Bereicherung von NS-Politikern

Von: , Frage gestellt am Do, 2. Mär 2006

Hallo,
mir ist bekannt, dass Hitler von allen Steuerschulden 1934 befreit wurde und auch für die Erträge aus "Mein Krampf" nicht besteuert wurde.
Haben auch andere NS-Politiker sich auf eine derartige oder andere(Göring Karinhall) Art bereichert?
Danke im Voraus
Gruss
Rainer

9 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 22 Minuten 0 hilfreich
    Re: Bereicherung von NS-Politikern

    Hallo Rainer, mir ist bekannt, dass Hitler von allen Steuerschulden 1934
    befreit wurde und auch für die Erträge aus "Mein Krampf" nicht
    besteuert wurde.
    Dafür verzichtete er auf seine Besoldung als Reichskanzler und
    aus allen seinen anderen Staatsämtern und durch Steuerbefreiung
    allein ist noch keiner reich geworden.

    Ich will diesen Herren keineswegs in Schutz nehmen - aber jeder
    Gauleiter dürfte da schlimmer gewesen sein.


    Viele Grüße

    Jake

    • Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Bereicherung von NS-Politikern

      naja, es gab da noch die Führerpäckchen und und ....
      nicht zu vergessen wie sich die Beamten indireckt bereicherten indem sie "Nachlässe" der Juden als erste einverleibten
      Es gibt da eine Liste, die diese noch verlängern würde ... [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Bereicherung von NS-Politikern

        Hallo Liebelt, durch Steuerbefreiung allein ist noch keiner reich geworden.

        Ich will diesen Herren keineswegs in Schutz nehmen - aber
        jeder Gauleiter dürfte da schlimmer gewesen sein.
        naja, es gab da noch die Führerpäckchen und und ....
        nicht zu vergessen wie sich die Beamten indireckt bereicherten
        indem sie "Nachlässe" der Juden als erste einverleibten
        Es gibt da eine Liste, die diese noch verlängern würde ...
        Da hast du mich leider missverstanden. Ich bestreite doch nicht
        Korruption und Bereicherung im 'SS-Staat' und zu deiner Liste
        könnte ich einiges hinzufügen ...

        Ich wiess nur darauf hin, dass von Hitler selbst nichts derartiges
        bekannt ist. Das er als Autor dieses unsäglichen Buches reichlich
        verdiente kann man ihm kaum vorwerfen - allenfalls die staatliche
        Absatzförderung und andere verdienen an schlechten Büchern auch
        eine goldene Nase. Auf sein Einkommen als Parteivorsitzender und
        in seinen Staatsämtern hat er (natürlich öffendlichkeitswirksam)
        verzichtet und seine persönliche Lebensweise war eher bescheiden.
        Sein einziger Luxus war der Berghof ... und der war ein Geschenk
        seiner Partei an ihn.

        Fazit: Wenn man über die Korruption und Veruntreuung in all ihren
        Spielarten im '3. Reich' was sucht ist der Führer kaum ein Ansatz-
        punkt. Der beging wesentlich schlimmere Verbrechen ...

        Viele Grüße

        Jake


        Viele Grüße

        Jake

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Bereicherung von NS-Politikern

          Hallo,

          darüber läßt sich streiten.

          Zunm Beispiel bekam jedes Ehepaar bei der Heirat einmal "Mein Kampf" auf Staatskosten. Das war schon mehr als nur eine Werbung oder indirekte Absatzförderung - darauf hätte er echt verzichten können.
          Jemand hat auch schon auf die Einnahmen durch die Wertungsrechte seines Bildes auf briefmarken hingewiesen. Wenn das stimmt - darauf hatte er ja wirklich Einfluß. Er hätte ja was anderes draufdrucken lassen können (Wilhelm II z.B, war auf keiner Briefmarke. Seine Begründung; Er wollte nicht ständig von vorn geschlagen und von hinten geleckt werden - auch nicht als Bild.)
          Und der Berghof... also da hat doch einer dran gedreht. Üblicherweise hat eine Partei ja so viel geld auch gar nicht, um so was zu verschenken. Aber die NSDAP wurde teilweise staatlich finanziert, die konnte das. Und auch hier - er hätte ja ablehnen können. Aber ich schätze mal, da war sogar der Vorschlag von ihm.
          Was man nicht weiß in der Regel: Herr Schröder zahlte für seine Wohnung im Kanzleramt Miete. Und er zahlte auch, wenn mal seine Frau mit auf Staatskosten flog - und nicht wenig. (Deshalb fliegen die Ehepaertner nie mit - ein Linienflug ist billiger als das, was die Luftbereitschaft berechnet). WO wohnte Hitler in Berlin? Und wo seine Freundin Eva Braun? Und wer zahlte dafür?
          Sicher hat sich Hitler nicht illegal bereichert. Weil an der Quelle sitzt, braucht ja nur die Gesetze und Vorschriften entsprechend zu ändern, damit alles legal ist. Deshalb ist ja auch die rechtliche Aufarbeitung von DDR-Unrecht so schwer, weil die Bonzen der DDr nach den Gesetzen der DDR ja keine Verbechen begangen haben.
          Nur - sauber ist es trotzdem nicht.

          Gernot Geyer


          • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Bereicherung von NS-Politikern

            Was auch nicht ganz zu vergessen ist: die Kunstsammlung, die sich Hitler für sein geplantes Museum zusammentragen ließ.

    • Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Bereicherung von NS-Politikern

      Hallo,
      dann lies Dir mal den folgenden Link durch:
      http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/908/4486...
      Demnach muss Hitler als er sich in den Abfallkorb der Geschichte schoss, steinreich für damalige Verhältnisse gewesen sein.
      1,2 Millionen Reichsmark für "Mein Krampf" im Jahr 1933, ich kenne die Gesamtauflage dieser Schwarte nicht, aber wenn er sich für 7,2 Millionen RM mal so 10 Quadratkilometer kaufen kann, dann hätte er auch sein Einkommen versteuern können, so wieder andere Deutsche auch. Für sein Konterfei auf Briefmarken bekam er auch noch geld, unversteuert.
      Gruss
      Rainer [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Bereicherung von NS-Politikern

    Hallo,
    Haben auch andere NS-Politiker sich auf eine derartige oder
    andere(Göring Karinhall) Art bereichert?
    Wenigstens Göring muß mit seinem Volk (anders als Hitler)letztlich zufrieden gewesen sein, denn am Ende seines Lebens in Nürnberg resümierte er: "Wenigstens 12 Jahre anständig gelebt".

    Wolfgang D.

  3. Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
    Re: Bereicherung von NS-Politikern

    Haben auch andere NS-Politiker ... Art bereichert?
    Meiner Meinung nach ist doch nicht wichtig, wieviel Autorenhonorare Hitler bezog. Was ich für viel wichtiger halte, ist die Frage, inwieweit die Selbstbereicherung von Nazi-Funktionären zur Triebfeder des Holocaust wurde.

    Es ist bemerkenswert, dass einige Provinzgrößen systematisch Vermögen, Immobilien und Kunstgegenstände der nach Auschwitz deportierten Juden an sich rafften.

    Man kann sich sogar fragen, in welchen Maße überhaupt eine Ideologie die Täter motivierte oder ob es nicht allein die Möglichkeit der Selbstbereicherung war.

    Dieser Mechanismus hätte wahrscheinlich auch funktioniert, wenn man - anstatt der Juden - Personen mit dem Anfangsbuchstaben S oder mit der Schuhgröße 42 für vogelfrei erklärt hätte.

    • Antwort von nach 3 Tagen 1 hilfreich
      Re^2: Bereicherung von NS-Politikern

      Hallo,

      üblicherweise schließt ja das eine (der Glaube an die Ideologie) das andere (die Sucht nach Bereicherung) nicht aus.
      Und letztlich - geben wir es doch mal zu - am Enbde steht doch meistens wirklich das Gekld im Mittelpunkt, bei jedem. Nicht umsonst ist ja der auf das Bewußtsein der Leute zielende Sozialismus gescheitert - die Leute sind am Ende einfach den Bananen nachgelaufen wie die Affen. Der höhere Lebensstandart hat weit mehr gezogen als jedes andere Argument.

      Insofern sind viele Hitler echt auf den LKaim gegangen, weil die Nazis in der Zeit der Weltwirtschaftkrise einfach den Leuten Arbeit und ein besseres Leben versprachen. Udn weil nun mal nach jeder Krise ein Aufschwung kommt und weil das System erst mal auf Pump wirtschftete, konnte er dieses versprechen auch erst einmalhalten Später kam der Gewinn aus der Judenenteignung und noch später die Ausbeutung der erorberten Länder dazu. Und bei den Notverkäufen der Juden bzw. den Ramschverkäufen nach deren Enteignung haben große Teile auch des deutschen Normalvolkes ihren Schntitt gemacht.
      Da war es so, daß sich der tatsächliche Haß auf die Juden quasi auch noch auszahlte - sozusagen doppelter Gewinn.

      Hitler selbst - also der hat schlichtweg einfach geglaubt, was er erzählt hat. Dem ging es echt nicht vordergründig um Gewinn dabei. Und sicher war das auch bei den meisten alten Kämpdern so - zu Beginn war ja wirklich nichts zu gewinnen dabei.
      Das heißt natürlich nicht,m daß man (einmal in der Lage dazu) später das Ganze nicht auch zur bereicherung genutzt hat.
      Die, die später kamen, hat wohl wirklich mehr der Wunsch nach reichtum und MAcht getrieben. Wobei der Wunsch, Macht zu besitzen, ja auch ein enormes Triebmittel sein kann.


      Gernot Geyer

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