Re^2: Kaiserkrone im Reichsschatz
Lieber Gernot,
Also erstens war 1776 von Napolopn noch keine Rede,
Das war ein blöder Tippfehler. Richtig wäre gewesen 1796.
Und von einem Krieg, der da einen französischen Genmeral nach
Deutschland geführt habenh könnte, habe ich noch nie was gehört.
Da freue ich mich aber, dass ich da dein Geschichtswissen etwas
auffrischen kann.
Was sollte die Krone in Nürnberg? Meines Wissens hatte die ja
der deutsche Kaiser auf und das war ein Österreicher.
Jetzt, lieber Gernot, bewegst du dich auf unsicherem Gelände. Lies
mal etwas über die Reichskleinodien und über die Heiltumswseisungen
im Mittelalter.
Deshalb liegt da heute noch in Wien. Nürnberg war nicht mal
Krönungsstadt - also was hätte das Ding da verloren gehabt?
Doch, doch, der Reichsschatz lag mehrere hundert Jahre in Nürnberg.
1424 hatte Kaiser Siegmund der Stadt die Reichschätze zur
Aufbewahrung für ewige Zeiten zur Aufbewahrung gegeben.
Napoleon [hat] sie auch nicht geklaut, als er nach dem gewonnenen
Krieg gegen Österreich wirklich ne Chance dazu gehabt hätte....
1796 irrte der Reichsschatz durch Europa. Zuerst nach Prag, von da
aus nach Regensburg. Als die Naoleonischen Truppen dort auftauchten,
flüchteten die Reichskleinodien nach Wien. Im Frieden von Preßburg
(nach der verlorenen Schlacht von Austerlitz), forderte Napoleon die
Kaiserkrone, um sich als aiser damit krönen zu lassen. Doch die
Wiener hatten den Schatz nach Ungarn ausgelagert. Später ging der
Reichsschatz wieder zurück nach Wien. Da man in Wien wusste, wie
gefährlich die Welt im Grunde ist, beschlossen sie, die Krone zu
behalten. Da das Deutsche Kaiserreich abhanden gekommen war, war die
Krone herrenlos geworden. Sie wurtden dem österreichischen
Reichsschatz zugefügt und liegen heute als "Antiquitäten" in
Österreichs Hauptstadt.
Mein Tippfehler war lästig, doch auch lehrreich. Intertessieren
würden in diesdem Zusammenhang die östrreichischen Argumente, mit
denen sie den Schatz beanspruchen. Die Antwort darauf interessiert
bestimmt auch die Nürnberger Stadtväter.
Also lieber Gernot, ließ mal über die Heiltümer. Das ist Geschichte
vom Feinsten.
Mit Gruß zum Wochenende, Alexandr