ich war da
erzähl mal auf jeden fall näheres über
diese theorie, wenn du den vorttrag
gesehen hast.
Vortrag von Herrn Dr. Illig
Es gibt verschiedene Anhaltspunkte dafür, daß gewisse Entwicklungen (z.B. Architektur) sich im Abstand von ca 300 Jahren während des frühen Mittelalters zweimal vollzogen haben. Dieser und andere Gründe veranlassen den Redner zu der These, daß dieser Zeitabschnitt nicht stattgefunden haben soll.
Es war ein Vortrag mit anschließender Diskussion. Von 4 geladenen Fachleuten, die Hern Dr Illig widersprechen wollten, war einer anwesend. Dieser sowie Fachleute aus dem Publikum stellten dem Redner verschieden Detailfragen, mit denen sie Ihn „aus der Bahn werfen“ wollten. Er hatte allerdings auf alle Fragen eine passende Antwort.
Für mich als Laie in Sachen Geschichte waren natürlich viele Aspekte nicht nachvollziehbar, weil neu. Trotzdem konnte mir Dr. Illig den Eindruck vermitteln, daß er recht genau recherchiert hat.
Stutzig mach mich allerdings die Schlußfolgerung: Karl den Großen nennt er „Karl den Fiktiven“. Ob es z.B. die Karolinger überhaupt gegeben hat, weiß ich seit gestern abend nicht mehr. Wenn man dann andere Kulturen dieser Zeit synchronisiert oder die bisherige Synchronisierung in Frage stellt, führt das unter Umständen dazu, daß nicht nur die europäische Geschichte total überarbeitet werden muß; es könnte sich auf die ganze Welt auswirken. Dieser Aspekt zeigt den Mut, der dazu gehört, diese These zu vertreten. 
Richtige Details kann ich hier nicht bringen. Bei mir als Laie wäre das Risiko von Mißverständnissen und daraus evtl. abzuleitenden Verleumdungsverdachten zu groß.
Auf jeden Fall gibt es von Dr. Illig Literatur, die in einschlägigen Katalogen zu finden sein dürfte. Ich kann mich noch an (mindestens) ein Buch erinnern und an eine Zeitschrift, was von Dr Illig verlegt wird.
Er selbst ist sich seiner großen Gegerschaft so weit bewußt, daß er bei der Planung der Veranstaltung mit einem zwinkernden Auge um Schutzvorrichtungen gegen Tomaten und faule Eier gebeten haben soll.
Die Tatsache, daß jemand solch gewagte Thesen aufstellen und öffentlich vertreten kann, ohne gleich stichhaltig widerlegt zu werden, zeigt mir allerdings, daß Geschichtsforschung nicht sooooo gesichert ist, wie man mir in der Schule vermittelt hat. Ähnliche Schlußfolgerungen über die Zuverlässigkeit von Geschichtsbüchern konnte ich auch aus persönlichen Gesprächen mit einem Archäologen ziehen, der mir einiges über Nachteile der C14-Methode erklärt hat.
Insgesamt verstärkt sich bei mir die Meinung, daß die Uneinigkeit unter Kapazitäzen dieser Disziplin das Vertrauen in die Fachleute nicht unbedingt stärkt. Dieser Effekt ist allerdings nicht auf diese Disziplin beschränkt!
Am Beispiel Illig kann man auch sehen, daß nach entsprechender Einarbeitung ein Angriff auf „Axiome“ (wie z.B. Karl den Großen) nicht unmitelbar widerlegbar scheint, was die Axiomität dieser „Axiome“ in Zweifel stellt.
Wenn ich dies auf die Zuverlässigkeit von „erwiesenen Tatsachen“ anderer Disziplinen extrapoliere, muß ich zwangsläufig an eine Aussage denken, in in der Bibel an verschiedenen Stellen steht. Schlage mal nach unter:
- Hiob 12:17
- Jesaja 44:25
- Matthäus 11:25
- Lukas 10:21
- Apostelgeschichte 28:26
- Römer 1:22
-
- Korinther 1:19-20
-
- Korinther 1:27
-
- Korinther 3:19-20
Das Fazit der Bibel zu diesem Thema findet man unter:
- Psalm 8:2
- Psalm 19:7
- Jeremia 8:9
- Matthäus 21:16
An den Diskussionen der „Weisen dieser Welt“ erkennt man also ganz deutlich, daß die Bibel auch heute noch recht hat und keineswegs veraltet ist.
Gruß
Jochen