Re: Hitler-Machtergreifung?
Hallo
Im GeschichtsUnterricht hatten wir gelernt, dass Hitler nicht
mit einer Machtergreifung nach ganz oben kam, sondern ganz
legal mit Unterstützung des Volkes durch Wahl die Macht in Dt
bekam.
Nu hatte aber doch Hitler SA-Leute bei den Wahlurnen stehen,
die die Wähler beeinflussten und er verhinderte
Wahlveranstaltungen der Opposition wie der SPD und KPD.
Außerdem wurden oppositionelle Politiker verhaftet. Iss ja
klar, dass da die Mehrheit die NSDAP wählte.
Was heutzutage und seit nunmehr 60 Jahren publiziert wird, sind die Darstellungen der Alliierten, d.h. die Inhalte sind einfach nur ein machtpolitisches Diktat. Aber selbst unter diesem Gesichtspunkt sagen die mir zugänglichen Geschichtsbücher und Lexika aus, dass 1933 eine Wahl stattgefunden hat, bei der die NSDAP mehr als 40 % der Stimmen bekam. Übrigens gab es 1936 Olympische Spiele in Deutschland. Somit war die Situation nicht vollkommen anders als die gegenwärtige. Wer heutzutage zur Wahl geht, wählt auch immer Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Unterdrückung größerer Bevölkerungsschichten. Immer sind die Nutznießer des gegenwärtigen Systems die Guten und andere die Schlechten.
Für mich ist das eine "Machtergreifung", und in den meisten
geschichtlichen Büchern ist doch auch von der "Machtergreifung
Hitlers" 1933 die Rede.
Wie bereits erwähnt, fand die "Machtergreifung" erst später statt. Die Verhältnisse sind nicht so, dass eine offene Erörterung der damaligen Verhältnisse stattfinden kann. Einerseits schneiden die Strafgesetze viele Argumente ab, andrerseits ist die Gegnerschaft linker Gruppen so massiv, dass hier ein ruhiger Diskurs möglich wäre. Es gibt allerdings Fakten - in alten Büchern aus jener Zeit kann man die Stimmung teilweise erfassen: Ein größerer Teil der Bevölkerung hatte Würde und Einkommen nach 1933 zurückbekommen, da Arbeit wieder erlaubt war. Heutzutage dürfen viele Deutsche nur für einen Stundenlohn von 1-Euro arbeiten.
MfG Gerhard Kemme
Also was denn nun?