Königsplatz in München

Von: , Frage gestellt am Do, 18. Aug 2005

Hi WWW-lers!

Da ich kein "Architektur-Brett" gefunden habe, poste ich meine Frage hier und hoffe halbwegs lebend aus dem Wagnis zu kommen! ;o))) *fg*

Aaaaaaaaalso: Es wurde mir mal mitgeteilt, daß der Königsplatz in München größtenteils untertunnelt ist (so zwischen die beide 2simetrischen" Gebäuden). Jemand anders, dagegen hat das vehement widersprochen.

Meine Frage an Euch: Wer hat Recht? wo kann ich darüber lesen?

Im Vorfeld bedanke ich mich!

Schöne Grüße aus Nürnberg
Helena *mit dem Herz aber immer in München!!*

19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
    Führerbau

    Hallo Helena,

    eines der Gebäude am Königsplatz, die heutige Hochschule für Musik und Theater, ist der 1937 errichtete "Führerbau", in dem 1938 auch das Münchener Abkommen unterzeichnet wurde. Soweit ich weiß, ist das Gebäude auf weitläufigen Luftschutzkellern errichtet und durch ein Tunnelsystem unterirdisch mit anderen Verwaltungsbauten verbunden. Die genauen Verläufe kenne ich nicht, aber sicher liegt ein Teil der Tunnel auch unter dem Königsplatz.

    http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChrerbau
    http://residence.aec.at/rax/KUN_POL/UND/MISC/fuhrbau...

    "Rund um den Königsplatz entstand nach 1933 ein Partei-Viertel mit eigenem Postamt und Heizwerk. In über 50 Gebäuden, die durch unterirdische Gänge vernetzt waren, arbeiteten 1940 dort 6000 Personen."
    Quelle: NZZ vom 8.12.2001, siehe: http://66.102.9.104/search?q=cache:twNSk4K3vBUJ:www....

    Grüße
    Wolfgang

  2. Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
    Re: Königsplatz in München

    Hallo

    Die beiden Hitlerbauten in der Meiserstrasse, gegenüber dem Königsplatz, sind durch einen Tunnel verbunden. Es wurde zu meiner Dienstzeit gemunkelt, daß von dort ein Fluchttunnel nach den Schwere-Reiter-Kasernen führen sollte, was plausibel klingt, da die NSDAP incl. Adolf Hitler ihren Amtsitz in der Meiserstrasse hatte. (Das Münchner Abkommen wurde dort unterzeichnet).

    Dieser sollte sogar mit einem Auto befahrbar gewesen sein. Allerdings ist mir ein solcher Tunnel nie aufgefallen und mir waren die Kellerräume sehr gut bekannt.

    Er könnte natürlich auch zugemauert worden sein. Es gab einige vermauerte Stellen, die das nicht gänzlich ausschließen würden. Dieser wäre dann in dieser Richtung unter dem Königsplatz gelaufen.

    gruß
    rolf

  3. Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
    Vielen Dank für Eure Antwort!

    Hi Thorshammer und Wolfgang!

    Vielen Dank, Thorshammer und Wolfgang für eure Antworten.

    Genau das ist was ich wissen wollte. Dafür jeweils ein Sternchen!

    Das einzige was mich jetzt noch wundert ist weshalb so ein Geheimnis daraus machen. Zumindest Geheimnis insofern, daß wie es ausschaut, keiner weiß es 100%-ig genau und alle haben "davon gehört", "wurde gemunkelt", "vermutet man"...

    Jedenfalls daß so viele -wenn auch "nicht ganz sicher"- Menschen davon gehört haben, ist für mich ein großes Zeichen dafür, daß dort etwas tatsächlich gibt (In die Geschichte der großen Entdeckungen basierten die ersten Grundlagen für die Inbetriebnahme von Grabungen, Forschungen, etc auf "Volkssägen", "mündlich übertragenen uralten Geschichten",... zB in Ägypten, oder gar in Newgrange in Irland)

    Also vielen herzlichen Dank und einen schönen Gruß aus Nürnberg!
    Helena

    • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
      Re: Vielen Dank für Eure Antwort!

      Hallo Helena

      Also wenn du genaue Angaben möchtest, würde ich mich direkt an die Stadt München wenden (U-Bahnbau). Zu der Zeit als der U-Bahntunnel am Königsplatz gebaut wurde (etwa vor 20 Jahren), hätte man auf einen Tunnel dieser Art gestoßen sein müssen.

      rolf

      • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
        Re^2: Vielen Dank für Eure Antwort!

        Hallo Rolf! Also wenn du genaue Angaben möchtest, würde ich mich direkt an
        die Stadt München wenden (U-Bahnbau). Zu der Zeit als der
        U-Bahntunnel am Königsplatz gebaut wurde (etwa vor 20 Jahren),
        hätte man auf einen Tunnel dieser Art gestoßen sein müssen.
        Vielen herzlichen dank für Dein Angebot, Rolf!
        In der Tat würde es mcih wirklich sehr interessieren.
        Allerdings glaube ich nicht, daß bei der UBahn-Bau unbedingt auf dieser Vertunnelung stoßen mußte. Die UBahn-Haltestelle Theresienstraße liegt so, daß man nicht unbedingt unter der Königsplatz hat bauen müssen...

        Auf jeden Fall dort werden sie es bestimmt müssen, denn sie bauten dann nahe an der Vertunnelung vorbei, denke ich.

        Also nochmals vielen Dank und einen lieben Gruß
        Helena

    • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
      Re: Vielen Dank für Eure Antwort!

      Hi, Das einzige was mich jetzt noch wundert ist weshalb so ein
      Geheimnis daraus machen. Zumindest Geheimnis insofern, daß wie
      es ausschaut, keiner weiß es 100%-ig genau und alle haben
      "davon gehört", "wurde gemunkelt", "vermutet man"...
      Bei den ganzen "NAZI-Bauten" hat man ja jahrzehntelang Panik gehabt, daß sie zu einer Wallfahrtsstätte für die braune Gemeinde werden.

      Deshalb wurden ja auch der Großteil der Bunkeranlagen in Berlin gesprengt, geschliffen, vermauert. (Finde ich übrigens SEHR schade, da man meiner Meinung nach nicht unbedingt ein NeoNazi sein muss um sich dafür zu interessieren.)

      MfG
      Nick

      • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
        Re^2: Vielen Dank für Eure Antwort!

        Hi, Bei den ganzen "NAZI-Bauten" hat man ja jahrzehntelang Panik
        gehabt, daß sie zu einer Wallfahrtsstätte für die braune
        Gemeinde werden.
        Das kann ich sehr gut verstehen und nachvollziehen... Deshalb wurden ja auch der Großteil der Bunkeranlagen in
        Berlin gesprengt, geschliffen, vermauert. (Finde ich übrigens
        SEHR schade, da man meiner Meinung nach nicht unbedingt ein
        NeoNazi sein muss um sich dafür zu interessieren.)
        ...und ich denke genauso wie du. Historiker udn allgemein-Interessierten müssen lange keine Nazis-Anhänger sein, um das besuchen zu wollen!
        Darüber hinaus frage ich mich, wer entschieden hat, welche Gebäude stehen dürfen und welche nicht, denn hier in Nürnberg, zB gibnt es schon mehrere (und ich München auch)

        Schöne Grüße aus Nürnberg!
        Helena

        • Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
          Re^3: Vielen Dank für Eure Antwort!

          Hi nochmals, Darüber hinaus frage ich mich, wer entschieden hat, welche
          Gebäude stehen dürfen und welche nicht, denn hier in Nürnberg,
          zB gibnt es schon mehrere (und ich München auch)
          Also die meisten von diesen Entscheidungen haben die Besatzungsmächte getroffen. (z.b.: die Russen haben glaub ich mehrere Versuche gestartet um den Führerbunker zu demolieren)

          Nur hatten die natürlich massiven Bedarf an Gebäuden für Ihre eigene Administration. In München sind fast alle erhaltenen Gebäude aus der Zeit von den Amis genutzt worden (von Büros bis Erholungsheime für
          Soldaten, wie am Obersalzberg).
          Jetzt im Irak werden ja auch die eine Hälfte von Saddams Palästen zerstört und in der anderen Hälfte residieren Ämter, Miltär etc.

          In Nürnberg wars ja sogar Absicht, dort wo die Reichsparteitage abgehalten wurden, vor der selben "Kulisse" die Täter zu verurteilen.

          MfG
          Nick

          p.s.: zu der offtopic Bemerkung oben: Es ist nicht nur "möglich" mit dem Herzen noch in München zu sein, sondern eigentlich Normalzustand wenn man mal länger in Minga war ;-)

          • Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
            Ja, du hast Recht

            Hi Nick! Also die meisten von diesen Entscheidungen haben die
            Besatzungsmächte getroffen. (z.b.: die Russen haben glaub ich
            mehrere Versuche gestartet um den Führerbunker zu demolieren)
            Ja, vermutlich ist es immer so, in der GEschichte: Besatzer entwcheiden immer über die Besetzten... ("The winner takes it all") Nur hatten die natürlich massiven Bedarf an Gebäuden für Ihre
            eigene Administration. In München sind fast alle erhaltenen
            Gebäude aus der Zeit von den Amis genutzt worden (von Büros
            bis Erholungsheime für
            Soldaten, wie am Obersalzberg).
            Jetzt im Irak werden ja auch die eine Hälfte von Saddams
            Palästen zerstört und in der anderen Hälfte residieren Ämter,
            Miltär etc.
            Ja stimmt! Vor ein paar Monate las ich, daß der Führerbunker in Berlin von den sowjets vernichtet und zugemauert wurde. In Nürnberg wars ja sogar Absicht, dort wo die
            Reichsparteitage abgehalten wurden, vor der selben "Kulisse"
            die Täter zu verurteilen.
            Ups! An diese Idee hatte ich gar nicht gedacht! Und es leuchtet sehr ein, diese Gebaeude zu erhalten, sozusagen als Mahnmal auch f[r den Verurteilten. p.s.: zu der offtopic Bemerkung oben: Es ist nicht nur
            "möglich" mit dem Herzen noch in München zu sein, sondern
            eigentlich Normalzustand wenn man mal länger in Minga war ;-)
            Na! Wenigstens einer der mich versteht!! Danke f[r dieses Verstaendnis! Genauso denke ich und ich war schlie-lich 11 Jahre in die Landeshauptstadt!!! }*seufz*

            Liebe Gruesse aus Nuernberg!
            Helena



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