Da ich letztens im Kino war, entging mir nicht der Trailer zum neuen Film… „Duell… Enemy at the gates“…
soweit so gut… Hauptrolle spielen 2 Scharfschützen… also es geht hauptsächlich um 2 Charaktere, die in ihrer Eigenschaft als Scharfschützen fungieren.
Jetzt meinte ein Freund, dass zu Stalingrads Zeiten die Deutsche Wehrmacht noch gar keine Scharfschützen hatte… da es ihr vielmehr zu dieser Zeit noch um die Schusskraft als gesamtes ging und nicht Leistungsfähigkeit des einzelnen…
und Zielfernrohre wurden wohl auch noch nicht benutzt…
die Division Brandenburg war die Spezialeinheit der Wehrmacht. Anfangs eine kleine Einheit bester ausgebildeter Soldaten wurde sie von Kriegsbeginn an zum Synonym der Sinnlosigkeit. Die Soldaten der DB waren schon in Polen, da war der Krieg noch gar nicht begonnen. Sie waren auch schon in Russland, da wurde der Nichtangriffspakt noch eingehalten. Sie waren Einzelkämpfer, Selbstmörder, Heroen. Sie waren einfach deutsche Soldaten, mehr nicht. Aber sie waren halt auch jene, die als „Spezialisten“ in diversen Kriegsgebieten eingesetzt wurden, so auch in Stalingrad. Heute nennt man dies Militärischen Geheimdienst, damals waren sie halt auch an der Front, auch als die von Dir benannten Scharfschützen.
Es ist unmöglich, hier jetzt das ganze Buch auseinanderzunehmen oder die Geschichten komplett zu erzählen, es geht einfach nicht.
Leider.
CIAo
P.S.: Ich empfehle kein Buch, was ich nicht selber daheim oder zumindest gelesen hab.
Es gab sie schon im 1. Weltkrieg. Vor allen in den Grabenkämpfen vor Verdun.
Es gab sie auch schon noch früher.
Ein Zielfernrohr ist nicht Bedingung gewesen, Scharfschütze zu sein. Scharfschütze war ein einzelner Soldat, der sich nicht am allgemeinen Dienst beteiligte, sondern selbstständig darauf wartete, daß sich in den feindlichen Stellungen etwas rührte.
Scharfschützen im 1. Weltkrieg warteten meistens auf Meldegänger oder Essenstransporte, die auch schon mal über ein ungeschütztes Feld mußten.
Frag irgeneinen Opa in Deinem Kreis, der in Rußland war.
Gruß Werner
doch, die gab es. bereits im 1. weltkrieg brachten offiziere mitunter ihre privaten jagdbüchsen mit in den schützengraben. durchschlag und präzision - mit hervorragenden optiken übrigens - übertrafen das damals übliche frontmaterial. der abschuß eines hochrangigen war schon immer eine willkommene gelegenheit. allerdings kamen die engländer zuerst auf diese geniale idee.
die Division Brandenburg war die Spezialeinheit der Wehrmacht.
Anfangs eine kleine Einheit bester ausgebildeter Soldaten
wurde sie von Kriegsbeginn an zum Synonym der Sinnlosigkeit.
Die Soldaten der DB waren schon in Polen, da war der Krieg
noch gar nicht begonnen. Sie waren auch schon in Russland, da
wurde der Nichtangriffspakt noch eingehalten. Sie waren
Einzelkämpfer, Selbstmörder, Heroen. Sie waren einfach
deutsche Soldaten, mehr nicht. Aber sie waren halt auch jene,
die als „Spezialisten“ in diversen Kriegsgebieten eingesetzt
wurden, so auch in Stalingrad. Heute nennt man dies
Militärischen Geheimdienst, damals waren sie halt auch an der
Front, auch als die von Dir benannten Scharfschützen.
Hallo,
Selbstmörder waren sie nicht unbedingt, sie wussten was sie taten. Genauso wie die Angehörigen der Operation Greif. Das als Selbstmord auszulegen erscheint mir etwas zu gewagt.
Die spâtere PzGrenD Brandenburg entstand aus den ursprünglichen Spezialeinheiten des Heeres, die unter dem Namen Lehr-Reg „Brandenburg“ z.b.V. eingesetzt wurden. Zu Beginn des Krieges waren vor allem leute drin, die über sprachliche Kenntnisse/Fertigkeiten und sonstige kenntnisse verfügten. Einsatz in Polen 1939, Nordwestrussland, etc…
Paul carell schildert in seinem Buch „Russlandfeldzug“ einige dieser Aktionen. Im Westfeldzug wurden sie auch eingesetzt, so nach meinem Wissen bei Nieuwpoort, um die im ersten Weltkrieg so entscheidenden Schleusen in deutschen Besitz zu bekommen.
Die fünf verschiedenen Verbände wurden in 04.1943 zu Regimentern aufgestockt. In 09.1944 wurde daraus in Kroatien eine PzGrenDiv gebildet, das 3. Regiment verlässt die Div, Reg 4 und 5 werden aufgelöst und in Reg 1 und 2 überwiesen. Die Div übernimmt Teile der Sturmdivision Rhodos, ein Pzreg Brandenburg wird aufgestellt und auch mit Teilen der StuGeschAbt Grossdeutschland aufgestellt.
Es gibt Ende 1944 JägerReg 1 Brandenburg
JägerReg 2 Brandenburg
PzAufklAbt Brandenburg
PzReg Brandenburg
PzJgAbt Brandenburg
Art Reg Brandenburg
PzPiBtl Brandenburg
FlakArtAbt Brandenburg
Die übrigen Divisionstruppen hatten den Namen Brandenburg dabei.
In 12.1944 bei Bildung des PzK Grossdeutschland werden einige Einheiten der Division Korpstruppe in dem Korps, so z. B. ein Btl des JgReg 1 und teile des ArtReg Brandenburg.
1945 erleidet die Division schwere Verluste an der Ostfront und geht imn 03.1945 in der Ersatzbrig Grossdeutschland auf.
Scharfschütezen gab es schon lange in der Militärgeschichte. Ich habe gerade ein Buch(ISBN 90-5508-019-5 Buch anschauen), Titel " Het drama van de Dodengang" (1914 - 1918) bei Diksmuide(B) gelesen, auch da beschweren sich belgische Kriegsteilnehmer über den Einsatz deutscher Scharfschützen.
Gruss
Rainer