Guten Morgen Georg!
Ich glaube es bringt nichts wenn wir uns
gegenseitig ans Bein pissen. Wir sollten
aufhören zu Polemisieren - was ich will
sind Antworten, nicht Fragen. Mein erster
Artikel bestand nämlich nur aus Fragen,
und wenn du Sie nicht beantworten kannst
dann schreib gar nicht so als wenn du
etwas wüsstest, das bringt nämlich den
anderen Interessierten und mir gar
nichts.
Sorry, wenn meine erstes Posting zu scharf ausgefallen sein sollte – an das Bein pi… wollte ich Dir sicher nicht! Nur frage ich mich, was für Antworten Du willst (oder erwartest). Bei einem solchen Thema mußt Du wohl zwangsläufig mit Widerspruch rechnen. Deshalb habe ich auch nicht versucht, so „zu tun als ob ich etwas wüßte“. Wenn ich als Antwort den Inhalt Deiner Fragen in Frage stelle, so ist dies auch als Antwort zu verstehen. Aber weiter dazu s.u.
Du schreibst, dass die „Zensuren“, deiner
Meinung nach so zu erklären sind, dass
man Irrtümer nach Jahren erkannt hat und
die Fehler korrigierte. Meinst du nicht,
dass man direkt nach dem Krieg mehr davon
gewusst hat als lange Zeit danach?
Mehr gewußt sicherlich schon, schließlich haben die Verantwortlichen ja zum größten Teil noch gelebt. Aber ich habe die Erfahrung mit Literatur der Nachkriegszeit gemacht, daß man sich oft auf die eine oder andere Art für das Geschehene rechtfertigen oder es schönfärben wollte. Erst neuzeitliche Veröffentlichungen sind da zunehmend stichhaltiger und objektiver gehalten, zumal sie in entsprechenden Archiven (die erst in den letzten Jahren frei gegeben wurden) über längere Zeit recherchiert wurden.
Bist du dir sicher, dass die Alliierten
nur ungenau von den geheimen Deutschen
Projekten wussten?
Es ist ja wohl bekannt, dass in Deutschen
Behörden unzählige Spione eingeschleust
wurden. Denk aber hierbei nicht an James
Bond & Co – die meisten Spione kamen aus
besetzten Ländern (Holland, CCCP usw.),
die offiziell Deutsche Partei ergriffen,
aber hintenrum noch treu zu ihrem
Vaterland bzw. zu den Alliierten standen.
Von J. Bond & Co. kann nicht die Rede sein, schließlich handelt es sich dabei um Romanfiguren. Die Realität war da sicher um einiges ernüchternder. Die Spione aus den besetzten Ländern hatten sicherlich eine große Bedeutung für die Alliierten (wie z.B. bei den ersten Hinweisen auf die A4). Fakt ist sicherlich auch, das ausländische Arbeitskräfte für den Bau der „V-Waffen“ u.a. eingesetzt waren, aber der Einblick in das Ganze war dabei wohl eher begrenzt. Schau Dir z.B. auch die franz. Luftfahrtindustrie während des Krieges an, die viele Entwicklungsaufträge erhielt (z.B. He 274), aber nie vollen Einblick in die eigentlichen Entwicklungen erhielt.
Es ist zudem völlig unverständlich, dass
du in deinem Text Stützpunkt 211 zu einem
Steh-Auf-Männchen deklarierst aber
dennoch nie etwas davon gehört haben
willst. Ein wenig VERWIRREND, nicht??
Da muß ich Dich korrigieren. Das habe ich so nicht geschrieben. Ich habe sehr wohl schon von „Stützpunkt 211“ gehört und gelesen, aber die Geschichte war es mir nie wert, da weiter darüber zu lesen, da sie mir einfach zu unglaubwürdig und unbelegt war. Daher rührt wahrscheinlich auch meine Unkenntnis von „Byrds Operation“.
Von einer Steh-Auf-Männchen-Geschichte habe ich deshalb gesprochen, da sie immer wieder mal von irgend jemand ins Gespräch gebracht wird (hab ich ja schon in meinem ersten Posting zum Ausdruck gebracht).
Wenn das etwas undeutlich rüber kam – Sorry!
Hättest du dich wirklich mit dem
Stützpunkt 211 auseinandergesetzt wäre
dir Admiral Byrds Operation nicht
unentdeckt geblieben, denn Byrd gehört
zum Thema „Stützpunkt 211“, wie das Amen
in der Kirche.
s.o.
Falls du dich zudem noch mit der
Luftfahrtgeschichte auseinandersetzt,
wären dir die Begriffe „Haunebu“, „Vril“
und „Neuschwabenland (Base 211)“
sicherlich nicht unbekannt.
Falls du die Begriffe wirklich nicht
kennst, gib sie doch mal in eine
Suchmaschine ein.
Da muß ich Dich fragen, mit was für Luftfahrtgeschichte Du Dich auseinandersetzt. Ich ziehe eindeutig recherchierte Fachliteratur vor. Und in dieser habe ich noch nie etwas über „Haunebu“ oder „Vril“ gelesen.
Selbst auf Internetseiten zum Thema Geheimprojekte der Luftwaffe (gut gemacht: http://users.visi.net/~djohnson/luft46.html oder auch http://www.luftwaffen-projekte.de) findest Du zu diesem Thema nichts.
Ich hab daher auch Deinen Rat befolgt und Suchmaschinen beansprucht. Es gab zum Thema einige (auch ausführliche) Seiten, aber selbst diese mußten zugeben, daß ihre Angaben in keiner Weise gesichert sind. Was soll ich davon dann noch halten?
Außerdem, wieso sollte die Bundeswehr ein
Buch herausgeben (nach dem Krieg), das
nur auf Lügen aufgebaut ist? Dann wäre ja
an unserem Staat doch etwas faul.
Wieso sprichst Du jetzt auf einmal von Lügen? Zuerst war es noch Zensur! Aber meine Stellungnahme dazu hast Du ja schon gelesen.
Auf jeden Fall ist das Ganze sicherlich ein heißes (Diskussions-)Eisen und ich gebe Dir recht, wenn Du Dich beschwerst, daß einem dabei an das Bein gepi… wird – dies sollte in einem solchen Forum nicht der Fall sein. Aber Du solltest auch verstehen, daß eine solche Thematik nicht unkritisch betrachtet wird und Du mußt daher wohl auch mit Antworten rechnen, die Deine Fragen nicht im erwarteten Rahmen beantworten.
Gruß
Tom