Postleitzahlen

Von: , Frage gestellt am So, 14. Nov 2004

Nabend.

Es würde mich einmal interessieren, seit wann in Deutschland Postleitzahlen eingeführt sind und wie es im Deutschen Reich und später in der Weimarer Republik geregelt war.
Ich nehme an, mindestens auch 5 Stellen, oder war es nach Ländern sortiert?
Woher kommt es eigentlich, daß die Reihenfolge heute eine Linksschnecke von Sachsen aus bis nach Franken ist?

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Postleitzahlen

    Nabend.
    Gleichfalls! Es würde mich einmal interessieren, seit wann in Deutschland
    Postleitzahlen eingeführt sind und wie es im Deutschen Reich
    und später in der Weimarer Republik geregelt war.
    Ich nehme an, mindestens auch 5 Stellen, oder war es nach
    Ländern sortiert?
    Woher kommt es eigentlich, daß die Reihenfolge heute eine
    Linksschnecke von Sachsen aus bis nach Franken ist?
    Die erste Seite, die Google auswarf, war auch die beste. Hier gibt´s Info en masse:
    http://www.123sig.de/Kommunikation/Postleitzahl/post...

    In Kürze: Eingeführt 1943 zwecks besserer Zustellung der Feldpost, führte Postminister Richard Stücklen 1962 die vierstellige PLZ ein. Nach der deutschen Einigung ging man dann zu 5stelligen PLZ über.
    Genauere Infos, z.B. was die einzelnen Stellen einer PLZ für Bedeutung haben, können auf der zitierten Seite nachgelesen werden.

    Viel Spaß!
    Christian

    • Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
      danke für den link

      Google geht nämlich zurzeit bei mir nicht, aus irgendeinem Grund.

    • Antwort von nach 3 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Berichtigung....

      Hallo,

      nicht immer nur "guggeln"........*grinz*....

      Zur Geschichte mal kurz und knapp.
      Die Postbeförderung wurde ja ursprünglich von Thurn-und Taxis hier
      in D durchgeführt.Mit dem Einzug des Eisenbahn-Zeitalters 1835 erkannte man schon bald die Vorteile des schnellen Zugverkehres.
      So das mit der letzten Hälfte des 19.Jahrhunderts die (Brief)-Postbeförderung fast vollständig bei den Eisenbahnen lag.
      Noch heute kann man an fast jeden Bahnhof noch das "Postamt" (wenn auch mittlerweile durch die Postreform ohne Funktion) finden.
      Die Briefe und Pakete wurden (ebenso wie Express-Gut der Bahn) nach dem
      sogenannten "Leitpunkt-Verfahren" befördert.D.h. die Sendungen wurden
      sortiert nach größeren,bekannten Städten in ihrem Umkreis.
      Mit der Jahrhundertwende und den gesteigerten Sendungs-Aufkommen wurde dann ein "Zonen"-Verfahren bei der Post eingeführt.
      Ich habe hier vor mir einen Post-Stempel vom 1928 mit der "Zone 2 b"
      vorliegen......
      In Prinzip ist bis zur Änderung auf die 5stelligen PLZ die "Leitzone" immer geblieben,nur die Nummern änderten sich.
      Im Kriege wurde dann aus 2 b die Leitzone "21b" und in den 1960er-Jahren dann die 44xx für den Leitzone Münster.
      Jetzt mal kurz zum Aufbau ab 1962:
      erste Stelle der PLZ = Haupleitraum (z.B. 4 = nördliches NRW)
      zweite Stelle der PLZ = Leitzone (44 = Münster/47 = Hamm/50= Köln)
      dritte Stelle der PLZ = Leitpostamt (468 = Wanne-Eickel/465 = GE)
      vierte Stelle der PLZ = Zustellpostamt (4793 = Büren bei Paderborn)

      Dieser Aufbau ist im Prinzip auch heute noch Gültig,nur das bestimmte Bereiche neue PLZ bekommen haben wegen der Wiedervereinigung.
      (und das viele Zustellpostämter mittlereweile weggefallen sind.....)

      mfg

      Frank

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