ich beziehe mich auf den Artikel weiter unten (Foltermuseum), beginne aber trotzdem einen neuen Thread, da es mir um grundsätzliches geht.
Ich habe letztens einige Artikel gelesen, in denen mir klar wurde, dass vieles in unserem heutigen Geschichtsbild einfach falsch ist.
Beispiele:
Die Behauptung, im Mittelalter sei die Erde für flach gehalten worden
Inquisition als Terrororganisation, Foltern, Hexen im Mittelalter
Die Geschichte mit Galileo
Guernica
(Pikant ist ja z.B. dass die angeblichen Keuschheitsgürtel der Kreuzritterfrauen im 19. Jahrhundert als Sexspielzeug erfunden worden sind …usw.)
usw.
Die Tatsache, dass das alles heute Allgemienwissen zu sein scheint, beunruhigt mich und bringt mich zu der Frage, wie manipulierbar Geschichte eigentlich ist.
Habt Ihr noch weitere Beispiele
(Habe bereits das Lexikon der polupären Irrtümer von Krämer und Trenkler)
Darum suche ich weitere Beispiele für bewiesene Fehler (die übrigens auch jeder Lehrer verzapft), die in der Wissenschaft bereits aufgeklärt sind.
ich beziehe mich auf den Artikel weiter unten (Foltermuseum),
beginne aber trotzdem einen neuen Thread, da es mir um
grundsätzliches geht.
Ich habe letztens einige Artikel gelesen, in denen mir klar
wurde, dass vieles in unserem heutigen Geschichtsbild einfach
falsch ist.
Beispiele:
Die Behauptung, im Mittelalter sei die Erde für flach gehalten
worden
Inquisition als Terrororganisation, Foltern, Hexen im
Mittelalter
Die Geschichte mit Galileo
Guernica
Du bezweifelst die Existenz von Folter als Mittel des Strafprozesses im MA? Oder die „Hexen“-Verbrennungen?
Das wundert mich schon etwas.
Dass die Folter damals ein „legales“ Mittel zur Feststellung der Wahrheit im Strafprozeß war steht in jeder damaligen Strafprozeßordnung (würde man heute sagen) und deren Anwendung ist in Zehntausenden von erhaltenen Prozeßakten belegt.
Das Buch „Hexenhammer“ von Insistoris / Spengler, das die Hexenverfolgungen erst so richtig auf Touren brachte, steht bei mir im Regal. Hexenverbrennungen sind in alten Prozeßakten zehntausendfach dokumentiert.
Was soll daran „erfunden“ sein???
frank
Du bezweifelst die Existenz von Folter als Mittel des
Strafprozesses im MA?
Bei der Diskussion unten ging es um FolterWERKZEUGE. Meine Anmerkung unten war, dass es davon kaum Originale gibt, sondern meistenteils Fälschungen aus dem 19. Jahrhundert.
Oder die „Hexen“-Verbrennungen?
Hier ist der Witz, dass im allgemeinen Bewusstsein die Hexenverbrennungen im Mittelalter gewesen sein sollen; tatsächlich handelt es sich um Phänomem der frühen Neuzeit. Die Hexenverbrennungen stehen auch kaum im Zusammenhang mit der Inquisition, sondern waren Sache der weltlichen Gerichte.
ich habe schon zwei Illigs gelesen. (Das erfundene…; wer hat an der Uhr gedreht)
Ist ganz interessant.
Nur leider kann ich das eh alles nicht nachprüfen.
Da kommts einfach drauf an, wem man glaubt.
Und manches bei Illig schien mir ziemlich wirr, andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass unser ganzes Wissen übers Mittelalter ziemlich manipuliert ist.
Also ich persönlich glaube, dass Herr Illig da einem Phantom
nachjagt.
Hi Mike!
Ich bin selbst kein Historiker und kann - wie auch Peter von sich schrieb - solcherlei Theorien im Grunde nur glauben.
Ob Illig nun im Recht ist oder nicht, ist nicht wichtig (mal ehrlich: für wen hat Karl der Große eine aktuelle, gegenwärtige Bedeutung, die durch seine Fiktionalität aufgehoben würde?). Für mich war das Buch interessant, weil man darin eine Menge darüber lernt, wie Geschichtsschreibung „arbeitet“, wie sie mit Theoremen, Antithesen, Fakten umgeht usw.
Ferner finde ich es angesichts des unglücklichen Umgangs der Menschen mit ihrer Geschichte (aus der sie offenbar viel zu selten etwas lernen) sehr wichtig, daß der Konstruktionscharakter „der“ Geschichte bewußt gemacht wird - und dabei helfen Illigs Thesen allemal.
Ich bin ja auch nur Hobbyhistoriker, habe aber auch einen guten Einblick in moderne Datierungsmethoden.
Das „tragische“ am guten Illig ist, dass er zwar seine Finger auf die äusserst dürftige Geschichtsschreibung in W-Europa zwischen dem Fall Westroms und den Ottonen legt. Da liegt sicher noch vieles im argen was auch kein Historiker bestreitet.
Aber dann greift er zu weit und unterstellt, das wo nichts überliefert ist, auch nichts war. Und so lässt man einfach 300 Jahre verschwinden.
300 Byzanz - gefälscht - 300 Jahre Arabische Geschichte - gefälscht- usw usw usw. Ist schon ein wenig absurd, oder?
Ein Beispiel aus der jüngsten Geschichte (auch schon 50 bis 80 Jahre her) Es gibt die Story vom Semicaust, die sich trotz mangelder Beweise aus der antideutschen Kriegspropaganda bis in die jüngsten Tage hinübergerettet hat. Schon 1918 wurde behauptet, daß die Deutschen 6 Mill.Juden umgebracht hätten.
Wer sich ernsthaft für dies Thema interessiert sollte den Prozess gegen Lipstadt ( angestrengt von Irving) im Internet nachlesen dort wird im Einzelnen auf alle möglichen Beweise für oder gegen den Holocaust eingegangen.
Gruß Klaus
Wer sich ernsthaft für dies Thema interessiert sollte den
Prozess gegen Lipstadt ( angestrengt von Irving) im Internet
nachlesen dort wird im Einzelnen auf alle möglichen Beweise
für oder gegen den Holocaust eingegangen.
Die Tatsache, dass das alles heute Allgemienwissen zu sein
scheint, beunruhigt mich und bringt mich zu der Frage, wie
manipulierbar Geschichte eigentlich ist.
Nicht wirklich. Es gibt einige Legenden, die man immer wieder hört: ‚Der Untergang der Lusitania hat die USA zur Kriegserklärung bewegt‘ und einige zum Kriegsverlauf im 2. Weltkrieg.