Antwort von
nach 15 Stunden
hilfreich
Re: Knappen im mittelalterlichen Asien?
Hallo,
für Japan würde ich behaupten: nein.
Die Samurai stellten eine eigene Kaste dar, man wurde also hineingeboren. Sehr selten bekamen Mitglieder anderer Kasten diesen Titel wegen besonderer Leistung verliehen. Anwärter auf die Samurai-Kaste konnte es also nicht geben. Die Samurai erhielten eine hervorragende Erziehung, die unter anderem Literatur, Religion, Kalligraphie, Etikette, Musik, Mathematik, Medizin, Astronomie, Dichtkunst, Jagd und die Tee-Zeremonie umfasste. Besonders wichtig war die Erziehung in Etikette, da ein Fehlverhalten unter Umständen die Verpflichtung zu Seppuku ("Hara-Kiri") nach sich führte.
Der wichtigste und hauptsächlichste Teil der Erziehung war allerdings Bujutsu (Kriegskunst), bestehend u.a. aus Kyujutsu (Bogenschiessen), Bajutsu und Suibajutsu (Reiterei), Yarijutsu (Speerkampf), Naginatajutsu (Kampf mit Stangenwaffen), Kenjutsu und Iaijutsu (Schwertkampf).
Es gab allerdings etwas ähnliches wie Knappen, allerdings nur von der Aufgabenstellung. Die sog. Gennin hatten die Aufgabe, für Pferd, Waffen und Rüstung des Samurai zu sorgen; sie hatten eine Dienerrolle.
Gruss
Peter