Re^2: Fluchtwege aus Frankreich zur Nazizeit
Hallo,
die Flucht nach Spanien war (zur Durchreise) z. B. Juden und
Katholiken gut möglich. Von dort konnte man Südamerika relativ
leicht erreichen.
Ja, wenn er /sie nicht vorher interniert wurden!!!
gib mal bei google 'Frankreich internierungslager' ein, dann wirst Du anders darüber denken, z.B.:
http://golm.rz.uni-potsdam.de/Seghers/frankreich/Lag...
Zu Einzelheiten einer Flucht hier:
http://golm.rz.uni-potsdam.de/Seghers/index.htm
"....Nach dem Sieg der Hitlerarmeen und dem Waffenstillstand von Compiègne wurde Frankreich zur Falle für die deutschen Emigranten. Aufgrund des Artikels 19 Absatz 2 des Waffenstillstandsvertrages mußte Frankreich sämtliche Personen deutscher Herkunft ausliefern, die Deutschland nannte. Somit war das Asylrecht sowohl im besetzten Nordfrankreich als auch in der Vichy-Zone aufgehoben. Die Emigranten galten, soweit sie nicht interniert waren, als vogelfrei. Der einzige Ausweg der Nichtinternierten, aus Frankreich zu entkommen, war die Flucht über Spanien und Portugal in die USA, zu dieser Zeit das Hauptasylland. Die Einreise in die USA war allerdings mit einem komplizierten rechtlichen Verfahren verbunden. Ähnlich schwierig war zudem die Ausreise aus Frankreich. Selbst wenn man den zum Verlassen des Wohnortes notwendigen sauf- conduit erhielt, blieb kaum mehr als die Hoffnung, auch in den Besitz eines Visums zu kommen. Lediglich in Nizza und Marseille arbeiteten noch ausländische Konsulate. Der Emigrant erhielt eine zeitlich nur knapp bemessene Aufenthaltserlaubnis, vorausgesetzt, er hatte den Nachweis erbringen können, daß er sich um die Ausreise aus Frankreich bemühte. Nicht gemeldete Ausländer waren von den fast täglichen Razzien, wie sie auch "Transit" schildert, bedroht...."
Gruß
Peter