Re: Krieg zwischen Demokratien
Hallo,
ich erinnere mich dunkel an meinen Politikwissenschaftsschein zum Thema "Demokratie als Friedensfaktor". Dort wurde diese These in der Tat behandelt.
Ich weiß nicht, ob es noch nie Krieg zwischen Demokratien gab, meine mich aber an folgende Thesen zu erinnern, weshalb Demokratien weniger Kriege führen (insb. beginnen):
- aufgrund der (in welcher Form gearteten) Partizipation des Volkes an an der Machtausübung, haben diejenigen größeren Einfluss auf eine Kriegsentscheidung, die von den Auswirkungen eines solchen (Zerstörung, Kriegsdienst, Hunger, etc.) betroffen sind.
- Demokratien haben gewöhnlich ein freies Wirtschaftssystem inklusive Eigentumsrechten. Demnach hat die Regierung weniger Einfluss auf die Erstellung einer Kriegsproduktion und somit weniger greifbares Potential zur Herstellung der Kriegsmaschienerie.
- Basierend auf einem freien Wirtschaftssystem haben Demokratien ein großes Diplomatie- und Vertragssystem zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit anderen Staaten entwickelt, welches der Konfliktlösung auf dem Verhandlungsweg dient.
- Demokratien haben überwiegend ein rechtsstaatliche geprägtes Rechtssystem, welches einer Kriegsentscheidung der Regierung und der damit verbunden Inanspruchnahme des Volkes hierzu deutlich höhere Hürden setzt.
Das ist wie gesagt nur eine Wiedergabe der Thesen, ich kann diese selbst nicht als richtig oder falsch werten.
Gruß
Dea
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