Von der Steinzeit in die Kupferzeit

Von: , Frage gestellt am Mi, 20. Apr 2005

Da Kupfer ein sehr weiches Metall ist, wewrden die Menschen lange
Zeit Steinwerkzeuge genutzt haben. Konnte man eigentlich mit
Steinäxten auch Bäume fällen?
Alexander

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: Von der Steinzeit in die Kupferzeit

    Hallo Da Kupfer ein sehr weiches Metall ist, wewrden die Menschen
    lange
    Zeit Steinwerkzeuge genutzt haben. Konnte man eigentlich mit
    Steinäxten auch Bäume fällen?
    Ja

    Gruss
    Wiesel

  2. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: Von der Steinzeit in die Kupferzeit

    Hi,
    klar konnte man. Nur war das ein relativ mühseliger Prozess, da man eine Steinschneide nicht allzu flach auschleifen kann, ohne dass sie beim Schlag auf den Stamm bricht. Man kann zwar sehrt scharfe Steinklingen anfertigen, die sind dann aber eher zum Schaben oder schneiden geeignet.
    Daraus resultiert, dass der Schnittspalt am Baum ziemlich groß sein muss, wenn man mit einem großen Schneidenwinkel noch Späne abschlagen will. Das muss also eher so ausgesehen haben, wie bei Bibern, die einen Stamm durchnagen. ´

    Auf "Steinzeitniveau" lebende neuzeitliche Stämme sind ja durchaus auch in der Lage, ohne Metallwerkzeuge Einbäume, Hausstützen und Dachbalken u.ä. aus recht starken Bäumen zu fertigen. Und die muss man vorher auch fällen.

    Wegen des hohen Aufwands wird man sich aber möglichst auf dünnere Bäume beschränkt haben.

    Gruss A.

    • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Ergänzung: Stein und Feuer?

      Hallo,
      bei der Erwähnung der Einbäume fiel mir ein, daß die Naturvölker bei deren Herstellung auch das Feuer zur Hilfe nehmen, um das Holz anzukokeln und dann leichter bearbeiten zu können. Vielleicht haben die Steinzeitmenschen es auch beim Bäumefällen so gemacht?
      Gruß
      Lessing

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Ergänzung: Stein und Feuer?

        Hi

        ist vorstellbar. Immerhin haben "Steinzeitmenschen" ja auch schon Steine mit Feuer bearbeitet, um sie qualitativ besser zu machen.

        LG

        Julia [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Ergänzung: Stein und Feuer?

        Hi, prinzipiell denkbar, aber ein solcher Baum müsste dann einige Zeit vorher rundum entrindet werden, um ihn zum Absterben und trocknen zu bringen. Einen stehenden trockenen Baum gezielt an der Wurzel zu schwächen, ohne ihn aber insgesamt anzuzünden ist relativ schwierig, da Hitze immer nach oben steigt. Bei einem liegenden Baum ist dei situation einfacher.
        Gruss Andreas

  3. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Von der Steinzeit in die Kupferzeit

    hi alexander, Zeit Steinwerkzeuge genutzt haben. Konnte man eigentlich mit
    Steinäxten auch Bäume fällen?
    in neuseeland z.b. haben die maoris noch vor
    wenigen hundert jahren hartes holz mit stein
    u.a. auch grüner jade bearbeitet. auch ihre
    häuser wurden eindrucksvoll verziert.

    Die geographische Abgeschiedenheit neuseelands,
    die Anpassungan ein kälteres Klima, genügend
    brauchbares Holz,die Entdeckung von Nephrit
    (Pounamu), der einescharfe Schneidefläche behält
    und anderen Steinarten überlegen ist, wenn er
    zu Klingenwerkzeugenverarbeitet wird; die
    weiträumige Verbreitung vonFaserpflanzen wie
    Harakeke (Flachs) und Pingao (Verfügbarkeit von
    Materialen wie Knochen, Muscheln, Hundehaut und Federn)
    führten zur Herausbildung einer eigenen Tradition in der Handwerkskunst.

    cu
    alex

  4. Antwort von nach 10 Tagen 0 hilfreich
    Re: Von der Steinzeit in die Kupferzeit

    Da Kupfer ein sehr weiches Metall ist, wewrden die Menschen
    lange
    Zeit Steinwerkzeuge genutzt haben. Konnte man eigentlich mit
    Steinäxten auch Bäume fällen?
    Alexander
    hallo, Alexander!
    Mit Deiner frage (und ähnlichen problemen) befasst sich ein spezieller forschungszweig: die EXPERIMENTELLE ARCHÄOLOGIE.
    Meines wissens begann das in Amerika: man stellt die größe der ackerkulturfläche in der jungsteinzeit fest, züchtet die getreidesorten - dort wohl: Mais - zurück, bebaut die felder und kriegt heraus, wie groß die davon ernährte bevölkerung gewesen sein kann.
    Auch bei uns gibt es solche forschungen. Für Deine frage vielleicht hilfreich ein literaturhinweis: In ...
    Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 4 (Titel: Experimentelle Archäologie in Deutschland), Oldenburg 1990 (Verlag Isensee)
    .., ist unter der Rubrik "Bauen und Siedeln" die rekonstruktion steinzeitlicher Häuser beschrieben. Vielleicht findest du da genaueres. jedenfalls: es geht!
    beste grüße
    H.

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