ich habe gerade in Haffners ‚Anmerkungen zu Hitler‘ geblättert, worin zu lesen steht, dass es Hitler nach dem Dez 1941 nur noch darum ging, den Krieg in Länge zu ziehen, um Zeit für die Ausrottung der Juden zu erhalten. Auch als er den Krieg schon verloren gegeben habe, sei er ‚aufgeräumter Stimmung‘ gewesen, da er seine Mordlust befriedigen konnte.
Meine Frage ist nun: Ist bekannt, ob Hitler jemals ein KZ besucht hat; oder ob er sonst in einer Weise seine Vernichtungslust sinnlich zu befriedigen gesucht hat (Fotos, Filme, Detailschilderungen). Oder waren es allein die nackten Zahlen auf die er aus war?
Wenn ja, dann ist es doch eine seltsam ‚abstrakte‘ Mordlust - gibt es ‚Erklärungsversuche‘ dazu?
Meine Frage ist nun: Ist bekannt, ob
Hitler jemals ein KZ besucht hat
Hallo Paul!
Ja. Hitler inspizierte am 15.8.42 das KZ Lublin.
Das bezeugt der extrem glaubwürdige Gerstein-Bericht (Dokument 1553-PS des Nürnberger Militärtribunals).
Allerdings: Am selbigen Tag zur selbigen Stund wurde Hitler vom neuen türkischen Botschafter Saffet Arikan im Führerhauptquartier das Beglaubigungsschreiben überreicht, und anschließend machte der bulgarische Gesandte Parvan Draganoff seinen Abschiedsbesuch (siehe Berichte und Fotos im „Völkischen Beobachter“ vom 16.8.42).
Ich bin weit davon entfernt, auch nur ein einziges Dokument der Nürnberger Prozesse anzuzweifeln - schon gar nicht diesen extrem glaubwürdigen Gerstein-Vergasungsbericht (das könnte u.U. fünf Jahre Knast einbringen). Deshalb gilt es, eine Erklärung dafür zu finden, wie sich Hitler gleichzeitig an zwei weit voneinander entfernten Orten aufhalten konnte.
Wenn man parapsychologische Effekte oder in der Theologie behandelte Wunder-Mechanismen in den allerfurchtbarsten deutschen zwölf Jahren zuläßt, war diese extrem glaubwürdig bezeugte Hitler-Verdoppelung möglich.
Von einigen christlichen Heiligen wird (ebenfalls extrem glaubwürdig) bezeugt, daß sie gleichzeitig an zwei verschiedenen Orten weilen konnten (das nennt man Bilokation).
Die Hitler-Bilokation konnte nur dadurch geschehen, daß der leibhaftige Teufel der verbrecherischen Nazibande hilfreich unter die bluttriefenden Arme griff.
Nehmen wir doch einfach an, daß es einen formellen Teufelspakt gab.
Denn wenn die Nazis mit dem Satan im Bunde standen, waren sie befähigt, sämtliche Naturgesetze einfach aufzuheben. Mit der Einführung dieses Teufelspaktes in den zeitgeschichtlichen Faktenfundus werden den Relübeus (den revisionistischen Lügenbeuteln) ihre ganzen pseudowissenschaftlichen Scheinargumente aus den lügenhaften Pfoten geschlagen.
Wie schön.
Vergnügt hoffend, Dir geholfen zu haben, verbleibe ich mfG
Faethe
Meine Frage ist nun: Ist bekannt, ob
Hitler jemals ein KZ besucht hat; oder ob
er sonst in einer Weise seine
Vernichtungslust sinnlich zu befriedigen
gesucht hat (Fotos, Filme,
Detailschilderungen). Oder waren es
allein die nackten Zahlen auf die er aus
war?
Bekannt ist, dass sich Hitler und seine Umgebung an der Hinrichtung der Beteiligten des 20. Juli geweidet haben. Auf besonderen Befehl Hitlers wurde der „Prozeß“ und die Hinrichtung überhaupt erst gefilmt.
Besondere Gemeinheiten waren dabei auch (ich weiß aber nicht, ob auf besonderen Befehl Hitlers), den älteren Beteiligten die dritten Zähne zu nehmen oder dem GFM v. Witzleben die Hosenträger.
Als der sich immer wieder die Hose hochziehen mußte, wurde er von Freisler sinngemäß angeschrieen: „Sie Lümmel, was fummeln Sie immer an Ihrer Hose?“.
Ich glaube, das sagt genug über das Niveau dieser Leute.
Im KZ (nota bene: KZ ist nicht automatisch Vernichtungslager) war „nur“ Himmler einmal. Im wurde dann aber schlecht. Auch das scheint mir typisch zu sein (vgl. Eichmann).
Hallo,
Hitler hat entgegen anderslautender Behauptungen niemals ein Konzentrationslager besucht. Dies lag seinem Wesen und seiner Einstellung fern.
Die Charakterisierung Haffners ist zutreffend.
Das Verbrechen der Vernichtung des sogenannten „lebensunwerten“ Lebens (Kranke,Juden,Zigeuner,Homosexuelle u.a.)wurde von Hitler inszeniert; der mechanische Ablauf dürfte ihn nicht interessiert haben.
Die Hinrichtungen im Zusammenhang mit dem 20. Juli war seine persönliche Rache am deutschen Volk für den Verlust des Krieges.
Sie waren nicht nur als Sanktion gedacht, sondern sollten auch verhindern, daß irgendein regimefeindlicher Intellektueller oder Militär jemals seine Nachfolge antreten konnte. Deutschland sollte unter seiner Führung Weltmacht oder gar nichts sein (Mein Kampf, letzter Absatz)