Hiroshima - das kleinere Übel?

Von: , Frage gestellt am Di, 13. Sep 2005

Hi!

Vielleicht kann mir ja jemand heut abend noch helfen?
Wär echt toll...

wir sollen im Englischunterricht morgen ein Kurzreferat über Hiroshima halten. Dabei sollen wir ein provokatives Statement wählen und das näher erläutern.
Meine Partnerin und ich haben uns für "Hiroshima - das kleinere Übel?" entschieden.
Nun ja... das auszuführen ist allerdings gar nicht so einfach.
Gemeint ist damit, dass durch den Abwurf der Atombomben der zweite Weltkrieg beendet wurde und somit weitere Todesopfer durch den Krieg verhindert wurden. Das ist die eine Seite, die andere ist halt...nun ja... dass es eine grausame Tat war...

Wie seht ihr das? Fällt euch noch etwas dazu ein?

Ich würde mich sehr freuen,

dankeschön,

Grüße,
Leah

29 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 12 Minuten 0 hilfreich
    Re: Hiroshima - das kleinere Übel?

    Hallo wir sollen im Englischunterricht morgen ein Kurzreferat über
    Hiroshima halten. Dabei sollen wir ein provokatives Statement
    wählen und das näher erläutern.
    Meine Partnerin und ich haben uns für "Hiroshima - das
    kleinere Übel?" entschieden.
    Das ist exakt die Truman-Propaganda. Nun ja... das auszuführen ist allerdings gar nicht so einfach.
    Oh doch. Gemeint ist damit, dass durch den Abwurf der Atombomben der
    zweite Weltkrieg beendet wurde und somit weitere Todesopfer
    durch den Krieg verhindert wurden.
    Du meinst, mit dem Tod von 300,000 Zivilisten
    wurde der Tod von 10,000 Soldaten "verhindert"? Das ist die eine Seite, die andere ist
    halt...nun ja... dass es eine grausame Tat war...
    Eine Frage am Rade, die OT ist, aber mich
    hier interessiert: Was war Deiner Meinung nach
    "grausamer", wenn Deutsche Beamte früh mit dem Fahrrad
    zur Arbeit ins Konzentrationslager fahren, aus einem
    Zug 900 Leute nach links und 100 Leute nach rechts
    schicken und dann das Zeichen zum Abmarsch für die 900
    in Richtung "Waschbaracke" gibt, während ein Mädchen-
    orchester schöne Deutsche Volksmusik spielt
    (und das beinahe jeden morgen); --

    oder die absolute Verschonung einer japanischen Grosstadt,
    um sie zur besseren Prüfung der Waffenwirkung vollständig
    verbrennen zu können - und über der man dann in
    mathematisch optimal berechneter Höhe eine Waffe
    zündet, die diese Stadt mit einem Schlag völlig ausbrennt? Wie seht ihr das? Fällt euch noch etwas dazu ein?
    Für den Unterricht ist es sicher egal, aber für
    Dich persönlich solltest Du etwas mehr versuchen,
    die Hintergründe zu verstehen. Japan war am
    Ende. Die Russen griffen Japan an. Die USA
    wollte, dass Japan gegen sie selbst
    kapituliert. Gleichzeitig war das ein
    deutliches Signal gegen die Russen:
    "Ihr habt viele Panzer - aber! Seht,
    was wir unseren Feinden antun!"

    Und diese zwei Punkte sind imho ausschlaggebend,
    denn ansonsten. "Lenin in Japan und China (und Korea)".

    Grüße

    CMБ

    • Antwort von nach 34 Minuten 0 hilfreich
      Re^2: Hiroshima - das kleinere Übel?

      Hi!

      Danke für Deine Antwort!

      Also erstmal... ich hatte nicht vor, den Atombombenabwurf zu rechtfertigen. Es geht nur darum, eine provokative (!) These aufzustellen.... Hallo wir sollen im Englischunterricht morgen ein Kurzreferat über
      Hiroshima halten. Dabei sollen wir ein provokatives Statement
      wählen und das näher erläutern.
      Meine Partnerin und ich haben uns für "Hiroshima - das
      kleinere Übel?" entschieden.
      Das ist exakt die Truman-Propaganda. Nun ja... das auszuführen ist allerdings gar nicht so einfach.
      Oh doch. Gemeint ist damit, dass durch den Abwurf der Atombomben der
      zweite Weltkrieg beendet wurde und somit weitere Todesopfer
      durch den Krieg verhindert wurden.
      Du meinst, mit dem Tod von 300,000 Zivilisten
      wurde der Tod von 10,000 Soldaten "verhindert"?
      Woher weißt Du, dass "nur" 10 000 Soldaten im weiteren Verlauf gestorben wären? Das ist die eine Seite, die andere ist
      halt...nun ja... dass es eine grausame Tat war...
      Eine Frage am Rade, die OT ist, aber mich
      hier interessiert: Was war Deiner Meinung nach
      "grausamer", wenn Deutsche Beamte früh mit dem Fahrrad
      zur Arbeit ins Konzentrationslager fahren, aus einem
      Zug 900 Leute nach links und 100 Leute nach rechts
      schicken und dann das Zeichen zum Abmarsch für die 900
      in Richtung "Waschbaracke" gibt, während ein Mädchen-
      orchester schöne Deutsche Volksmusik spielt
      (und das beinahe jeden morgen); --

      oder die absolute Verschonung einer japanischen Grosstadt,
      um sie zur besseren Prüfung der Waffenwirkung vollständig
      verbrennen zu können - und über der man dann in
      mathematisch optimal berechneter Höhe eine Waffe
      zündet, die diese Stadt mit einem Schlag völlig ausbrennt?
      Äh.... du stellst Fragen.
      Ich frage mich, ob man wirklich eine Grausamkeitsskala aufstellen sollte...

      Aber ich persönlich glaube, dass es schwer ist, den Holocaust an Unmenschlichkeit zu übertreffen.
      Oder meinst Du jetzt in Bezug auf exakt die Szene, die Du beschrieben hast?
      Das wäre allerdings etwas seltsam... Wie seht ihr das? Fällt euch noch etwas dazu ein?
      Für den Unterricht ist es sicher egal, aber für
      Dich persönlich solltest Du etwas mehr versuchen,
      die Hintergründe zu verstehen. Japan war am
      Ende. Die Russen griffen Japan an. Die USA
      wollte, dass Japan gegen sie selbst
      kapituliert. Gleichzeitig war das ein
      deutliches Signal gegen die Russen:
      "Ihr habt viele Panzer - aber! Seht,
      was wir unseren Feinden antun!"

      Und diese zwei Punkte sind imho ausschlaggebend,
      denn ansonsten. "Lenin in Japan und China (und Korea)".

      Grüße

      CMБ
      Also ich hab eigentlich ein gutes Allgemeinwissen ;-) aber alles kann ich nu auch net wissen.... (leider leider!!)
      Aber Du hast Recht... man sollte sich immer versuchen, so komplex wie möglich zu informieren und es interessiert mich ja auch.

      Jedenfalls waren meiner Partnerin und mir auch nicht mehr Pro-Punkte eingefallen, als "Der zweite Weltkrieg wurde beendet"... und das wär ja ein bisschen wenig.... nun ja... obwohl.... wenns nicht mehr gibt...gibts nicht mehr...

      oder würdet ihr den Punkt: Die Auswirkungen einer Atombombe waren anschließend bekannt unter "Pro" einordnen.
      (Ja, klingt herzlos, aber ihr wisst vielleicht, was ich meine...).

      Grüße,
      Leah

      • Antwort von nach 2 Stunden 3 hilfreich
        Re^3: Hiroshima - das kleinere Übel?

        Hallo, Also erstmal... ich hatte nicht vor, den Atombombenabwurf zu
        rechtfertigen.
        Es gibt sogar viele Historiker, die das
        mehr oder weniger "blumig" versuchten
        oder versuchen. Das kann daher kein
        Vorwurf an Dich sein. Es geht nur darum, eine provokative (!) These
        aufzustellen....
        Die These ist so "provokant" wie ein
        silbrig eingepackter Ziegenkäse im
        Supermarkt. Ich habe diese These schon
        10,000 mal gehört ;-) Du meinst, mit dem Tod von 300,000 Zivilisten
        wurde der Tod von 10,000 Soldaten "verhindert"?
        Woher weißt Du, dass "nur" 10 000 Soldaten im
        weiteren Verlauf gestorben wären?
        Ja, ich kenne die "Hochrechnungen" der damaligen
        amerikanischen Militärgeheimdienste im groben.
        Da werden schon ganz andere Zahlen genannt.
        Die wurden so "berechnet", wie die Software-
        industrie heute ihre "Verluste" durch Raub-
        kopierer berechnet. Aber nichtmal die füh-
        renden US-Generäle haben damals an solche
        Zahlen geglaubt.

        Zum einen, weil eine solch enorme jap. Truppen-
        konzentration bei der völlig desolaten Versorgungs-
        lage innerhalb von 3 Wochen auf Knieen angekrochen
        kommt. Es gab daher auch die (neuere) Strategie
        Le May's, einfach die wichtigsten Brücken und
        Strassen zu zerstören. Das hätte in Japan fata-
        le Auswirkungen, weil die Nahrung aus dem Norden
        kommt. Dies tat man nicht! Eine Frage am Rade, die OT ist, aber mich
        hier interessiert: Was war Deiner Meinung nach
        "grausamer", wenn Deutsche Beamte früh mit dem Fahrrad
        ...
        oder die absolute Verschonung einer japanischen Grosstadt,
        um sie zur besseren Prüfung der Waffenwirkung vollständig
        verbrennen zu können - und über der man dann in
        Aber ich persönlich glaube, dass es schwer ist, den Holocaust
        an Unmenschlichkeit zu übertreffen.
        Ich wollte genau darauf hinaus. Beides sind imho
        Verbrechen gegen die Menschheit. Oder meinst Du jetzt in Bezug auf exakt die Szene, die Du
        beschrieben hast? Das wäre allerdings etwas seltsam...
        Während die unterschiedslose (unbeteiligte) Verbrennung
        100,000'er in Japan "ohne Kontakt", aus der Ferne,
        geschah, wurden die Opfer in den KL zumindest
        wahrgenommen. Nach diesem Gedanken wäre
        also der KL-Tod durch Verbrennen, in dem Täter
        und Opfer eine Position zueinander einnehmen,
        "menschlicher". Wie sähest Du das? Jedenfalls waren meiner Partnerin und mir auch nicht mehr
        Pro-Punkte eingefallen, als "Der zweite Weltkrieg wurde
        beendet"... und das wär ja ein bisschen wenig.... nun ja...
        obwohl.... wenns nicht mehr gibt...gibts nicht mehr...
        Das stimmt iirc nicht einmal so. Der Krieg wurde
        nicht unbedingt durch die "Atombombe" beendet; noch
        konnten das die Amerikaner vorher wissen oder vermuten -
        auch wenn hier eine Kausalität vorzuliegen scheint.

        Es kann ursächlich damit zu tun haben,
        aber danzu müsste man die Positionen und Einflüsse
        der Führngsmitgieder der japan. Elite kennen.

        "Der Krieg wurde durch die Atombombe beendet" ist
        einfach eine nachträgliche Rechtfertigung im
        Angesicht des von einem selbst ausgelösten Grauen.

        Grüße

        CMБ

        • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Hiroshima - das kleinere Übel?

          Hallo CM5, Es geht nur darum, eine provokative (!) These
          aufzustellen....
          Die These ist so "provokant" wie ein
          silbrig eingepackter Ziegenkäse im
          Supermarkt. Ich habe diese These schon
          10,000 mal gehört ;-) Du meinst, mit dem Tod von 300,000 Zivilisten
          wurde der Tod von 10,000 Soldaten "verhindert"?
          Woher weißt Du, dass "nur" 10 000 Soldaten im
          weiteren Verlauf gestorben wären?
          Ja, ich kenne die "Hochrechnungen" der damaligen
          amerikanischen Militärgeheimdienste im groben.
          Da werden schon ganz andere Zahlen genannt.
          Die wurden so "berechnet", wie die Software-
          industrie heute ihre "Verluste" durch Raub-
          kopierer berechnet. Aber nichtmal die füh-
          renden US-Generäle haben damals an solche
          Zahlen geglaubt.

          Zum einen, weil (...)
          10.000 scheint für Dich ja so etwas wie die zentrale Zahl zu sein ... eine Zahl universeller Gültigkeit sozusagen.

          Und ach ... wärest Du nicht Russe sondern Indianer, so hießest Du nicht Semjon Michailowitsch, sondern der, der auf die Kacke haut.

          Gruss Jacobias

          • Antwort von nach 20 Stunden 3 hilfreich
            Re^5: Hiroshima - das kleinere Übel?

            Hallo 10.000 scheint für Dich ja so etwas wie die zentrale
            Zahl zu sein ... eine Zahl universeller Gültigkeit sozusagen.
            Ja, sowas wie die "40" bei den Völkern Deines
            Stammvaters Abraham und "42" bei den Ägyptern. Und ach ... wärest Du nicht Russe sondern Indianer, so hießest
            Du nicht Semjon Michailowitsch, sondern der, der auf
            die Kacke haut
            .
            Fast richtig: "Xebitche -- He who talks loud says nothing"
            wäre die richtige Antwort gewesen ;-)

            Grüße

            CMБ

      • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Hiroshima - das kleinere Übel?

        Hallo Leah,

        hier noch eine Ergänzung:

        - Aug. 6, 1945 - Hiroshima (http://de.wikipedia.org/wiki/Little_Boy)

        - Aug. 8, 1945, a week before Japan's surrender
        in World War II, 1.5 million Soviet troops
        launched a massive surprise attack against
        Japanese occupation forces in northern China and
        Korea, an area the size of Western Europe.
        (http://goldsea.com/Asiagate/508/08soviet.html)

        - Aug. 9, 1945 - zum ersten mal trifft sich das
        jap. Kriegskabinett (die "Grossen 6"), Kantaro,
        Shigenori, Korechika, Mitsumasa, Yoshijiro, Soemu
        zum Thema "Kapitulation".
        Die "Grossen 6" diskutieren ernsthaft über Konditionen
        über die Beendigung des Krieges. Das Ende des Krieges
        und einige "Bedingungen" wurden einstimmig beschlossen.
        (nach ISBN 342627325X [Buch anschauen])

        Nur noch so als Anmerkung ...

        Grüße

        CMБ

      • Antwort von nach 4 Stunden 1 hilfreich
        <--- hier die 'provokante These'

        "Atombomben hatten nichts mit der
        japanischen Kapitulation zu tun"?

        Das wäre doch mal ein frisches
        Produkt im Supermarkt ;-)

        Grüße

        CMБ

  2. Antwort von nach 42 Minuten 1 hilfreich
    Re: Hiroshima - das kleinere Übel?

    Hallo,

    der Krieg war für Japan zu dieser Zeit eh schon verloren.
    Militärisch war die Verbichtung der beiden Städte wertlos. Es gab da weder eine nenneswerte Rüstungsproduktion, deren Fehlen sich innerhalb der nächsten Wochen ausgewirkt hätte noch eine Konzentration von Militär. Einzig und allein der moralische Effekt war da - und auch der hat ja nicht zur sofortigen Kapitulation geführt. Am Ende kapitulierte Japan ja wegen der Unmöglichkeit, den krieg militärisch entscheiden zu können und nicht wegen der beiden zerstörten Städte.

    Die Hunderttausende mußten allein aus einem einzigen Grund sterben - es galkt die Russen zu beeindrucken. Die USA wollten sich als militärisch eindeutig ü+berkegen in Scene setzen. Der Abwurf der Bomben war mehr Nachkriegspolitik als Kriegsentscheidung.
    Und als solcher ging er schief, weil er nur dazu geführt hat, daß Die Russen noch verbissener selber nach der Bombe gesucht haben. Aber das werden die blöden Amis nie begreifen - mit der Drohung durch eine Superwaffe und durch einen Angriff erzeugt man keinen Gehorsam, sonmdern nur die Suche nach einem eigenen militärischen Ausweg.


    Gernot Geyer

    • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Hiroshima - das kleinere Übel?

      Servus!

      Nicht, dass ich die Atombombenabwürfe verteidigen will. Nur - der Historiker verurteilt nicht, er versucht zu begreifen, und daher versucht er sich in die damaligen Köpfe hineinzuversetzen.
      Und da kann ich mir vorstellen, dass die USA damals ganz anders dachten als Du heute - u.a. fällt mir dazu ein, dass man gar nicht einschätzen konnte, was man da eigentlich tat. Bei den ersten Tests hatte man ja auch US-Soldaten um den Testplatz postiert, weil man sehen wollte, ab wann es die Männekens umbläst...
      Die Amis glaubten damals noch, dass sie halt einfach eine Megariesensuperbombe hätten, mit der sowohl Japaner als auch Russen SO beeindruckt wären, dass die einen endlich aufgeben und die anderen in Zukunft nicht aufmucken. Die Verstrahlung unterschätzte man - damals noch.
      Um´s mal provokant zu formulieren (und um Provokation ging´s ja in diesem Thread von Anfang an): Von der Motivation her sind die Atombombenabwürfe durchaus auch mit der Bombardierung Dresdens oder Hamburgs zu vergleichen. Und die Amis dachten 1945 garantiert auch in diesen Bahnen: Die Zermürbungstaktik per Städtebombardierung hatten sie
      schon in Deutschland angewandt. Nur hatten sie jetzt eine Bombe, die die vielen gefährlichen Flüge über feindliches Gebiet überflüssig machte. Ein Flugzeug, eine Bombe - gleicher Effekt.
      Wie gesagt: Ich verteidige hier nichts. Eine militärische Führung, die ihre Soldaten schon seit langem verheizt, durch die Bombardierung von Zivilisten zum Aufgeben zwingen zu wollen, das ist hirnrissig (oder zeugt von Verzweiflung auf Seiten des Bombenwerfers) und ein Kriegsverbrechen, im Fall Dresden genauso wie in Hiroshima. Mir geht´s hier darum, die Motivation der Amis zu verstehen, die zu dem Verbrechen geführt hat. der Krieg war für Japan zu dieser Zeit eh schon verloren.
      Nur, von den Deutschen wusste man, wie lange sich so ein eh schon verlorener Krieg noch hinziehen konnte, wenn der Verlierer das partout nicht einsehen will. Schon beim "Inselhüpfen" hatten die Amis ja die Erfahrung gemacht, dass Japaner im Zweifelsfall bis zum allerletzten Mann kämpfen. Is also kein Argument, den Amis den ganz schwarzen Peter zuzuschieben. Militärisch war die Verbichtung der beiden Städte wertlos. Es
      gab da weder eine nenneswerte Rüstungsproduktion, deren Fehlen
      sich innerhalb der nächsten Wochen ausgewirkt hätte noch eine
      Konzentration von Militär.
      Äh?
      Lies mal:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Atombombenabwurf_auf_Hi...
      http://de.wikipedia.org/wiki/Nagasaki
      Da steht: Nagasaki war Rüstungsschwerpunkt. Die Mitsubishi-Werke stellten Waffen her, in Nagasaki war ein Großteil der japanischen Flotte gebaut worden, und die Stadt war DER Ölhafen an der japanischen Westküste - im Japanischen Meer gibt´s Ölvorkommen, die damals ausgebeutet wurden und Japans einzige damals noch erreichbare Vorräte darstellten.
      Hiroshima war Truppensammelpunkt, Hauptquartier der Seestreitkräfte und ebenfalls Rüstungsschwerpunkt (Mitsubishi-Werften). Einzig und allein der moralische Effekt war da
      Der war AUCH da - wobei ich nicht entscheiden will, welcher der verschiedenen Aspekte, die die USA zum Abwurf bewogen haben, wichtiger war. Die Masse hat´s halt gemacht. Man konnte dem Gegner empfindlich schaden und ihn moralisch fertig machen. Und gleichzeitig noch Stalin beeindrucken, damit er in Ostasien nicht zuviel fordert (die Kurilen hatte er ja noch schnell besetzt, und es stand zu fürchten, dass er noch mehr forderte) - und auch der hat ja nicht zur sofortigen
      Kapitulation geführt. Am Ende kapitulierte Japan ja wegen der
      Unmöglichkeit, den krieg militärisch entscheiden zu können und
      nicht wegen der beiden zerstörten Städte.
      Japan kapitulierte 6 Tage nach Nagasaki! Ich denke schon, dass das mit dem Abwurf der A-Bomben zu tun hatte... Die Hunderttausende mußten allein aus einem einzigen Grund
      sterben - es galkt die Russen zu beeindrucken. Die USA wollten
      sich als militärisch eindeutig ü+berkegen in Scene setzen. Der
      Abwurf der Bomben war mehr Nachkriegspolitik als
      Kriegsentscheidung.
      Hätte Churchill die Bombe geworfen, würde ich dir zustimmen. Die USA hatten zwar auch schon spitzgekriegt, wes Geistes Kind Stalin war, aber deren Nachkriegspolitik begann so richtig erst nach dem Krieg, und war eine Reaktion darauf, dass Stalin während des Krieges was anderes sagte als er nach dem Krieg machte.

      VG
      Christian



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