Friedensverträge im 19. und 20. Jahrhundert

Hi Leute!

Hat vielleicht zufällig einer von euch einen Vergleich zwischen verschiedenen Friedensverträgen im 19. und 20. Jahrhundert?
Ich soll ein Referat halten über die Entwicklung der Friedensbedingungen nach den großen europ. Kriegen in diesen Jahrhunderten und da wäre mir mit sowas sehr geholfen!!!

Bitte, bitte, bitte melde sich hier jemand!

Gruß Vince

Heimatland, womit man sich alles befassen kann

Hat vielleicht zufällig einer von euch einen Vergleich zwischen verschiedenen Friedensverträgen im 19. und 20. Jahrhundert?
Ich soll ein Referat halten über die Entwicklung der Friedensbedingungen nach den großen europ. Kriegen in diesen Jahrhunderten und da wäre mir mit sowas sehr geholfen!!!


Meine Herren, Vergleich von Friedensbedingungen großer europäischer Kriege … wer sich solche Themen ausdenken mag …

Es gibt ein sehr gutes Werk mit Zusammenfassungen sämtlicher völkerrechtlicher Dokumente von 1493 bis 1950: Helmuth Rönnefarth, Konferenzen und Verträge, 1953 erschienen. Wenn Zeit ist, dann in der Bibliothek besorgen und nachlesen.

Nehmen wir meinetwegen:

  1. Erster Friede von Paris, 30.5.1814 (Ende der sog. „Napoleonischen Kriege“)
    enthält Grenzveränderungen, Aufhebung von Verträgen aus 1795-1809 und in Art. 18 Verzicht auf Kriegsentschädigung.
  2. Zweiter Friede von Paris, 20.11.1815 (Ende der „100 Tage“)
    Art. 4 regelt: 700 Mio Franken Kriegsentschädigung für die Sieger
  3. Frieden von Frankfurt, 10.5.1871 (beendete Deutsch-Französischen Krieg)
    bestätigt den Präliminar-(Vor-)Friedensvertrag von Versailles, 26.2.1871, mit dessen Bestimmungen über Grenzveränderungen (Abtretung Elsaß-Lothringen) und 5 Mrd. (=5.000 Mio) Franken Kriegsentschädigung (Art. 2 Versailles; Art. 7 Frankfurt)
  4. Versailles Friedensvertrag, 28.6.1919
    wieder Landabtretungen (Teil III, Art. 31-117) und uferlose Reparationen (Teil VIII, Art. 231: Alleinige Kriegsschuld Deutschlands; Geldzahlungen in unbestimmter Höhe, 1921 auf rd. 100 Mrd. (=100.000 Mio) Goldmark festgelegt; Auslieferung der Handelsflotte und allen deutschen Auslandseigentums; unentgeltliche Lieferung von jährlich 40 Mio Tonnen Kohle, außerdem von Maschinen, Werkzeugen, Eisenbahnmaterial, Vieh)
  5. Nach 1945 gab es im eigentlichen Sinne keinen Friedensvertrag. Aber wieder Landabtretungen und „Demontagen“.

Tendenz also: Friedensbedingungen werden immer härter. Landabtretungen wurden zu allen Zeiten verlangt. Kriegsentschädigungen in ständig steigender Höhe.

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