Nationalsozialisten und Sozialisten

Hallo an alle,

kann mir jemand bitten den Unterschied zwischen Nationalsozialisten und Sozialisten erklären?

Danke im voraus

Markus

Hallo Markus,

Sozialismus= Anfang/Mitte des 19. Jahrhunderts entstandene Bewegung gegen den wirtschaftlichen und politischen Liberalismus. Sozialisten wollten der „Arbeiterklasse“ (Marx=> Klassenkampftheorie) die Macht über die Produktionsmittel geben.

Das ist die absolute Kurzfassung:smile:)

Nationalsozialismus=> NSDAP. Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, gegründet 1919/20 (siehe Link). Ziel: Den Herrschaftsanspruch des deutschen Volkes durch Vereinigung der sozialen und nationalen Kräfte durch Revolution realisieren.

(Zum Thema Arbeiterschaft und NS, Kontinuitäten der weimarer Eliten im NS etc. empfiehlt sich : Franz Neumann; Behemoth, zu lesen!)

Kleine Frage, ansich riesiges Feld, wenn du da was genaueres willst, wirst du um ein Buch oder eine ausführliche Internetrecherche nicht drumrumkommen:smile:))

beste Grüße,

barbara

http://www.geschi.de/artikel/nsdap1.shtml

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Barbara,

danke für Deine Antwort. Interssant finde ich allerdings hierbei, daß die Teilnahme gering, besser gesagt eine Teilnahme überhaupt nicht stattfindet, wissen ale den Unterschied, oder wissen sie ihn nicht? Nicht interessant genug? Oder gibt es in den Strukturen keinen Unterschied?

Gruß

Markus
Hallo Markus,

Sozialismus= Anfang/Mitte des 19. Jahrhunderts entstandene
Bewegung gegen den wirtschaftlichen und politischen
Liberalismus. Sozialisten wollten der „Arbeiterklasse“
(Marx=> Klassenkampftheorie) die Macht über die
Produktionsmittel geben.

Das ist die absolute Kurzfassung:smile:)

Nationalsozialismus=> NSDAP. Nationalsozialistische
Deutsche Arbeiterpartei, gegründet 1919/20 (siehe Link). Ziel:
Den Herrschaftsanspruch des deutschen Volkes durch Vereinigung
der sozialen und nationalen Kräfte durch Revolution
realisieren.

(Zum Thema Arbeiterschaft und NS, Kontinuitäten der weimarer
Eliten im NS etc. empfiehlt sich : Franz Neumann; Behemoth, zu
lesen!)

Kleine Frage, ansich riesiges Feld, wenn du da was genaueres
willst, wirst du um ein Buch oder eine ausführliche
Internetrecherche nicht drumrumkommen:smile:))

beste Grüße,

barbara

http://www.geschi.de/artikel/nsdap1.shtml

Hallo an alle,

kann mir jemand bitten den Unterschied zwischen
Nationalsozialisten und Sozialisten erklären?

Danke im voraus

Markus

Kurze Frage, längere Antwort…
Hi markus
ich wills mal versuchen

Sozialismus ist ein Konzept, in dem die Produktionsmittel in den besitz deren gelangen, die die Produktion auch durchführen. also der Arbeiter. der durch die Produktion erzielte mehrwert wird also direkt auf die Arbeiter verteilt, ohne das ein Unternehmer dazwischen geschaltet ist.
der Sozialismus entstand als Gegenbewegung zum Kapitalismus.
Es handelt sich beim Sozialismus weniger um ein politisches Konzept denn um ein wirtschaftliches. Der Rahmen, in dem sich der Sozialismus als ideologie bewegt, ist somit sehr weit gesteckt.

Moderne Demokratien bewegen sich immer im Wirtschaftlichen spannungsfeld zwischen Sozialismus und kapitalismus, das real existierende Wirtschaftssystem weist in einer Demokratie immer gewisse Mischformen auf, da sowohl Sozialismus als auch Kapitalismus in Reinform nicht praktikabel sind…

Nationalsozialismus ist dagegen ein gesellschaftspolitisches Konzept, das auch wirtschaftliche Aspekte umfasst. es ist also wesentlich „enger“ gefasst als der Sozialismus und betrifft auch ganz andere Bereiche.

Nationalsozialismus ist

  1. Antidemokratisch, Demokratie wird durch „Volksgemeinschaft“ Sprich das „gesunde Volksempfinden“ ersetzt, der Rechtsstaat aufgehoben, Minderheitenmeinungen werden nicht akzeptiert.

2 Hierachisch Struckturiert auf eine "Führer"persönlichkeit, die im Endeffekt alles alleinverantwortlich entscheidet.

  1. Nationalchauvinistisch und biologisch-rassistisch Orientiert… Herrenvölker, Sklavenvölker, sowie ein „zu verschrottender“ (Originalzitat) Rest…
    dazu gehört auch ein krampfhaftes Autarkiestreben und ausklinkung aus dem weltwirtschaftlichen Verbund.

4.Die Wirtschaftspolitik ist untergeordnet, aber in den Grundzügen Kleinbürgerlich/Kleinbäuerlich ausgerichtet und zielt ideologisch gegen das „Großkapital“. Überspitzt kann man sagen, Tyssen sollte in 100000 Eisenwarenläden umgewandelt werden.
Die Gleichsetzung Nationalsozialismus = Kapitalismus ist somit gar nicht haltbar…

  1. Militaristisch-expansionistisch. Nachdem man ja die „Herrenrasse“ ist, hat man das Recht, ja sogar die Historische Pflicht, das Land der Herrenrasse (Stichwort „Lebensraum“)auszudehnen. Gestützt wird das durch eine Sozialdarwinistische Weltanschaung, nach dem Motto,„der Starke frist den Schwachen“

So, das wärs in aller Kürze

Gruß
Mike

Hallo Mike,:smile:

Sozialismus ist ein Konzept, in dem die
Produktionsmittel in den besitz deren gelangen, die die
Produktion auch durchführen. also der Arbeiter. der durch die
Produktion erzielte mehrwert wird also direkt auf die Arbeiter
verteilt, ohne das ein Unternehmer dazwischen geschaltet ist.
der Sozialismus entstand als Gegenbewegung zum Kapitalismus.
Es handelt sich beim Sozialismus weniger um ein politisches
Konzept denn um ein wirtschaftliches. Der Rahmen, in dem sich
der Sozialismus als ideologie bewegt, ist somit sehr weit
gesteckt.

Seh ich nicht ganz so. Natürlich bestimmt in der Ideologie des Sozialismus die Wirtschaft die Politik. Aber in der Konsequenz ist die sozialistische Frage immer eine politische Frage! Auch hier sollte (eine) Revolution zur Herrschaft des Proletariats führen, nur diese „Klasse“ galt als legitimiert, über die „Produktionsmittel“ zu bestimmen.

Beste Grüße,

babs

(by the way, lang nicht mehr gechattet, gell:smile:)

sorry, und auch noch eine andere Meinung zum NS
Und nochmal hallo Mike:smile:,

sorry, ich sollte doch auch alles erstmal richtig zu Ende lesen. Zur NS Wirtschaftspolitik:

4.Die Wirtschaftspolitik ist untergeordnet, aber in den
Grundzügen Kleinbürgerlich/Kleinbäuerlich ausgerichtet und
zielt ideologisch gegen das „Großkapital“. Überspitzt kann man
sagen, Tyssen sollte in 100000 Eisenwarenläden umgewandelt
werden.

Das stimmt so m.E. nach nicht ganz. Das ist zwar die propagierte Ideologie des NS, wird aber in der Form nicht praktiziert. Hier einige wirtschaftspolitische Maßnahmen des NS, die da m.E. eher pro Grosskapital-Politik sprechen (aus:

  • Auflösung aller Arbeiter (2. Mai 1933)- und Unternehmerorganisationen, sowie deren Zusammenschluss in der Deutschen Arbeitsfront.

  • Ein neues Kartellgesetz (15.7.33) förderte die weitere
    Konzentration in der Wirtschaft. Von 1933 bis 36 wurden über 1.600 Kartellverträge geschlossen und 120 Zwangskartelle errichtet.

  • Das „Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit“ (20.1.34)
    erklärte die Arbeitnehmer zur Gefolgschaft der Unternehmer und unterstellte sie deren Befehl (Durchsetzung des Führerprinzips im
    Betrieb). Die gesamte Organisation, Entlohnung und Bestrafung bestimmte allein der Unternehmer.

  • Festlegung der Dividende auf 6 % (Ausnahme 8 %) zur Stärkung der Großaktionäre.

  • Das „Gesetz über den Aufbau des Reichsnährstandes“ löste alle Genossenschaften und Handelsorganisationen für landwirtschaftliche Produkte auf. An ihre Stelle trat der
    Reichsnährstand, der die Preise und die Marktordnung festlegte. Das „Reichserbhofgesetz“ vom 29.9.1933 legte fest, dass der Erbhof ungeteilt an den ältesten Sohn überging, sofern dieser seine „arische Reinrassigkeit“ seit 1800 nachweisen konnte.

Natürlich war der NS nicht kapitalistisch im Sinne eines Wirtschaftsliberalismus. Im Gegenteil. Aber alles in allem ging es nie um die Interessen der Arbeiter. Ich möchte nochmal empfehlen:frowning:versprochen, das letzte Mal:smile:

Franz Neumann, behemoth, Struktur und Praxis des Nationalsozialismus.

Zur Wirtschaftspolitik im NS:
http://www.bpb.de/info-franzis/info_266/body_i_266_3… (***)
http://viadrina.euv-frankfurt-o.de/~wsgn1/pageG6.html

Lieben Gruß,

babs

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Hallo Barbara,

danke für Deine Antwort. Interssant finde ich allerdings
hierbei, daß die Teilnahme gering, besser gesagt eine
Teilnahme überhaupt nicht stattfindet, wissen ale den
Unterschied, oder wissen sie ihn nicht? Nicht interessant
genug? Oder gibt es in den Strukturen keinen Unterschied?

Gruß

Markus

Hallo Markus,

Die Unterschiede waren wirklich hauptsächlich theoretischer Natur. In der Praxis kam es fast zu einer Gleichsetzung, die Kommunisten wurden von Kurt Schumacher als „Rotlackierte Faschisten“ bezeichnet.
folgende Ähnlichkeiten siond frappierend:
Beide Systeme arbeiteten mit 5 Jahresplänen
Beide hatten einen starken, fast vergötterten Anführer: Hitler oder Lenin/Stalin, inklusive Personenkult
Beide hatten eine eigene Staatsjugend (HJ und Pioniere)
Beide hatten ein Ausgeklügeltes Lagersystem (Gulag und KZ)Zu den Ähnlichkeiten vergleiche das Schwarzbuch des Kommunismus
Beide lebten die Einheit von Staat und Partei mit dem Hirarchischen Prinzip
Beide hielten ihr Volk für das bessere. (Nur Russen waren gute Kommunisten, zweiter Weltkrieg als grosser VATERLÄNDISCHER Krieg)
Beide vertfolgten die Juden (Antizionistische Schauprozesse)
Beide stellten die Wirtschaft unter die Politik und schalteten die Arbeiterbewegung entgegen offiziellen Beteurerungen aus.
Das sollte erst mal reichen

Philipp

Schein und Sein
Hi babs… *g*
Nun, Ich dachte, Ich stell mal den ideologischen Anspruch in den Raum…
Wenn ich die praktische Umsetzung auch noch mit rein genommen hätte, dann wär das ja ein Lehrbuch geworden.

zum Sozialismus:
Die Umsetzung dieses Konzeptes reicht ja vom Kommunismus bis zur Sozialdemokratie, ind der dann z.T bereits eine Synthese mit dem Kapitalismus versucht wird.

Zum Nationalsozialismus:
Du hast natürlich recht, gerade die Industriepolitik hatte mit der propagierten Ideologie wenig zu tun, im Gegensatz zur Landwirtschaftspolitik, in der „der Bauer“ ja faktisch an die Scholle gefesselt wurde.
Hing natürlich damit zusammen, das die Großindustrie die Rüstung durchziehen konnte.
Aber gerade die Gängelung der Unternehmen von Oben und das planerische Chaos in der NS-Führung sollten ja die Rüstungsanstrengungen ziemlich sabotieren…

das die ganze Politik der Nazis weder Arbeiterfreundlich war noch (überraschung) Unternehmerfreundlich, ist in meinen Augen bezeichnend. Gefördert wurden ja nur die „Linientreuen Unternehmer“ was zu der bizarren Situation führte, das z.B. die OPEL-Werke (wg der Verb, zu GM) kaum in die Rüstungsanstrengungen mit Einbezogen wurden, selbst als D bereits mit den USA im Krieg lagen…

Um was es mir bei meinem ersten Posting ging, ist folgendes:
Sozialismus ist ein im wesentlichen wirtschaftlich orientiertes Konzept, dessen Gegensatz der Kapitalismus ist. Was daraus gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt

Nazionalsozialismus ist ein umfassendes Weltanschauungskonzept, dessen Gegensatz NICHT der Kommunismus ist, sondern der Liberalismus…
Was man aus dem nationalsozialismus machen kann:
Zu Risiken und nebenwirkungen lesen Sie ein Geschichtsbuch oder fragen Sie ihre Großeltern…

Gruß
Mike

Hallo Mike, danke für die Antwort, werde am Wochenende mir diese genau durchlesen.

Gruß

Markus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Philipp,

danke für die Antwort. Werde am Wochenende näher antworten, bin ziemlich unter zeitdruck

Gruß

Markus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi markus
ich wills mal versuchen

Sozialismus ist ein Konzept, in dem die
Produktionsmittel in den besitz deren gelangen, die die
Produktion auch durchführen. also der Arbeiter. der durch die
Produktion erzielte mehrwert wird also direkt auf die Arbeiter
verteilt, ohne das ein Unternehmer dazwischen geschaltet ist.
der Sozialismus entstand als Gegenbewegung zum Kapitalismus.
Es handelt sich beim Sozialismus weniger um ein politisches
Konzept denn um ein wirtschaftliches. Der Rahmen, in dem sich
der Sozialismus als ideologie bewegt, ist somit sehr weit
gesteckt.

Moderne Demokratien bewegen sich immer im Wirtschaftlichen
spannungsfeld zwischen Sozialismus und kapitalismus, das real
existierende Wirtschaftssystem weist in einer Demokratie immer
gewisse Mischformen auf, da sowohl Sozialismus als auch
Kapitalismus in Reinform nicht praktikabel sind…

Nationalsozialismus ist dagegen ein
gesellschaftspolitisches Konzept, das auch wirtschaftliche
Aspekte umfasst. es ist also wesentlich „enger“ gefasst als
der Sozialismus und betrifft auch ganz andere Bereiche.

Nationalsozialismus ist

  1. Antidemokratisch, Demokratie wird durch „Volksgemeinschaft“
    Sprich das „gesunde Volksempfinden“ ersetzt, der Rechtsstaat
    aufgehoben, Minderheitenmeinungen werden nicht akzeptiert.

Das ist beim Sozialismus genauso

2 Hierachisch Struckturiert auf eine "Führer"persönlichkeit,
die im Endeffekt alles alleinverantwortlich entscheidet.

Das ist im Sozialismus auch so

  1. Nationalchauvinistisch und biologisch-rassistisch
    Orientiert… Herrenvölker, Sklavenvölker, sowie ein „zu
    verschrottender“ (Originalzitat) Rest…
    dazu gehört auch ein krampfhaftes Autarkiestreben und
    ausklinkung aus dem weltwirtschaftlichen Verbund.

Wird vom Kommunismus auch betrieben

4.Die Wirtschaftspolitik ist untergeordnet, aber in den
Grundzügen Kleinbürgerlich/Kleinbäuerlich ausgerichtet und
zielt ideologisch gegen das „Großkapital“. Überspitzt kann man
sagen, Tyssen sollte in 100000 Eisenwarenläden umgewandelt
werden.
Die Gleichsetzung Nationalsozialismus = Kapitalismus ist somit
gar nicht haltbar…

Das finde ich auch

  1. Militaristisch-expansionistisch. Nachdem man ja die
    „Herrenrasse“ ist, hat man das Recht, ja sogar die Historische
    Pflicht, das Land der Herrenrasse (Stichwort
    „Lebensraum“)auszudehnen. Gestützt wird das durch eine
    Sozialdarwinistische Weltanschaung, nach dem Motto,„der Starke
    frist den Schwachen“

Die Idelogie der Herrenrasse gibt es auch im Kommunismus. Die Ausdehnungswünsche sind auch im Sozialismus und Kommunismus vorhanden. Man nennt die Kinder nur anders.

So, das wärs in aller Kürze

Gruß
Mike

Hi babs… *g*
Nun, Ich dachte, Ich stell mal den ideologischen Anspruch in
den Raum…
Wenn ich die praktische Umsetzung auch noch mit rein genommen
hätte, dann wär das ja ein Lehrbuch geworden.

zum Sozialismus:
Die Umsetzung dieses Konzeptes reicht ja vom Kommunismus bis
zur Sozialdemokratie, ind der dann z.T bereits eine Synthese
mit dem Kapitalismus versucht wird.

Aber diese Umsetzung gilt nur für wenige.

Zum Nationalsozialismus:
Du hast natürlich recht, gerade die Industriepolitik hatte mit
der propagierten Ideologie wenig zu tun, im Gegensatz zur
Landwirtschaftspolitik, in der „der Bauer“ ja faktisch an die
Scholle gefesselt wurde.
Hing natürlich damit zusammen, das die Großindustrie die
Rüstung durchziehen konnte.
Aber gerade die Gängelung der Unternehmen von Oben und das
planerische Chaos in der NS-Führung sollten ja die
Rüstungsanstrengungen ziemlich sabotieren…

Wie meinst Du das?

das die ganze Politik der Nazis weder Arbeiterfreundlich war
noch (überraschung) Unternehmerfreundlich, ist in meinen Augen
bezeichnend. Gefördert wurden ja nur die „Linientreuen
Unternehmer“ was zu der bizarren Situation führte, das z.B.
die OPEL-Werke (wg der Verb, zu GM) kaum in die
Rüstungsanstrengungen mit Einbezogen wurden, selbst als D
bereits mit den USA im Krieg lagen…

Das ist insoweit richt und trifft auf die Unternehmen zu, die zu beginn noch nicht Linientreu waren. Aber das enderte sich ziemlich schnell, die Unternehmer wollten schließlich verdiennen

Um was es mir bei meinem ersten Posting ging, ist folgendes:
Sozialismus ist ein im wesentlichen wirtschaftlich
orientiertes Konzept, dessen Gegensatz der Kapitalismus ist.
Was daraus gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt

Das verstehe ich auch nicht. Sozialismus ist ein, bitte was?

Nazionalsozialismus ist ein umfassendes
Weltanschauungskonzept, dessen Gegensatz NICHT der Kommunismus
ist, sondern der Liberalismus…

Super, Du hast recht. Hitler diente in München mit der roten Armbinde unter den Kommunisten (J. Fest „Hitler“ 1973 Seite 122)
Goebbels bekannte sich sogar 1926 als „deutscher Kommunist“
Weiter: Wir sind Antisemiten, weil wir Sozialisten sind.

Was man aus dem nationalsozialismus machen kann:
Zu Risiken und nebenwirkungen lesen Sie ein Geschichtsbuch
oder fragen Sie ihre Großeltern…

Man brauch nichts daraus zu machen, er lebt nämlich noch. Nur heißen die Kinder dieser Brut heute anders

Gruß
Mike

Hallo Barbara,

das Gründungsjahr der NSDAP ist richtig. Man muß sich aber einmal anschauen, woher kam er?

Der Nationalsozialismus entstand in Böhmen und zwar 1896, als tschechische Sozialdemokraten, die den Sozialismus auf internationaler Ebene als irrealistische Utopie empfanden, unter der Führung von Klofac, Stribrny und Franke eine national-sozialistische Partei gründeten. Ihr Führer wurde 1919 Eduard Benes. Das Leitbild dieser Partei war, das sie radikal links, nationalistisch und deutschfeindlich war.
Der Rest dürfte bekannt sein.

Was ich versuche zu erkennen ist der Zusammenhang zwischen Sozialismus und Nationalsozialismus. Beide zeigen in der Wirtschaftspolitik gleichheiten, beide sind Machtbesessen, beide unterdrücken anders denkende etc.
Nicht zu vergessen ist die Tatsache, das der Staat sich um alles kümmert, freiheitliche Genken nicht erlaubt. Wie sieht es heute aus? Steuern wir nicht auf eine Art Sozialismus wieder hin? Oder haben wir diesen schon, ohne es war haben zu wollen?

Gruß

Markus

Hallo Markus,

Sozialismus= Anfang/Mitte des 19. Jahrhunderts entstandene
Bewegung gegen den wirtschaftlichen und politischen
Liberalismus. Sozialisten wollten der „Arbeiterklasse“
(Marx=> Klassenkampftheorie) die Macht über die
Produktionsmittel geben.

Das ist die absolute Kurzfassung:smile:)

Nationalsozialismus=> NSDAP. Nationalsozialistische
Deutsche Arbeiterpartei, gegründet 1919/20 (siehe Link). Ziel:
Den Herrschaftsanspruch des deutschen Volkes durch Vereinigung
der sozialen und nationalen Kräfte durch Revolution
realisieren.

(Zum Thema Arbeiterschaft und NS, Kontinuitäten der weimarer
Eliten im NS etc. empfiehlt sich : Franz Neumann; Behemoth, zu
lesen!)

Kleine Frage, ansich riesiges Feld, wenn du da was genaueres
willst, wirst du um ein Buch oder eine ausführliche
Internetrecherche nicht drumrumkommen:smile:))

beste Grüße,

barbara

http://www.geschi.de/artikel/nsdap1.shtml

Hallo an alle,

kann mir jemand bitten den Unterschied zwischen
Nationalsozialisten und Sozialisten erklären?

Danke im voraus

Markus

Nachfrage
Hi Markus
bevor wir weiterdiskutieren
Wie definierst DU

  1. Sozialismus.
  2. Nationalsozialismus.

Nach meinen Definitionen ist „Sozialismus“ ein (wie gesagt) wirtschaftliches Konzept. Mit einer weiten Streuung der politischen Umsetzungsmöglichkeiten.
du scheinst es enger zu fassen und im wesentlichen mit den verschieden Spilearten des Kommunismus gleichzusetzen.

dann ist deine Ausgangsfragestellung irreführend, und Du suchst den unterschied zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus, den ich hier als den Nazionalsozialismus deutscher prägung aufgefasst habe.

Nationalsozialismus ist

  1. Antidemokratisch, Demokratie wird durch „Volksgemeinschaft“
    Sprich das „gesunde Volksempfinden“ ersetzt, der Rechtsstaat
    aufgehoben, Minderheitenmeinungen werden nicht akzeptiert.

Das ist beim Sozialismus genauso

Nicht bei allen Spielarten, bspweise Sozialdemokratie… oder dem „Menschewismus“ (nach der Februarrevolution ind Russland)

2 Hierachisch Struckturiert auf eine "Führer"persönlichkeit,
die im Endeffekt alles alleinverantwortlich entscheidet.

Das ist im Sozialismus auch so

Im Kommunismus maoistisch-oder Stalinistischer prägung , ja, bei anderen spielarten, wie gesagt, Nein

  1. Nationalchauvinistisch und biologisch-rassistisch
    Orientiert… Herrenvölker, Sklavenvölker, sowie ein „zu
    verschrottender“ (Originalzitat) Rest…
    dazu gehört auch ein krampfhaftes Autarkiestreben und
    ausklinkung aus dem weltwirtschaftlichen Verbund.

Wird vom Kommunismus auch betrieben

  1. Kommunismus ungleich sozialismus
  2. Kommunismus fehlt im Kern (!) der Nationalchauvinismus (nur bei Stalinismus, sowie bei Pol-Pot/Kambodscha) sowie der biologische Rassismus.
    Da geht es mehr um soziale Unterschiede

4.Die Wirtschaftspolitik ist untergeordnet, aber in den
Grundzügen Kleinbürgerlich/Kleinbäuerlich ausgerichtet und
zielt ideologisch gegen das „Großkapital“. Überspitzt kann man
sagen, Tyssen sollte in 100000 Eisenwarenläden umgewandelt
werden.
Die Gleichsetzung Nationalsozialismus = Kapitalismus ist somit
gar nicht haltbar…

Das finde ich auch

  1. Militaristisch-expansionistisch. Nachdem man ja die
    „Herrenrasse“ ist, hat man das Recht, ja sogar die Historische
    Pflicht, das Land der Herrenrasse (Stichwort
    „Lebensraum“)auszudehnen. Gestützt wird das durch eine
    Sozialdarwinistische Weltanschaung, nach dem Motto,„der Starke
    frist den Schwachen“

Die Idelogie der Herrenrasse gibt es auch im Kommunismus. Die
Ausdehnungswünsche sind auch im Sozialismus und Kommunismus
vorhanden. Man nennt die Kinder nur anders.

Sicher aber viele soziale Spielarten verfolgen eben nicht das militärische Konzept, sondern ein Evolutionäres…

Gruß
Mike

Hi Markus

zum Sozialismus:
Die Umsetzung dieses Konzeptes reicht ja vom Kommunismus bis
zur Sozialdemokratie, ind der dann z.T bereits eine Synthese
mit dem Kapitalismus versucht wird.

Aber diese Umsetzung gilt nur für wenige.

Ist aber die erfolgreichste und am weitesten verbreitete in den demokratischen Staaten.

Zum Nationalsozialismus:
Du hast natürlich recht, gerade die Industriepolitik hatte mit
der propagierten Ideologie wenig zu tun, im Gegensatz zur
Landwirtschaftspolitik, in der „der Bauer“ ja faktisch an die
Scholle gefesselt wurde.
Hing natürlich damit zusammen, das die Großindustrie die
Rüstung durchziehen konnte.
Aber gerade die Gängelung der Unternehmen von Oben und das
planerische Chaos in der NS-Führung sollten ja die
Rüstungsanstrengungen ziemlich sabotieren…

Wie meinst Du das?

Nun, Im 3 Reich kümmerten sich zig verschiedene und gegeneinander Arbeitende Dienststellen um die Industriepolitik. Die ziemlich raren resourcen wurden dadurch schlecht aufgeteilt. die andauernden Änderungen der leitlinien, z.T. innerhalb von Monaten, sorgten für eine extreme Planungsunsicherheit.
Gerade wenn man die Industrien Aliierten (GB und USA) mit dem Deutschen System vergleicht, kommt man zu der vernichtenden erkenntnis, das die permanenten Eingriffe des Staates in planungsdetails sich katastrophal auswirkten.
bei den westaliierten machte die Politik die Vorgaben, die Industrie setzte diese Eigenverantwortlich um!
Ist wesentlich produktiver.

in der UdSSR war alles Staatlich, sprich, es gab keine Unternehmer. Auch dies war um einiges produktiver als die während der NS-Zeit praktizierte Mischform…

das die ganze Politik der Nazis weder Arbeiterfreundlich war
noch (überraschung) Unternehmerfreundlich, ist in meinen Augen
bezeichnend. Gefördert wurden ja nur die „Linientreuen
Unternehmer“ was zu der bizarren Situation führte, das z.B.
die OPEL-Werke (wg der Verb, zu GM) kaum in die
Rüstungsanstrengungen mit Einbezogen wurden, selbst als D
bereits mit den USA im Krieg lagen…

Das ist insoweit richt und trifft auf die Unternehmen zu, die
zu beginn noch nicht Linientreu waren. Aber das enderte sich
ziemlich schnell, die Unternehmer wollten schließlich
verdienen

Natürlich, das wollten Sie auch, aber der Staat muß sie auch lassen. Die NS-Industriepolitik war immer sehr ambivalent und im Untergrund schimmerte immer das „kleinbürgerliche“ Konzept durch.
das Zeigt sich unter anderem darin das erst unter dem „Technokraten“ Speer eine konzentration der Produktion von waffen und andern Kriegsgerät durchgeführt wurde. Vorher wurden 1000 Normen, zig verschiedene Ausführungen ein und desselben grundlegenden Waffensystems gebaut. War ein RIESIGES Ersatzteilproblem.
Zuim anderen produzierten viele Industriewerke eine Riesenpalette verschiedener Produkte, anstelle sich auf einige wenige Waffensysteme zu konzentrieren, die dann billig und vor allem in großer Stückzahl hergestellt werden konnten…

Um was es mir bei meinem ersten Posting ging, ist folgendes:
Sozialismus ist ein im wesentlichen wirtschaftlich
orientiertes Konzept, dessen Gegensatz der Kapitalismus ist.
Was daraus gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt

Das verstehe ich auch nicht. Sozialismus ist ein, bitte was?

Der sozialismus baut auf der Frühkapitalistischen Grundordnung so um 1820 auf. Damals beherrschte eine mächtige und reiche, aber kleine Oberschicht den Staat, während die Masse der Arbeiter unter heute unvorstellbaren Bedingungen lebte und praktisch völlig Rechtlos war.
Der Sozialismus postuliert nun, das der Unternehmer die Arbeiter ausbeutet und den aus ihrer Arbeitskraft resultierende Mehrwehrt selber einsteckt. Somit sollten „die Arbeiter“ die Produktionsmittel selber übernehmen und den Unternehmer faktisch ausschalten. Ob dies auf einen evolutionären oder revolutionärem Weg geschieht, bleibt in der Grundideologie des Sozialismus offen. Auch die Rolle des Staates wird im ursprünglichen Soziaistischen Konzept sehr ambivalent gesehen, damals war „der Staat“ ein Mittel der Unterdrückung. Mit der Übernahme der Produktionsmittel durch die Arbeiter würde ihnen zwangsläufig auch der Staat in die Hände fallen, so das der repressive Zwangsstaat dann der Vergangenheit angehören würde…

Nazionalsozialismus ist ein umfassendes
Weltanschauungskonzept, dessen Gegensatz NICHT der Kommunismus
ist, sondern der Liberalismus…

Super, Du hast recht. Hitler diente in München mit der roten
Armbinde unter den Kommunisten (J. Fest „Hitler“ 1973 Seite
122) Räterepublik, bitte… das waren nicht nur Kommunisten *g*
Goebbels bekannte sich sogar 1926 als „deutscher Kommunist“
Weiter: Wir sind Antisemiten, weil wir Sozialisten sind.

Na ja, das ist schlichter Schwachsinn von Goebbels (und ein Mißbrauch des Ausdruckes „Sozialismus“), der auf dem Mythos einer Jüdischen Weltverschwörung und Jüdischen Hochfinanz beruht.

Der Nationalsozialismus hat nämlich z.T. mystische Wurzeln: Den "Arier"mythos und den Mythos der „jüdischen Weltverschwörung“
Diese Mythen sind dem Sozialismus im Grunde fremd.

Gruß,
Mike

Hi Mike,

Du hast recht, vielleicht habe ich mich in meiner Eingangsfrage nicht korrekt ausgedrückt. Aber ist der Kern aller drei Systeme nicht gleich? Klar gibt es Unterschiede, aber vom Prinzip her?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Mike,

ich halte es für gefährlich, Aussagen der NS-Köpfe als Mythen abzutun, Nee im Ernst ich mache mir halt nur Gedanken darüber, das aus meiner Sicht es zu viele Zusammenhänge gibt. Zuviele Verzahnungen innerhalb der Systeme. ich behaupte, wir sind auf dem Weg zum Sozialismus (ich weiß das ist eine gewagte Aussage)

Lieben Gruß

Markus

Hi Markus

zum Sozialismus:
Die Umsetzung dieses Konzeptes reicht ja vom Kommunismus bis
zur Sozialdemokratie, ind der dann z.T bereits eine Synthese
mit dem Kapitalismus versucht wird.

Aber diese Umsetzung gilt nur für wenige.

Ist aber die erfolgreichste und am weitesten verbreitete in
den demokratischen Staaten.

Zum Nationalsozialismus:
Du hast natürlich recht, gerade die Industriepolitik hatte mit
der propagierten Ideologie wenig zu tun, im Gegensatz zur
Landwirtschaftspolitik, in der „der Bauer“ ja faktisch an die
Scholle gefesselt wurde.
Hing natürlich damit zusammen, das die Großindustrie die
Rüstung durchziehen konnte.
Aber gerade die Gängelung der Unternehmen von Oben und das
planerische Chaos in der NS-Führung sollten ja die
Rüstungsanstrengungen ziemlich sabotieren…

Wie meinst Du das?

Nun, Im 3 Reich kümmerten sich zig verschiedene und
gegeneinander Arbeitende Dienststellen um die
Industriepolitik. Die ziemlich raren resourcen wurden dadurch
schlecht aufgeteilt. die andauernden Änderungen der
leitlinien, z.T. innerhalb von Monaten, sorgten für eine
extreme Planungsunsicherheit.
Gerade wenn man die Industrien Aliierten (GB und USA) mit dem
Deutschen System vergleicht, kommt man zu der vernichtenden
erkenntnis, das die permanenten Eingriffe des Staates in
planungsdetails sich katastrophal auswirkten.
bei den westaliierten machte die Politik die Vorgaben, die
Industrie setzte diese Eigenverantwortlich um!
Ist wesentlich produktiver.

in der UdSSR war alles Staatlich, sprich, es gab keine
Unternehmer. Auch dies war um einiges produktiver als die
während der NS-Zeit praktizierte Mischform…

das die ganze Politik der Nazis weder Arbeiterfreundlich war
noch (überraschung) Unternehmerfreundlich, ist in meinen Augen
bezeichnend. Gefördert wurden ja nur die „Linientreuen
Unternehmer“ was zu der bizarren Situation führte, das z.B.
die OPEL-Werke (wg der Verb, zu GM) kaum in die
Rüstungsanstrengungen mit Einbezogen wurden, selbst als D
bereits mit den USA im Krieg lagen…

Das ist insoweit richt und trifft auf die Unternehmen zu, die
zu beginn noch nicht Linientreu waren. Aber das enderte sich
ziemlich schnell, die Unternehmer wollten schließlich
verdienen

Natürlich, das wollten Sie auch, aber der Staat muß sie auch
lassen. Die NS-Industriepolitik war immer sehr ambivalent und
im Untergrund schimmerte immer das „kleinbürgerliche“ Konzept
durch.
das Zeigt sich unter anderem darin das erst unter dem
„Technokraten“ Speer eine konzentration der Produktion von
waffen und andern Kriegsgerät durchgeführt wurde. Vorher
wurden 1000 Normen, zig verschiedene Ausführungen ein und
desselben grundlegenden Waffensystems gebaut. War ein RIESIGES
Ersatzteilproblem.
Zuim anderen produzierten viele Industriewerke eine
Riesenpalette verschiedener Produkte, anstelle sich auf einige
wenige Waffensysteme zu konzentrieren, die dann billig und vor
allem in großer Stückzahl hergestellt werden konnten…

Um was es mir bei meinem ersten Posting ging, ist folgendes:
Sozialismus ist ein im wesentlichen wirtschaftlich
orientiertes Konzept, dessen Gegensatz der Kapitalismus ist.
Was daraus gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt

Das verstehe ich auch nicht. Sozialismus ist ein, bitte was?

Der sozialismus baut auf der Frühkapitalistischen Grundordnung
so um 1820 auf. Damals beherrschte eine mächtige und reiche,
aber kleine Oberschicht den Staat, während die Masse der
Arbeiter unter heute unvorstellbaren Bedingungen lebte und
praktisch völlig Rechtlos war.
Der Sozialismus postuliert nun, das der Unternehmer die
Arbeiter ausbeutet und den aus ihrer Arbeitskraft
resultierende Mehrwehrt selber einsteckt. Somit sollten „die
Arbeiter“ die Produktionsmittel selber übernehmen und den
Unternehmer faktisch ausschalten. Ob dies auf einen
evolutionären oder revolutionärem Weg geschieht, bleibt in der
Grundideologie des Sozialismus offen. Auch die Rolle des
Staates wird im ursprünglichen Soziaistischen Konzept sehr
ambivalent gesehen, damals war „der Staat“ ein Mittel der
Unterdrückung. Mit der Übernahme der Produktionsmittel durch
die Arbeiter würde ihnen zwangsläufig auch der Staat in die
Hände fallen, so das der repressive Zwangsstaat dann der
Vergangenheit angehören würde…

Nazionalsozialismus ist ein umfassendes
Weltanschauungskonzept, dessen Gegensatz NICHT der Kommunismus
ist, sondern der Liberalismus…

Super, Du hast recht. Hitler diente in München mit der roten
Armbinde unter den Kommunisten (J. Fest „Hitler“ 1973 Seite
122) Räterepublik, bitte… das waren nicht nur Kommunisten *g*
Goebbels bekannte sich sogar 1926 als „deutscher Kommunist“
Weiter: Wir sind Antisemiten, weil wir Sozialisten sind.

Na ja, das ist schlichter Schwachsinn von Goebbels (und ein
Mißbrauch des Ausdruckes „Sozialismus“), der auf dem Mythos
einer Jüdischen Weltverschwörung und Jüdischen Hochfinanz
beruht.

Der Nationalsozialismus hat nämlich z.T. mystische Wurzeln:
Den "Arier"mythos und den Mythos der „jüdischen
Weltverschwörung“
Diese Mythen sind dem Sozialismus im Grunde fremd.

Gruß,
Mike

Hi markus
ich tue hier nichts als „Mythos“ ab, diese können sogar extrem gefährlich werden.
Mythos sind alle Aussagen, die nicht auf nachprüfbaren Fakten beruhen, sondern auf Wunschdenken
Was ihrer Wirksamkeit ja keinen Abbruch tut!

Gruß
Mike

(P.S. Oben gehts weiter…)

Hi Markus
bevor wir weiterdiskutieren
Wie definierst DU

  1. Sozialismus.
  2. Nationalsozialismus.

Nach meinen Definitionen ist „Sozialismus“ ein (wie gesagt)
wirtschaftliches Konzept. Mit einer weiten Streuung der
politischen Umsetzungsmöglichkeiten.
du scheinst es enger zu fassen und im wesentlichen mit den
verschieden Spilearten des Kommunismus gleichzusetzen.

dann ist deine Ausgangsfragestellung irreführend, und Du
suchst den unterschied zwischen Kommunismus und
Nationalsozialismus, den ich hier als den Nazionalsozialismus
deutscher prägung aufgefasst habe.

Nationalsozialismus ist

  1. Antidemokratisch, Demokratie wird durch „Volksgemeinschaft“
    Sprich das „gesunde Volksempfinden“ ersetzt, der Rechtsstaat
    aufgehoben, Minderheitenmeinungen werden nicht akzeptiert.

Das ist beim Sozialismus genauso

Nicht bei allen Spielarten, bspweise Sozialdemokratie… oder
dem „Menschewismus“ (nach der Februarrevolution ind Russland)

Das wollte ich wissen. Also ist die Sozialdemokratie ein Kind des Sozialismus.

2 Hierachisch Struckturiert auf eine "Führer"persönlichkeit,
die im Endeffekt alles alleinverantwortlich entscheidet.

Das ist im Sozialismus auch so

Im Kommunismus maoistisch-oder Stalinistischer prägung , ja,
bei anderen spielarten, wie gesagt, Nein

Und bei Honecker?

  1. Nationalchauvinistisch und biologisch-rassistisch
    Orientiert… Herrenvölker, Sklavenvölker, sowie ein „zu
    verschrottender“ (Originalzitat) Rest…
    dazu gehört auch ein krampfhaftes Autarkiestreben und
    ausklinkung aus dem weltwirtschaftlichen Verbund.

Wird vom Kommunismus auch betrieben

  1. Kommunismus ungleich sozialismus
  2. Kommunismus fehlt im Kern (!) der Nationalchauvinismus (nur
    bei Stalinismus, sowie bei Pol-Pot/Kambodscha) sowie der
    biologische Rassismus.
    Da geht es mehr um soziale Unterschiede

4.Die Wirtschaftspolitik ist untergeordnet, aber in den
Grundzügen Kleinbürgerlich/Kleinbäuerlich ausgerichtet und
zielt ideologisch gegen das „Großkapital“. Überspitzt kann man
sagen, Tyssen sollte in 100000 Eisenwarenläden umgewandelt
werden.
Die Gleichsetzung Nationalsozialismus = Kapitalismus ist somit
gar nicht haltbar…

Das finde ich auch

  1. Militaristisch-expansionistisch. Nachdem man ja die
    „Herrenrasse“ ist, hat man das Recht, ja sogar die Historische
    Pflicht, das Land der Herrenrasse (Stichwort
    „Lebensraum“)auszudehnen. Gestützt wird das durch eine
    Sozialdarwinistische Weltanschaung, nach dem Motto,„der Starke
    frist den Schwachen“

Die Idelogie der Herrenrasse gibt es auch im Kommunismus. Die
Ausdehnungswünsche sind auch im Sozialismus und Kommunismus
vorhanden. Man nennt die Kinder nur anders.

Sicher aber viele soziale Spielarten verfolgen eben nicht das
militärische Konzept, sondern ein Evolutionäres…

Das Ergebnis ist aber das gleiche.

Gruß
Mike

Hi Markus

zum Sozialismus:
Die Umsetzung dieses Konzeptes reicht ja vom Kommunismus bis
zur Sozialdemokratie, ind der dann z.T bereits eine Synthese
mit dem Kapitalismus versucht wird.

Aber diese Umsetzung gilt nur für wenige.

Ist aber die erfolgreichste und am weitesten verbreitete in
den demokratischen Staaten.

Zum Nationalsozialismus:
Du hast natürlich recht, gerade die Industriepolitik hatte mit
der propagierten Ideologie wenig zu tun, im Gegensatz zur
Landwirtschaftspolitik, in der „der Bauer“ ja faktisch an die
Scholle gefesselt wurde.
Hing natürlich damit zusammen, das die Großindustrie die
Rüstung durchziehen konnte.
Aber gerade die Gängelung der Unternehmen von Oben und das
planerische Chaos in der NS-Führung sollten ja die
Rüstungsanstrengungen ziemlich sabotieren…

Wie meinst Du das?

Nun, Im 3 Reich kümmerten sich zig verschiedene und
gegeneinander Arbeitende Dienststellen um die
Industriepolitik. Die ziemlich raren resourcen wurden dadurch
schlecht aufgeteilt. die andauernden Änderungen der
leitlinien, z.T. innerhalb von Monaten, sorgten für eine
extreme Planungsunsicherheit.
Gerade wenn man die Industrien Aliierten (GB und USA) mit dem
Deutschen System vergleicht, kommt man zu der vernichtenden
erkenntnis, das die permanenten Eingriffe des Staates in
planungsdetails sich katastrophal auswirkten.
bei den westaliierten machte die Politik die Vorgaben, die
Industrie setzte diese Eigenverantwortlich um!
Ist wesentlich produktiver.

in der UdSSR war alles Staatlich, sprich, es gab keine
Unternehmer. Auch dies war um einiges produktiver als die
während der NS-Zeit praktizierte Mischform…

Möchtest Du damit sagen, in der NS-Zeit gab es freier Unternehmer?

das die ganze Politik der Nazis weder Arbeiterfreundlich war
noch (überraschung) Unternehmerfreundlich, ist in meinen Augen
bezeichnend. Gefördert wurden ja nur die „Linientreuen
Unternehmer“ was zu der bizarren Situation führte, das z.B.
die OPEL-Werke (wg der Verb, zu GM) kaum in die
Rüstungsanstrengungen mit Einbezogen wurden, selbst als D
bereits mit den USA im Krieg lagen…

Das ist insoweit richt und trifft auf die Unternehmen zu, die
zu beginn noch nicht Linientreu waren. Aber das enderte sich
ziemlich schnell, die Unternehmer wollten schließlich
verdienen

Natürlich, das wollten Sie auch, aber der Staat muß sie auch
lassen. Die NS-Industriepolitik war immer sehr ambivalent und
im Untergrund schimmerte immer das „kleinbürgerliche“ Konzept
durch.
das Zeigt sich unter anderem darin das erst unter dem
„Technokraten“ Speer eine konzentration der Produktion von
waffen und andern Kriegsgerät durchgeführt wurde. Vorher
wurden 1000 Normen, zig verschiedene Ausführungen ein und
desselben grundlegenden Waffensystems gebaut. War ein RIESIGES
Ersatzteilproblem.
Zuim anderen produzierten viele Industriewerke eine
Riesenpalette verschiedener Produkte, anstelle sich auf einige
wenige Waffensysteme zu konzentrieren, die dann billig und vor
allem in großer Stückzahl hergestellt werden konnten…

Um was es mir bei meinem ersten Posting ging, ist folgendes:
Sozialismus ist ein im wesentlichen wirtschaftlich
orientiertes Konzept, dessen Gegensatz der Kapitalismus ist.
Was daraus gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt

Das verstehe ich auch nicht. Sozialismus ist ein, bitte was?

Der sozialismus baut auf der Frühkapitalistischen Grundordnung
so um 1820 auf. Damals beherrschte eine mächtige und reiche,
aber kleine Oberschicht den Staat, während die Masse der
Arbeiter unter heute unvorstellbaren Bedingungen lebte und
praktisch völlig Rechtlos war.
Der Sozialismus postuliert nun, das der Unternehmer die
Arbeiter ausbeutet und den aus ihrer Arbeitskraft
resultierende Mehrwehrt selber einsteckt. Somit sollten „die
Arbeiter“ die Produktionsmittel selber übernehmen und den
Unternehmer faktisch ausschalten. Ob dies auf einen
evolutionären oder revolutionärem Weg geschieht, bleibt in der
Grundideologie des Sozialismus offen. Auch die Rolle des
Staates wird im ursprünglichen Soziaistischen Konzept sehr
ambivalent gesehen, damals war „der Staat“ ein Mittel der
Unterdrückung. Mit der Übernahme der Produktionsmittel durch
die Arbeiter würde ihnen zwangsläufig auch der Staat in die
Hände fallen, so das der repressive Zwangsstaat dann der
Vergangenheit angehören würde…

Nazionalsozialismus ist ein umfassendes
Weltanschauungskonzept, dessen Gegensatz NICHT der Kommunismus
ist, sondern der Liberalismus…

Super, Du hast recht. Hitler diente in München mit der roten
Armbinde unter den Kommunisten (J. Fest „Hitler“ 1973 Seite
122) Räterepublik, bitte… das waren nicht nur Kommunisten *g*

Aber alle radikale

Goebbels bekannte sich sogar 1926 als „deutscher Kommunist“
Weiter: Wir sind Antisemiten, weil wir Sozialisten sind.

Na ja, das ist schlichter Schwachsinn von Goebbels (und ein
Mißbrauch des Ausdruckes „Sozialismus“), der auf dem Mythos
einer Jüdischen Weltverschwörung und Jüdischen Hochfinanz
beruht.

Leider gibt es von diesen Aktionen Bilder. Nun gut, sagen wir mal das die Nazis auf eigenen interessen Mitmarschiert sind. Ich gebe aber zu bedenken, das Juden auch im Sozialismus und Kommunismus verdammt sind.

Der Nationalsozialismus hat nämlich z.T. mystische Wurzeln:
Den "Arier"mythos und den Mythos der „jüdischen
Weltverschwörung“
Diese Mythen sind dem Sozialismus im Grunde fremd.

Im Prinzip hast Du recht, der Zusatz „National“ gibt dies bei näherer Betrachtung her. Doch Vorsicht ist geboten. Jedenfalls sind und Waren sozialistische Grundordnungen die Saat für Kriege.

Gruß,
Mike