Buchempfehlung gesucht

Hallo, liebe Wissenden,

ich suche ein Buch, dass die Geschichte Deutschlands und/oder Europas vom Jahr 0 bis ca. Ende des 19. Jahrhunderts erzählt, aber auf unterhaltsame und leicht verständliche Weise. Und möglichst ausführlich, also auch, wie die Menschen in den verschiedenen Zeiten gelebt haben etc.
Gibt es so etwas?

Gruß,
Delia

Hi Delia!

Sehr unterhaltsam ist von John Farman Eine schräge Geschichte der Welt. Ohne den lahmen Kram
Ist schnell und leicht zu lesen und aht nur hundert Seiten, aber keinen Anspruch auf irgendne wissenschftlichkeit. ISt im flapsigen Tonfall geschrieben. Aber ich vermute Du suchst etwas anspruchsvolleres, oder?

Gruß Meike

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Hej hej delia

Ich hatte als kind das buch „Gestern und die Zeit davor“ es is nicht allzuschwer geschrieben, aber beschreibt doch einigermassen genau und verständlich die geschichte des menschen, allerdings nicht von null bis jetzt, sondern eben wirklich von den anfängen an…

liebe grüsse Igel

Hi Delia,

versuch es mal mit „Geschichte des Deutschen Volkes“. Von den Anfängen bis zur Gegenwart von Jürgen Mirow. Casimir Katz Verlag.
ISBN: 3-925825-34-7 Buch anschauen
Das BUch ist mit rund 1300 Seiten zwar sehr umfangreich, aber auch gut gegliedert. Von den Germanen übber die Römer zum Mittelalter bis heute.

cu Norbert

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Hallo,

probiers mal mit

„Deutschland, Deutschland über alles“ von Joachim Fernau.

Keine Angst, trotz des Titels handelt es nicht von hochgerissenen rechten Armen sondern ist eine äusserst amüsant geschriebene Chronik der dt. Geschichte, die vor Allem auf die Pannen eingeht…

Habe viel gelacht.

Gruss
Peter

„Deutschland, Deutschland über alles“ von
Joachim Fernau.

Hätte ich jetzt auch empfohlen, denn das Teil ist wirklich spitze! Ich lese es eigentlich ca. alle 2-3 Jahre noch mal, weil es so schön ist. Wie gesagt- nicht vom Titel abschrecken lassen (ist aber auch peinlich, mit dem Buch z.B. in der Bahn „erwischt“ zu werden :wink:

Zu empfehlen ist von ihm auch „Halleluja“, wo er sich in ähnlicher (wenngleich wesentlich bissigerer) Art und Weise mit den USA auseinandersetzt.

HOFee

Joachim Fernau hat in ähnlicher Manier auch noch andere Bücher (z.B. über die Römer) geschrieben :smile: Sehr guter Tip!

Joachim Fernau hat in ähnlicher Manier
auch noch andere Bücher (z.B. über die
Römer) geschrieben :smile: Sehr guter Tip!

Hmmm, Fernau…
Halt ich persöhnlich für sehr problematisch. Der Mann hat -leider?- einen wirklich guten und lesbaren Stil. Ich hab ihn früher -ist schon etwas her- auch gelesen und war durchaus ein Fan von ihm- bis mir nach etwas Geschichtsunterricht und kritischer Lektüre einige Stellen etwas „aufstießen“. Soweit ich weiss, kann leider nicht mehr sagen, wo ich das gelesen hab, war Fernau im Zweiten Weltkrieg in einem NS-Propagandakorps.
Nicht, daß er in seinen Büchern klare rechtsextreme Positionen vertritt, aber man kann auch durch weglassen einiges anrichten. Lest daraufhin mal das Kapitel über Weimarer Republik und Hitler durch…

Ciao,

Friedhelm

Hallo,

da hast du mich glatt etwas nervös gemacht, werde die Passagen nochmal durchgehen.

Ansonsten ist nicht viel Biographisches über den Mannzu finden. Er schreibt über sich selbst, dass er von 39-45 Soldat war. Gut, dass waren viele. Interessant ist vieleicht, dass mehrere Bücher auf dem „Index verbotener Literatur“ der Alliierten stehen, bei denen Fernau als Co-Autor beteiligt war.
Die Quelle stammt allerdings vom VHO, einer Revisionisten-Organisation (nichts desto trotz scheint das Dokument echt zu sein…)

Gruss
Peter

nicht wirklich problematisch

Halt ich persöhnlich für sehr
problematisch. Der Mann hat -leider?-
einen wirklich guten und lesbaren Stil.
Ich hab ihn früher -ist schon etwas her-
auch gelesen und war durchaus ein Fan von
ihm- bis mir nach etwas
Geschichtsunterricht und kritischer
Lektüre einige Stellen etwas
„aufstießen“.

Also wahr ist wohl, dass Fernau durchaus konservativ - auch im elitären Sinne - war. Seine Abneigung gegen die Masse, seine Sympathie für Persönlichkeiten ist ja evident. Genau das macht aber doch den Reiz der Bücher aus. Aufs Examen sollte man damit nicht lernen. Es sind wirklich keine Geschichtsbücher, sondern subjektive, anspruchsvolle Unterhaltungsbücher.
Gerade weil Fernau so gegen die P.C. (den Begriff kannte er wahrscheinlich gar nicht), Geschichte gegen den Strich bügelt, schätze ich ihn.

Soweit ich weiss, kann
leider nicht mehr sagen, wo ich das
gelesen hab, war Fernau im Zweiten
Weltkrieg in einem NS-Propagandakorps.

Jjjjjjein. Es handelt sich dabei um die Propagandakompanien der Wehrmacht. Jeder Heeresgruppe war eine PK zugeordnet, die mit Film (Wochenschau!), Foto und Text über das Kriegsgeschehen berichtete, aber auch Überläufer beim Feind gewinnen sollte.
Die Hauptperson in Buchheims Boot (im Film Grönemeyer) ist so ein PK-Mann.

Zu Kriegsbeginn wurden zahlreiche Journalisten in diese Einheiten einberufen. Prominenteste Nachkriegsjournalisten aus den PK waren Henri Nannen und Werner Höfer, auf amerikanischer Seite übrigens Stefan Heym.

Nicht, daß er in seinen Büchern klare
rechtsextreme Positionen vertritt, aber
man kann auch durch weglassen einiges
anrichten. Lest daraufhin mal das Kapitel
über Weimarer Republik und Hitler
durch…

Völlig richtig. Aber ich glaube sicher zu sein, dass Fernau nie Nazi war. Vielleicht so ein Typ wie Ernst Jünger. Viel zu intellektuell für die NSDAP oder ihre Ideologie. Und wie sein Preußenbuch beweist, war er noch nicht einmal deutschnational.

Andreas