlich auch auf anderen Kontinenten zu finden. Die Vietnamesen nennen die Huegelvoelker „moi,“ was „wilde Leute“ oder so aehnlich bedeutet. Die Huegelvoelker aber nennen sich „Hmong“ (das Volk, oder so ung.) Und sogar in europaeischen Kulturen ist man nicht immer vollkomen davon ueberzeugt gewesen, dass die Nachbarn gerade ordentliche Menschen waren. Jim

Stimmt, da hast Du sicher recht, dass Nachbarn sich meist nur bedingt leiden können. So nebenbei, Eskimo heisst soviel wie Rohfleischfresser und das in der Sprache der Tlinget oder Tsimschian, wenn mich nicht alles täuscht. Auf jeden Fall waren bzw. sind das südliche NAchbarn der Inuit. Eben ein typischer Fall von „Nachbarschaftsliebe“, aber wie Du schon sagtest, das gibts öfters und vermutlich auch auf allen Kontinenten.

Liebe Grüße Klaus

:wink:

Irgendwann im Dunkel der Vergangenheit habe ich gelesen, dass „Eskimo“ „Menschenfresser“ heisst. Das wuerde Sinn machen, weil die Eskimos tatsaechlich wegen ihres historisch-schweren Lebensstyls ab und zu dazu gebracht werden mussten, ihre verhungerten Genossen zu essen. Wuerde man vermuten.

Aber ich habe nichts gefunden, weder im eigenen Regal noch im Internet, dass mir recht gibt. Aber dies von „The American Hertitage Book of Indians:“ "…Eskimo regard themselves as the race of Inuit, which is to say The People. (The name Eskimo may come from an Algonquian word meaning „raw-meat-eaters“ or then again from a term applied by early French missionaries meaning „the excommunicated“;…most of their Indian neighbors to the south speak of them by the usual Indian appelations for foreigners, some term or other meaning „snakes“ or „enemies“, the central Eskimo retaliated by call the Cree and Chipewyans south of them ‚itqilit‘, meaning „lousy.“

Interessant ist, dass diese Autoritaet das Wort „Eskimo“ dem Algonquins zusagt…und die sind am anderen Ende des Kontinents von den Tlingit, usw. Also, zu diesem Zeitpunkt kann wohl keiner mehr sagen, woher das kommt.

Ich habe auch Informationen gefunden, die zeigen, dass diejenigen, die total p.c. sein wollen, haben es noch schwieriger, als ich wenigstens vorher dachte:

In reference to one person, the word used is „Inuk.“ When referring to two people, you say „Inuuk.“ The word „Inuit“ is the correct term for three or more people.

Gruss, Jim

Interessant ist, dass diese Autoritaet
das Wort „Eskimo“ dem Algonquins
zusagt…und die sind am anderen Ende des
Kontinents von den Tlingit, usw

Wo hast Du denn das her? Algonquin-Gemeinschaften gibt es z.B. in den Kanadischen Bundesstaaten Quebec und British Columbia.

In reference to one person, the word used
is „Inuk.“ When referring to two people,
you say „Inuuk.“ The word „Inuit“ is the
correct term for three or more people.

Ja,ja, es gibt halt noch Sprachen, die den alten Dual in Ehren halten…

Gruß, Kubi

Interessant ist, dass diese Autoritaet
das Wort „Eskimo“ dem Algonquins
zusagt…und die sind am anderen Ende des
Kontinents von den Tlingit, usw

Wo hast Du denn das her?
Algonquin-Gemeinschaften gibt es z.B. in
den Kanadischen Bundesstaaten Quebec und
British Columbia.

Quebec ist eben das andere Ende des Kontinents von den Tlingits. Und das ist genau was ich sagen wollte, dass die Algonquins gar nicht in der naehe der Tlingits lebten - die waren wenigstens 1500 Meilen entfernt. Urspruenglich, wenigstens. Im nordosten Teil Nordamerikas waren fast ausschliesslich Indianer der Algonquin-gruppe (sogennant, weil ihre Sprachen verwandt waren.) zuhause, als die Europaer zuerst Besuch machten. Die Namen der Staemme sind viele und einige werden vielleicht vertraut vorkommen: Micmac, Massachuset, Narranganset, Delaware, Shawnee, Kickapoo, Miami, Piankashaw, Peoria, Illinois, Menominee, Winnebago, usw. Ihr Territorium dehnte sich von der atlantische Kueste von Quebec und Neu England im Osten bis zu ein wenig westlich von den Great Lakes, und nach dem Sueden bis zum Kentucky und Virginia. ( Die einzigen Ausnahmen, glaube ich, waren die Iroquois - mit den Algonquins nicht sprachlich verwandt und sogar verhaeltnismaessige Neusiedler. Die lebten in den Allegheny Gebirgen - und kaempften unaufhoerlich mit den verschiedenen Algonquin Gruppen um sich.) Aber ich weiss, nichts wie Zitate von Dritten-partei-experten. Also, ging ich zunaechst zum eigenen Buercherregal:

from “Pictorial History of the North American Indian”: Below the continent’s frozen northern tier are the vast flat steppes of northern Canada and central Alaska…To the west are the Athabaskans of central Alaska and the areas of northern Canada west of Hudson Bay. To the south and east of Hudson Bay are the Algonquian speaking peoples, who are related to those of the same linguistic groups living farther to the south, around the Great Lakes.

Und dann zum Internet:

*Algonquin (or Algonkin) Indians, North American Indian Tribe. Among the first with whom the French made an alliance, they were driven out of their territory along the St. Lawrence and Ottawa rivers by the Iroquois in the 17th and 18th centuries. Some united with the Ottawa Indians; a few remain in Ontario and Quebec. originally the name „Algonquin“ was applied only to the Weskarini of the Gatineau valley, but its application was widened to include other closely related tribes such as the Nipissing and Abitibi. The tribe gave its name to the Algonquian linguistic division.
http://www.kipawa.com/algonqui.htm

ALGONQUIN, North American Indian tribe of the Algonquian linguistic stock, dwelling originally in the vicinity of the Gatineau River, in what is now Québec Province. French explorers and colonizers in Canada, whom the Algonquins (or Algonkins) befriended, applied their name to various neighboring tribes. As a result of their alliance with the French, the Algonquins became involved in mortal struggle with the Iroquois. The warfare ended in complete victory for the latter, and by the middle of the 17th century the remnants of the Algonquin tribe had been dispersed westward. About 2000 Indians of Algonquin ancestry live in present-day Canada, mainly in Ontario and Québec.
http://www.fwkc.com/encyclopedia/low/articles/a/a001…

Jegliche Algonquins, die sich in British Columbia befinden, sind also nicht urspruenglich da gewesen, aber sind entweder vor 250 Jahre oder so in die generelle Richtung vertrieben worden oder sind moeglicherweise irgendwann spaeter mit dem Bus angekommen.

Gruss, Jim

— schnipp — schnipp — schnipp —

Algonquin-Gemeinschaften gibt es z.B. in
den Kanadischen Bundesstaaten Quebec und
British Columbia.

— schnipp — schnipp — schnipp —
Info:
Der Angonkin-Nationalpark liegt in Ontario.

— schnipp — schnipp — schnipp —
Im nordosten Teil

Nordamerikas waren fast ausschliesslich
Indianer der Algonquin-gruppe (sogennant,
weil ihre Sprachen verwandt waren.)
zuhause, als die Europaer zuerst Besuch
machten. Die Namen der Staemme sind
viele und einige werden vielleicht
vertraut vorkommen: Micmac, Massachuset,
Narranganset, Delaware, Shawnee,
Kickapoo, Miami, Piankashaw, Peoria,
Illinois, Menominee, Winnebago, usw.

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Das ist interessant.
In Deiner Aufzählung fehlen m. M. nach die Ottawa, Mohikaner, Schwarzfuss, … ,
aber wahrscheinlich gibt es noch weitere.

Verwundert bin ich über die Aussage,
die Winnebago oder besser Ho-Chunk gehören zu der Algonkin-familie.
Ist das richtig?
Bisher war ich der Meinung die Ho-Chunk. (Winnebago) leben zwar zwischen Algonquin-gruppen,
aber gehören sprachlich zu einem anderen Stamm.
Kannst Du Zusatzinformationen dazu geben?

Können wir die Zahlen mal vergleichen?
Zahlen in der Sprache der Ho-Chunk:
1 = hizakira
2 = nup
3 = tani
4 = jap
5 = saca
6 = hakewe

Hendrik
(Interessiert sich (Anfänger)
für Indianer in Midwest,
insbesondere Ho-Chunk (Winnebago))