Die Arbeitskleidung von Fürsten und Königen waren mit Hermelinpelzen verbrämt. Als besondere Zierde arbeitete man in das weiße Fell die schwarze Schwanzspitzen ein, was besonders vornehm aussah. Konnte man von der Anzahl der schwarzen Flecken den Rang dieser vornehmen Person ablesen, oder war die Anzahl der schwarzen Flecken dem persönlichen Geschmack überlassen, fragt sich Alexander, der auch gerne solch einen Mantel hätte.
Soweit ich weiss gab es da schon Unterschiede: Je reicher (oder maechtiger) jemand war desto groesser der Pelzbesatz (also auch desto mehr schwarze Spitzen. Blieb meist dem Adel vorbehalten. ich weiss aber leider nicht, ob das so streng gehandhabt wurde wie beim Purpur, obwohl sich auch das mit der Zeit gelockert hat, so dass auch reiche Kaufleute (mit Adelsambitionen) Purpur oder aehnlich dunklen Stoff trugen…
Ach weisst Du, die schoenen weissen Felle werden auch irgendwann gelblich…
Gruss Iris
Hi Alexander,
im Kölner Wappen ist auch so ein Fell mit 11 Schwanzspitzen. Das hängt aber wohl mit 11000 Jungfrauen zusammen und nicht mit einer firmeninternen hierarchischen Abstufung.
Gruß
Pat
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Hi Alexander,
im Kölner Wappen ist auch so ein Fell mit 11 Schwanzspitzen.
Das hängt aber wohl mit 11000 Jungfrauen zusammen und nicht
mit einer firmeninternen hierarchischen Abstufung.
Gruß
Pat
Das Kölner Wappen trägt doch die drei Kronen der Heiligen Drei Könige, deren Reliquienschreine im Dom verehrt werden, im Mittelalter die vielleicht bedeutendsten Heiligtümer des Heiligen Römischen Reiches. Diese Könige galten den jeweils aktuellen Herrschern als Vorbild und Legitimation. Der Hermelin im Kölner Wappen gehört m. W. mit zu dieser Königstypologie.
Ob die elf Schwanzspitzen außerdem noch auf die 11000 Märtyrerjungfrauen deuten, deren Reliquien ebenfalls zum Stolz Kölns zähl(t)en?
Peter
Ob die elf Schwanzspitzen außerdem noch auf die 11000
Märtyrerjungfrauen deuten, deren Reliquien ebenfalls zum Stolz
Kölns zähl(t)en?
abgeblich ja.
allerdings ist die zahl 11000 eine (ver)fälschung. abgesehen davon, daß die heilige ursula wohl kaum mit 11000 jungfrauen unterwegs war (logistisch unmöglich), stand in den quellen 11 M. das hat man als 11 mille (=tausend) gedeutet. naheliegender ist, daß das „M“ für märtyrer stand.
-)
grüße
ann
stand in den quellen 11 M. das hat man als 11 mille (=tausend) gedeutet. naheliegender ist, daß das „M“ für märtyrer stand.
Das schein mir plausibler zu sein. Irgendwie bringe ich diese jungen Dinger mit Basel und Chrischona in Verbindung. Da ich kulturell sehr weit vom hochgepriesenen Rheinland lebe, würde mich die Geschichte mit den - na sagen wir - 11 Jungfrauen interessieren. Wo kann man denn das nachlesen?
Mit Gruß vom Alexander, der in Kindheitstsagen von der Geschichte gehört hat und die Story nicht mehr zusammen bringt
Wo kann man denn das nachlesen?
in dem roman „Coelln - Stadt, Dom, Fluss“ von Thomas R.P. Mielke ISBN 3-7951-1583-3 Buch anschauen (2000 jahre kölner geschichte in ich-form erzählt, aber faktisch genau)
gruß
ann