Re: Hexenverbrennungen, Verbrennen bei lebendigem
Hi
In China gab es für gewisse Schandtaten die Strafe der Verbrennung. Diese wurde schon ab dem Mittelalte (Mitte des 3. Jh. - 589 n. Chr.) seltener v.a. im Norden weil einfach zuviel Holz für anderes gebraucht wurde, als dass man es dafür verschwendet hätte.
Es gab auch rituelle Selbstverbrennung in den durch Zentralasien beeinflussten gebieten.
In früheren Zeiten gab es ab und an ein (oft schamanistisch begründetes) Selbstopfer.
Der berühmteste Feuertod geht auf einen Herrscher der Frühgeschichte/Mythologie zurück.
Die Menschen litten unter dem Dürredämon und alles flehen half nicht, es kam kein Regen, die Menschen verhungerten.
Das Orakel sagte dann, ein Menschenopfer müsse erbracht werden. Doch da der König rechtmäßig und gut war, ließ er sich selbst in weißen Gewändern gekleidet fesseln und auf einen Berg bringen. Das Volk flehte er würde es lassen (Volk darf man sich nicht so riesig vorstellen) aber seine Entscheidung stand fest.
In dem Moment wo er Flammen fing verdunkelte sich der Himmel und der Regenbringer (ein Drache) wurde auf die Erde gesandt, der Regen lösche das Feuer und der König wurde wiederhergestellt. Er wurde einer der fünf großen Könige der Antike.
Mythisch wird damit das Tianming, das Himmelsmandat erklärt das, und das ist weltgeschichtlich durchaus wichtig, der König keineswegs mit seinen Untertanen machen kann wie er lustig ist - es gibt also keinen Absolutismus, der Herrscher ist dem Himmel Rechenschaft schuldig. Ein rechtmäßiger Herrscher wendet Katastrophen ab, ein unrechtmäßiger bringt sie.
Ferner wurde damit auch die Rolle als Opfervollführer des Kaisers legitimiert, denn nur der Kaiser darf Staatsopfer am Himmels- und Erdaltar vollführen. Kaiser gab es natürlich erst in späterer Zeit, auch wenn oben genanntes ein recht alter Mythos ist, keiner der Gründermythen ist wirklich so alt wie angegeben, wir haben da keine Quellen.
lg
Kate