seit 714 Jahren weist man Juden aus, warum?

Von: , Frage gestellt am Do, 22. Apr 2004

...Aber nicht erst in der jüngeren Geschichte gab es kritische Stimmen zum Einfluss der Juden
auf ihre Wirtsländer; die Engländer verwiesen 1290 alle Juden des Landes, 200.000 Juden
mussten 1492 (Kolumbus entdeckt die Neue Welt) Spanien auf ein Dekret von Isabel und
Fernando verlassen, (bis heute in der Türkei) die Ausweisung aus Frankreich hatte ihren Höhepunkt 1394, die Spanier
sperrten sich auch im 16. Jahrhundert wieder gegen den zunehmenden Einfluss der Juden in
ihrem Land. Leopold I. vertreib sie 1670 aus Wien. Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen....
Auszug aus dem Buch "Entwirrungen"

Hätte mal gerne eine Erklärung dafür.

zudem im gleichen Buch:
Die meisten der heutigen Juden sind jedoch gar keine Semiten, so dass Antisemitismus nur
ein Schlagwort ist, das von Fakten ablenkt; Laut Encyclopedia Judaica gab es 1960 nur
500.000 sephardische Juden, also mit hebräischer Abstammung, hingegen 11 Millionen
chasarische Juden, die mit den Hebräern nicht das geringste zu tun haben.
(...)

Als dann der Staat Israel 1948 gegründet wurde, nahmen die aschkenasischen
Juden auch Einfluss auf die Gestaltung des Landes. Für die Weltöffentlichkeit wurde jedoch
das Bild des religiösen "auserwählten" Volkes der Juden aufrecht erhalten. Dabei erlebten
sephardische - also abstammungsmässige - Juden fortan, dass sie von den Aschkenasen wie
Menschen zweiter Klasse behandelt wurden. Autor Jack Bernstein erlebte selber extrem
rassistische Situationen und zog sechs Jahre, nachdem er aus Amerika nach Israel
ausgewandert war, frustriert wieder zurück in die USA.
(...)

und
Über den merkwürdigen Gott Jahwe, der den Juden versprach, sie ins gelobte Land zu führen,
haben wir schon gesprochen; ganze 70 Völker rottete er - nachzulesen im Alten Testament - (Anm. auf welcher Seite?)
aus, ohne jedoch zu bewirken, dass sein Lieblingsvolk, die Hebräer, die eroberten Territorien
zu ihrer Heimat machten.
Frage zum letzten Absatz: Geschichte(n) oder Wahrheit?
Gruß Torsten

85 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: seit 714 Jahren weist man Juden aus, warum?

    Hi! ...Aber nicht erst in der jüngeren Geschichte gab es kritische
    Stimmen zum Einfluss der Juden
    auf ihre Wirtsländer; die Engländer verwiesen 1290 alle Juden
    des Landes, 200.000 Juden
    mussten 1492 (Kolumbus entdeckt die Neue Welt) Spanien auf ein
    Dekret von Isabel und
    Fernando verlassen, (bis heute in der Türkei) die Ausweisung
    aus Frankreich hatte ihren Höhepunkt 1394, die Spanier
    sperrten sich auch im 16. Jahrhundert wieder gegen den
    zunehmenden Einfluss der Juden in
    ihrem Land. Leopold I. vertreib sie 1670 aus Wien. Die Reihe
    ließe sich beliebig fortsetzen....
    Auszug aus dem Buch "Entwirrungen"

    Hätte mal gerne eine Erklärung dafür.
    Dafür gibt es eine ziemlich einfache Erklärung. Forsch mal nach, wer zu den genannten Zeiten auf höchster Ebene Schulden hatte und bei wem.

    Für Juden waren im Mittelalter viele Berufe verboten, während ein "wahrer Christ" keine Geldgeschäfte tätigen durfte. Also lag der Geldhandel in ganz bestimmten Händen. Die Eroberung Englands durch die Normannen (1066), die Reconquista Spaniens (abgeschlossen 1492), der Kampf Frankreichs gegen England im Hundertjährigen Krieg (1337 - 1453), aber auch die Heimholung finanzkräftiger Juden nach England durch Cromwell, nachdem dieser England wirtschaftlich ruiniert hatte - all das deutet für mich auf den Grund hin, um den es immer geht: Geld.
    Nichts ist angenehmer, als hochverschuldet seinen Gläubiger auf immer davon zu jagen.

    Die benutzten Parolen, Juden seien die Mörder Christi, brächten Seuchen und Pest ins Land, wären mit dem Teufel im Bunde usw. usw. waren das Futter für's gemeine Volk.

    Grüße
    Heinrich

    • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
      Re^2: seit 714 Jahren weist man Juden aus, warum?

      Dafür gibt es eine ziemlich einfache Erklärung. Forsch mal
      nach, wer zu den genannten Zeiten auf höchster Ebene Schulden
      hatte und bei wem.

      Für Juden waren im Mittelalter viele Berufe verboten, während
      ein "wahrer Christ" keine Geldgeschäfte tätigen durfte. Also
      lag der Geldhandel in ganz bestimmten Händen. Die Eroberung
      Englands durch die Normannen (1066), die Reconquista Spaniens
      (abgeschlossen 1492), der Kampf Frankreichs gegen England im
      Hundertjährigen Krieg (1337 - 1453), aber auch die Heimholung
      finanzkräftiger Juden nach England durch Cromwell, nachdem
      dieser England wirtschaftlich ruiniert hatte - all das deutet
      für mich auf den Grund hin, um den es immer geht: Geld.
      Nichts ist angenehmer, als hochverschuldet seinen Gläubiger
      auf immer davon zu jagen.

      Interessant.
      Waren es die Schulden bei der Tilgung des nominalen Kredites oder beim ZINS?, den die "Nichtjuden" bei Juden zahlen mußten. (Glaubensgemeinschaftsintern soll es dem Hörensagen nach ja keinen Zins gegeben haben!) Die benutzten Parolen, Juden seien die Mörder Christi,
      brächten Seuchen und Pest ins Land, wären mit dem Teufel im
      Bunde usw. usw. waren das Futter für's gemeine Volk.
      Erklärung akzeptiert!

      Gruß Torsten

      • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
        Re^3: seit 714 Jahren weist man Juden aus, warum?

        Interessant.
        Waren es die Schulden bei der Tilgung des nominalen Kredites
        oder beim ZINS?, den die "Nichtjuden" bei Juden zahlen mußten.
        (Glaubensgemeinschaftsintern soll es dem Hörensagen nach ja
        keinen Zins gegeben haben!)
        Welchen Unterschied sollte das machen?
        Ah, offensichtlich nur dummes Herumgetrolle...

        Stuffi

        • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: seit 714 Jahren weist man Juden aus, warum?

          Welchen Unterschied sollte das machen?
          Ja da haben wir eine winzige Kleinigkeit, die sich schon wieder als eklatente Ursache entpuppen könnte.
          Du fragst also allen Erstes, welchen Unterschied es macht bei der Tilgung des Kredites im Rückstand zu sein oder bei der Zinszahlung?

          Dann nehme Dir mal einen Taschenrechner.

          Leiht der Spanische König (oder jeder andere) bei einem seiner Glaubenskaste Geld sagen wir 100.000 Geldeinheiten der damaligen spanischen Zeit dann schuldete er genau diese 100.000. Nicht mehr und nicht weniger. Zinsen innerhalb der Glaubensgemeinschaft? Tabu! Mehrmals geschrieben! (Die Tatsache, daß sie innerhalb der Glaubensgemeinschaft Tabu waren, beweist, daß es auch Geldverleih (oder Güterverleih)innerhalb diese Glaubensgemeinschaft gegeben hat.)

          Kam jetzt aber der jüdische Geldverleiher daher, so hiess es: Nein mit 100.000 kann ich mich nicht zufrieden geben, da gibt es noch Zinsen drauf! Oha? wieviel ist das denn?
          Nun ja, sagen wir läppische 7,69% auf 25 Jahre, klingt doch nicht viel oder? Abgemacht!
          Der König hatte aber keinen Taschenrechner! Erst viel später wurde ihm klar, daß der jüdische Geldverleiher, anders als der christliche, nicht 100.000 sondern 200.000 Geldeinheiten zurückgezahlt haben wollte! Blos wegen der winzigen 7,69%? Wie geht denn das?...(jetzt selbst Taschenrechner strapazieren)

          RRRRRRRRRRUMMMMMS!

          "Na den jage ich doch gleich (mitsamt seiner Gefolgschaft) ausser Landes....."

          Das wäre eine für mich nachvollziehbare Erklärung!

          Gruß Torsten

      • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
        Re^3: seit 714 Jahren weist man Juden aus, warum?

        Hallo Ignorant Torsten, Interessant.
        Waren es die Schulden bei der Tilgung des nominalen Kredites
        oder beim ZINS?, den die "Nichtjuden" bei Juden zahlen mußten.
        (Glaubensgemeinschaftsintern soll es dem Hörensagen nach ja
        keinen Zins gegeben haben!)
        Es den Moslems verboten, von Moslems Zins zu nehmen, es ist den Christen verboten, von Christen Geld zu nehmen, es ist den Juden verboten, von Juden Geld zu nehmen. Steht in den jeweiligen heiligen Schriften der drei Religionen.

        Die Verfolgung hatte mehrere Gruende. Zum einen reinen religioesen Antijudaismus, zum Beispiel "Jesus-Moerder", was unverstandenes Christentum allein zeigt, denn ohne den Tod Jesus keine Auferstehung, keine Vergebung und damit auch kein Christentum. Zum einen wollte man selbst mehr Geld einnehmen, und dies erreichte man fuer den Staat und die Stadt durch Extrasteuern nur fuer Juden, fuer Gilden durch Ausschluss von Juden von vielen Handwerkerberufen. So spezialisierten sich einige Juden als Geldverleiher. Als die Kirche spaeter in einigen Laendern Christen generell verbot mit verweis auf christliche Schriften, Zinsen von Christen zu nehmen, waren Christen gezwungen bei Juden Geld zu leihen. Nun wollte Herrscher X Geld haben fuer sein Prassen und fuer Kriege, lieh bei Juden, aber sein Geld nicht zurueckzahlen. Leiden mussten darunter nicht der Glaeubiger allein, sondern alle Juden evtl., wenn der Herrscher auf die Idee kam, den jahrhundertelangen Antijudaismus der Kirchen auszunuetzen, um alle Juden und damit auch den Glaeubiger ausser Landes zu jagen.

        Verfolgungen zu Zeiten der Kreuzzuege hatten wiederrum nichts mit Geldleihe zu tun, die Kreuzzuegler uebten sich auf ihrem langen Weg an den "unglaeubigen starrkoepfigen Juden". Verfolgungen und Morde im Rahmen der Pest waren ebenfalls rein Ausdruck von Dummheit und Boshaftigkeit. Da Juden qua Religionsvorschriften woechentliche Baeder nahmen und sich auch sonst oefters wuschen, siehe Haendewaschen vor dem Essen als Pflicht und abgesondert leben mussten, erkrankten sie seltener, aber es war auch allein Grund genug, dass eine Minderheit da war, die man fuer die Pest verantwortlich machen konnte.

        viele gruesse, peter Die benutzten Parolen, Juden seien die Mörder Christi,
        brächten Seuchen und Pest ins Land, wären mit dem Teufel im
        Bunde usw. usw. waren das Futter für's gemeine Volk.
        Erklärung akzeptiert!

        Gruß Torsten

    • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
      Re^2: seit 714 Jahren weist man Juden aus, warum?

      - all das deutet für mich auf den Grund hin, um den es immer geht: Geld.
      Nichts ist angenehmer, als hochverschuldet seinen Gläubiger
      auf immer davon zu jagen.
      aber wenn man bei 5 Mitgleidern einer Glaubensgemeinschaft Schulden hat, (wie auch immer diese in diese Höhe geraten sind) schickt man doch nicht gleich die gesamte Glaubensgemeinschaft ausser Landes!?

      • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
        Re^3: seit 714 Jahren weist man Juden aus, warum?

        Hallo Torsten, für mich auf den Grund hin, um den es immer geht: Geld.
        Nichts ist angenehmer, als hochverschuldet seinen Gläubiger
        auf immer davon zu jagen.
        aber wenn man bei 5 Mitgleidern einer Glaubensgemeinschaft
        Schulden hat, (wie auch immer diese in diese Höhe geraten
        sind) schickt man doch nicht gleich die gesamte
        Glaubensgemeinschaft ausser Landes!?
        So sollte es sein und selbst dies sollte nicht einmal so sein, denn welches Verstaendniss hat der Schuldner, wenn er seinen Glaeubiger einfach gewaltsam entfernt, statt seine Schulden zu zahlen? Aber so ist es nicht, man machte eine Glaubensgemeinschaft kollektiv dafuer verantwortlich, nennt sich Rassismus uebrigens, solche Kollektivstrafen. Es lag weiter nicht nur an 5 Glaeubigern bzw. an Schulden, es lag an der damaligen Kirche, es lag ...

        als ob man mit einer wand redet

        viele gruesse, peter

        • Antwort von nach 6 Stunden hilfreich
          Re^4: seit 714 Jahren weist man Juden aus, warum?

          wenn er seinen
          Glaeubiger einfach gewaltsam entfernt, statt seine Schulden zu
          zahlen?
          welche Mittel hatten denn die Juden in der Hand, gegen ihre Schuldner, daß man sie gleich ausser Landes deportieren mußte?

          Man hätte bestenfalls (wie heute) bis zum St. Nimmerleinstag prozessieren können, was konnte dem Regierungsoberhaupt denn passieren? Daß ihm die Juden den Gerichtsvollzieher ins Haus schicken? weiter nicht nur an 5 Glaeubigern bzw. an Schulden, es lag an
          der damaligen Kirche, es lag ...

          als ob man mit einer wand redet
          Nein, hast Du in Deiner Lebensumwelt immer nur Menschen gehabt, die sich mit abgedroschenen Phrasen als Erklärung begnügt haben?
          Zuerst warst du beim Anti~soundso jetzt sind wir bei der Kirche, langsam kommt immer mehr hervor, wieso jetzt denn die Kirche bitteschön?
          Die spielte an Anfang doch nun gar keine Rolle, zwischendurch waren´s die Schulden, jetzt sollten wir uns aber mal festlegen.

          Die Indianer, wurden, nebenbei, ebenso wie die Afrikaner neulich, ausgerottet, und nicht ausgewiesen. Sehr tragisch ohne Zweifel, aber hiermit nicht vergleichbar, oder hatten die Weissen bei den Indianern auch Schulden?
          Eine umwerfende Frage schwebt mir noch im Hinterkopf, soll ich sie stellen?
          Gruß Torsten

          • Antwort von nach 11 Stunden hilfreich
            Re^5: seit 714 Jahren weist man Juden aus, warum?

            Hallo Torsten, welche Mittel hatten denn die Juden in der Hand, gegen ihre
            Schuldner, daß man sie gleich ausser Landes deportieren mußte?
            Gar keine. Man hätte bestenfalls (wie heute) bis zum St. Nimmerleinstag
            prozessieren können, was konnte dem Regierungsoberhaupt denn
            passieren? Daß ihm die Juden den Gerichtsvollzieher ins Haus
            schicken?
            Du meinst, die paar Glaeubiger, die zufaellig auch Juden waren.

            Im uebrigen weichst Du schon wieder aus, hier thematisch zum Ersten. Indem Du es allein auf Glaeubiger und Schuldner reduzierst. Religioese Verfolgung, politische Diskriminierung, auferlegte Extrasteuern, Sonderregelungen, als ob man mit einer wand redet
            Nein, hast Du in Deiner Lebensumwelt immer nur Menschen
            gehabt, die sich mit abgedroschenen Phrasen als Erklärung
            begnügt haben?
            Nein Zuerst warst du beim Anti~soundso jetzt sind wir bei der
            Kirche, langsam kommt immer mehr hervor, wieso jetzt denn die
            Kirche bitteschön?
            Hier weichst Du zum Zweiten aus. Ich habe von Anfang an auf die Rolle der damaligen Kirchen hingewiesen und auf diverseste Gruende fuer rassistische Verfolgung und Unterdrueckung, stell Dich nicht dumm, Du tust es bis jetzt. Die spielte an Anfang doch nun gar keine Rolle, zwischendurch
            waren´s die Schulden, jetzt sollten wir uns aber mal
            festlegen.
            Sie spielte von Anfang an eine Rolle, nur die politisch maechtigen Grossschuldner haben ab und zu, dass heisst auch nicht immer, eine Rolle gespielt, spaeter kam die rein politische bis zur "rassischen" Verfolgung hinzu. Die Indianer, wurden, nebenbei, ebenso wie die Afrikaner
            neulich, ausgerottet, und nicht ausgewiesen. Sehr tragisch
            ohne Zweifel, aber hiermit nicht vergleichbar, oder hatten die
            Weissen bei den Indianern auch Schulden?
            Nun stellst Du Dich immer noch dumm, Troll. Wohin haetten denn die Indianer ausgewiesen werden sollen? Ins Meer? Nebenbei wurden sie tatsaechlich ausgewiesen, durch Tod oder ab ins Reservat und von diesem ins naechste Reservat. Ganz nebenbei hast Du Dich wieder ignorant gestellt, Du erzaehlst, dass Du von keiner Situation wuesstest, wo Minderheiten zu den verschiedensten Zeiten und Orten verfolgt wurden, man nennt Dir zahlreiche Gegenbeispiele und Du legst Dich auf Indianer und Tutsis fest, erzaehlst den Unsinn, dass Indianer nicht ausgewiesen worden waeren und beharrst allein auf dem angeblichen Grund der Schulden, als ob es nur diesen gaebe. Eine umwerfende Frage schwebt mir noch im Hinterkopf, soll ich
            sie stellen?
            Nur zu,

            viele gruesse, peter



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