Weiter unten hat Heinz-Jürgen eine Diskussion über die Heimatliebe der Sudetendeutschen angezettelt, und dazu abschließend folgende Worte gefunden:
Ich frage mich schon, was ist dabei, wenn ich meine Heimat liebe.
Vor allem meine schärfsten Kritiker möchte ich fragen, was sie
dazu sagen, wenn Tschechien zur EU kommt und dann die Zigeuner
in Scharen nach Deutschland kommen.
Der zweite Satz entlarvt den ersten als Heuchelei, wenn nicht sogar als Lüge.
Anscheinend geht es Heinz-Jürgen weniger um seine Heimatliebe als darum, seinen Hass auf andere Menschen (Tschechen, Zigeuner) auszudrücken.
Auch ich liebe meine (linksrheinische) Heimat, aber ich liebe auch die Vielfalt dieser Welt und achte die Heimatliebe von Menschen, die anders leben als wir Deutschen. Wenn ein Zigeuner an seiner Lebensart festhält, liegt das an seiner Heimatliebe. Auch ein Nomadenleben lässt Heimatliebe entstehen.
Hallo tonikal, vielen Dank für Deinen Beitrag. Aber es ist schade, daß Du das alles mißverstehst. Ich habe keinen Hass auf die Tschechen, ganz im Gegenteil, ich habe sogar Freunde dort und das nach all dem Vorangegegangenen. Etwas anderes ist mit den Zigeunern. Denn allein in meiner Geburtsstadt leben 10.000 und die haben die Stadt ganz schön zerstört. Nur ein Ding, eine berühmte kleine Straße, si sind dort in die Häuser gezogen, haben ein Loch in den Keller geschlagen und wenn dieser voll war, sind sie in das nächste Haus gezogen, ich will mich darüber gar nicht weiter auslassen. Des weiteren, viele Häuser wurden von ihnen derart ruiniert, dass sie abgerissen werden mussten. In meinem Geburtshaus sieht es auch fürchterlich aus, es wird gerade renoviert. Trotzdem liebe ich meine verlorene Heimat.
Gruss Heinz-Jürgen
(…) Etwas anderes ist
mit den Zigeunern. Denn allein in meiner Geburtsstadt leben
10.000 und die haben die Stadt ganz schön zerstört. Nur ein
Ding, eine berühmte kleine Straße, sie sind dort in die Häuser
gezogen, haben ein Loch in den Keller geschlagen und wenn
dieser voll war, sind sie in das nächste Haus gezogen, ich
will mich darüber gar nicht weiter auslassen. Des weiteren,
viele Häuser wurden von ihnen derart ruiniert, dass sie
abgerissen werden mussten. In meinem Geburtshaus sieht es auch
fürchterlich aus, es wird gerade renoviert. Trotzdem liebe ich
meine verlorene Heimat.
Ich glaube Dir gern, daß Du schlechte Erfahrungen mit Zigeunern gemacht hast, denn „Zigeuner“ bedeutet, wie Du vielleicht weißt, „Ziehende Gauner“. Gauner gibt es natürlich in jedem Volk. Du meinst aber vermutlich die „Roma“ (oder im deutschsprachigen Raum „Sinti“) allgemein.
Die Sinti, die ich während meiner Arbeit als Betreuer in einem Asylbewerberheim kennengelernt habe, „nervten“ mich geradezu mit ihrem schon fast übertriebenem Sauberkeitsfimmel: ständig standen die Möbel draußen, weil sie wieder einmal ihre Teppiche wuschen (mindestens einmal pro Woche). Dort hätte man wirklich bedenkenlos vom Boden essen können!
Grundsätzlich kann ich sagen, daß ich in dieser Zeit sehr viel von ihnen gelernt habe.
Ich glaube, in der Zeit des Internets und der stetig zusammenwachsenden Kulturen sollten wir uns allmählich von unseren Lieblingsvorurteilen trennen… (abgesehen davon, daß man sich selbst das Leben damit auch etwas einfacher und angenehmer macht).
Ciao
Uwe
*der glaubt, daß Heimat da ist, wo wir uns wohlfühlen*