Antwort von
nach 26 Tagen
hilfreich
Re^2: nette polemik, aber ...
Ja, mein Lieber, woher soll ich denn wissen, daß Du die
Straßenbeleuchtung meinst!! Auch augenbrauenhochziehend (beide
Augen plus Hühnerauge). An Deiner Antwort läßt sich das nicht
erkennen.
da haste recht, das räum ich ein. aber sonst wärst du sicherlich nicht so auf tempo gekommen *kicher*
zunächstens: strom kommt ja auch zT aus erdgaskraftwerken.
Erdgaskraftwerke arbeiten nur als Spitzenlastwerke, bisher.
Also im Notfall. Sind für den normalen Gebrauch viel zu teuer,
deshalb werden sie jetzt auch größtenteils außer Dienst
gestellt.
dazu schreibe ich später noch was
aber konkret: öl-, braunkohle- und atomkraftwerke, mit deren
produktion strassenlaternen zum leuchten gebracht werden, sind
allemal keine besonders appettitlichen alternativen. dezentral
heisst nicht mehr und nicht weniger als: die energie wird da
erzeugt, wo sie gebraucht wird. insofern gibt es keine
transportverluste.
Also jedes Dorf bekommt wieder sein eigenes Gaswerk!! Du weißt
doch sicher, wie Stadtgas hergestellt wird! Durch Gaswerke im
Ort, befeuert mit Koks. Koks ist ein Abfallprodukt der
Stahlindustrie und fällt heute kaum noch an. Müßte also
künstlich erzeugt werden. Dazu die Transporte täglich zu jedem
einzelnen Gaswerk.
ich will doch keine renaissance von stadtgas, sondern spreche von ERDgas!
es geht mir nur um die strassenbeleuchtung. bei einem
(kaufmännisch) abgeschriebenen gasnetz für die laternen bin
ich recht sicher, dass gas billijer ist als strom, wenn man
eine gesamtrechnung macht.
Strom ist für alles einsetzbar, Stadtgas nur für die
Beleuchtung und zum Kochen.
komm komm, durch kurzschlüsse, funkenflug etc passiert auch
allerhand, ich weiss nicht, wieviel wohnungen jährlich durch
defekte elektroinstallationen ausbrennen und menschen zu
schaden kommen...
Fast wöchentlich fliegt doch jetzt in Deutschland ein Haus in
die Luft. Jedesmal mit vielen Toten. Bei normalem Abrennen
durch Kurzschluß kommt meist niemand zu Schaden.
dieser ganze vergleich ist sowieso äpfel und birnen, aber bitte: ich bekomme heute oder morgen aus der todesursachenstatistik, wieviele menschen durch gas- bzw. stromeinwirkung zu tode gekommen isnd – selbstmorde natürlich ausgenommen.
noch mal zur klarstellung: gerne räume ich ein, dass
gasbeleuchtung heute insgesamt keine alternative zum strom ist
(ich kann mich noch erinnern, wie in den frühsechziger jahren
in unserer wohnung die gasbeleuchtungsanschlüsse geschlossen
wurden und ich als kind froh drum war), aber bei der
strassenbeleuchtung ist das ne diskussion wert.
Kannst Du Dich auch noch an die örtlichen Gaswerke erinnern?
Jedes Dorf hatte damals ein kleines Stück schmutziges
Ruhrgebiet
in seinem Bereich. Das allein ist schon ein Vorteil, der die
Abschaffung lohnte.
wie gesagt: erd-, nicht stadtgas.
dietmar