Alles nur Beschiß??--->> fehlen nun doch 300

Von: , Frage gestellt am So, 16. Apr 2000

in der Zeitrechnung, bloß weil ein Oberdrusel mal im jahre 1000 leben wollte?
Nun bin ich aber gespannt

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 11 Tagen hilfreich
    Re: Alles nur Beschiß??--->> fehlen nun doch

    in der Zeitrechnung, bloß weil ein
    Oberdrusel mal im jahre 1000 leben
    wollte?
    Nun bin ich aber gespannt
    Die Dreihundert Jahre Fehlen sichert nicht. Eien solche Geschichstfälschung wäre unmöglich. Ausserdem lässt der Autor, der diese These vertritt, alle Archäologischen Quellen ausser acht und erkennt auch nur die schriftlichen an, die ihm in den Kram passen.
    Dier Genaue Widerlegung stand mal in Damals, schau doch da mal im Online-Register nach.
    Philipp

  2. Antwort von nach 11 Tagen hilfreich
    Beschiß oder nicht - egal

    Hi!

    Im Gegensatz zu Philipp finde ich Illigs* Thesen nicht ganz unsinnig - und es ist m.E. auch gar nicht so wesentlich, wer denn nun recht hat in der Auslegung der Indizien, aus denen unsere Geschichte gestrickt ist.

    [vgl. Illig, Heribert: Das erfundene Mittelalter. Econ & List Tb, 1996]

    Die wichtigste Aussage jenes Werkes, das die ganze Diskussion ausgelöst hat, lautet (sinngemäß), die Geschichte Karls des Großen (um dessen Großreich es ja schwerpunktmäßig geht bei dem Ganzen) sei eine von mehreren Interpretationsmöglichkeiten der uns heute vorliegenden Quellen. Illig nimmt dieselben Quellen und fügt sie anders zusammen.

    Als Nichthistoriker vermag ich nicht zu beurteilen, ob seine Behauptungen wirklich zutreffen - aber das kann ich auch bei anderen Historikern nicht.

    Mir erscheint dabei vor allem die grundsätzliche Erkenntnis wichtig, daß auch Geschichte etwas Konstruiertes & Gemachtes und somit keineswegs Absolutes ist - als Letzteres wird es ja gerne dargestellt.

    Geschichte ist jetzt und für alle Zeit stets das, was die nachfolgende Epoche daraus macht - und auch Illigs Thesen verweisen letztendlich darauf, daß unsere Zeit nicht gerade gut abschneidet im Umgang mit der okzidentalen Vergangenheit. Was nützen Daten und Zahlenjonglierereien, wenn dabei die eigentlichen Erkenntnisse außer acht gelassen werden?

    Illigs Thesen - ob Irrtum, Schwindel oder zutreffende Mindermeinung - versetzen zumindest wieder einmal der okzidentalen Arroganz einen Stich - den sie leider immer wieder auch dringend nötig hat. Perspektivenwechsel sind des Abendlands Stärke nicht - und dieser Mangel deutet für mich auf eine gehörige Profilneurose (und mangelnde Reife) hin.


    Netweasel

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