Welche Abschlüsse gab es während/in der FDJ?

Servus,

was für Abschlüsse (im Sinne einer Auszeichnung, wie das Abitur für das Ende des Gymnasiums) gab es in der DDR während der FDJ-Zeit oder am Ende dieser? Ich meine nur die der Organisation, nicht schulische.

Gruß,
Stefan

Hallö,

in der FDJ gab es keine Abschlüsse, die FDJ war die Jugendorganisation der SED, vor der FDJ kamen die Jung- und die Thälmannpioniere. Auch wenn diese Jugendorganisationen Schule und Bildung massgeblich beeinflussten, die Schulabschlüsse waren noch immer Schulabschlüsse. Der Mindestabschluss war 10. Klassen der Polytechnischen Oberschulen (die „Regelschule“ in der DDR), danach kam die EOS (Erweiterte Oberschule), deren Abschluss mit dem heutigen Abitur gleichzusetzen ist und auch in der DDR so hiess. Lediglich Schüler der Sonderschulen (heute nennt man sie Förderschulen) gingen i.d.R. nach 8 Jahren von der Schule.

Das einzige was man in der FDJ wirklich erreichen konnte, war Kandidat der SED zu werden…:wink:

Hoffe das reicht zum Anfang.

CIAo
Reiko

Ja, großen Dank! Was die FDJ ist, war mir zwar bereits klar; aber ob es dort Abschlüsse gäbe, wusste ich nicht - nunja, dann eben nicht :smile:.

Gruß,
Stefan

Halt, was vergessen:

Ja, großen Dank! Was die FDJ ist, war mir zwar bereits klar;
aber ob es dort Abschlüsse gäbe, wusste ich nicht - nunja,
dann eben nicht :smile:.

Eines hab ich vergessen: Wer NICHT Mitglied der FDJ war, was ziemlich oft der Fall war, der hatte entschieden weniger Chancen bis gar keine Chancen, einen Platz an der EOS oder gar einen Studienplatz zu bekommen. Das mag vielleicht der entscheidenste Einfluss der Jugendorganistaion auf einen Abschluss gewesen sein…:wink:

CIAo
Reiko

Hallo Stefan,

es gab ein paar Dinge, allerdings keine schulischen.
Das betraf die Aus- und Weiterbildung speziell bei den Funktionären.

So gab es an den Schuklen Pionierleiter, die in bestimmten Instituten auch pädagogisch ausgebildet wurden. Diese erhielten auch eine Ausbildung zum Unterstufenleherer in bestimmten Fächern. Das Ganze nannte sich dann Frreundschaftspionierleiter mit Lehrbefähigung und war dem Unterstufenlehrer gleichgestellt. Die Sache war recht begehrt, weil hier auch Leute Lehrer werden konnten, die auf dem normalen Wege wegen mangelnder Leistungen niemals Lehrer geworden wären. Und nicht zuletzt: Diese Schmalspurabschlüsse werden meines Wissens heute noch anerkannt.

Für Funktionäre gab es außerdem die Jugendhochschule in Berlin. Der Abschluß war dem der Bezirksparteischule gleichgesetzt, daas Ganze galt als politische Fachschulausbildung (was immer das auch sein sollte). Danmeben gab es die Sonderschulen des Zantrarrates, deren Abschluß wir Kreisparteischule gewertet wurde. Da ja auch betriebliche Positionen oft nur mit Pateimitgliedern besetzt wurden, waren solche Abschlüsse unumgänglich für eine Karrfiere, gleich auf welchem Gebiet. Es wurde keiner Betriebsleiter, der nicht irgendwann solche Dinger besucht hatte.

Gernot Geyer

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Hallo Gernot,

dank dir für die Antwort! :smile:

Gruß,
Stefan