Merowingerkönig Sigisbert

Von: , Frage gestellt am Fr, 23. Jun 2000

Hi,
kann mir jemand etwas über den Merowingerkönig Sigisbert in Köln erzählen?

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 5 Stunden hilfreich
    Re: Merowingerkönig Sigisbert

    Hi,
    kann mir jemand etwas über den Merowingerkönig Sigisbert in
    Köln erzählen?
    Hallo Francesco,

    nachfolgend ein Beitrag der aus folgender Quelle stammt: http://www.express.de/koeln

    Seit dem Einzug der Uferfranken im 6. Jahrhundert haben
    die Kölner nicht mehr viel zu lachen: Der Lebensstandard
    sinkt, die Menschen leben wieder von Ackerbau und Viehzucht.
    Es gibt keinen Handel und keine
    internationalen Waren mehr in Köln. Nur noch wenige
    Schmiede, Töpfer und Glasbläser haben ihr Auskommen.

    Und dann unterstützt der hier residierende König Sigisbert
    auch noch seinen französischen Vetter Chlodwig bei
    seinen Großmacht-Plänen. Er befiehlt seinen Truppen:
    Zieht unter dem Kommando meines Sohnes an der Seite
    Chlodwigs gegen die Westgoten.

    Die Schlacht wird auch gewonnen Sigisbert aber dennoch
    bitterlich bestraft. Denn Chlodwigs Machthunger ist noch
    immer ungestillt. Er sitzt in Paris und überlegt, wie er
    Sigisberts Uferfranken unter seine Herrschaft bringen kann
    und spinnt eine Intrige. Dein Vater ist alt, schwach zu Fuß
    und hinkt. Stürbe er, so würde dir zugleich mit unserer Freundschaft sein Reich mit Recht zuteil werden,
    erzählt er Sigisberts Sohn Chloderich mit ernstem Gesicht.

    Der überlegt nicht lange sein Vater wird von Handlangern
    gemeuchelt, als er im Buchenforst zur Jagd geht.

    Rasch sendet Chloderich nun einen Boten zum Onkel.
    Mein Vater ist tot. Zudem bietet er an, sich an Sigisberts
    Schätzen zu bedienen. Doch Chlodwig hat anderes im
    Sinn. Er heuert einen Mörder an, befiehlt, er solle warten
    bis Chloderich tief in der Schatztruhe des Vaters wühlt und
    ihm dann mit der Franziska einer fränkischen Wurf-Axt,
    den Schädel spalten.

    Als dies vollbracht ist, eilt Chlodwig nach Köln und
    verkündet noch schrecklich betroffen: Chloderich hat euren
    König morden lassen und ist dann selbst ermordet worden.
    Dann bietet er den Rheinländern seinen Schutz an, den sie
    natürlich dankbar annehmen. Quasi der Lohn für die
    trefflich aufgegangene Intrige …

    Die mörderischen Streitereien der Merowinger sie
    wachsen sich auch nach dem Tod Chlodwigs im November
    511 zur endlosen Geschichte aus: Brüder ermorden
    Brüder, Mütter ihre Kinder, Enkel oder Neffen. Bis ins 7.
    Jahrhundert geht im Rheinland das Wort um: Jeder adelige
    Franke kann von Glück sagen, nicht als Merowinger
    geboren zu sein denn kaum einer dieses Geschlechts
    stirbt einen natürlichen Tod.

    Gruss
    Eve*

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!