Rom und Christentum

(poste es auch in Religion und Ethik)
Hallo zusammen,
bin gestern abend über eine Artikel über die Entwicklung des Christentums in Rom gestolpert, da stand:
ab 311 wurde Christentum zugelassen und Ende des 4. Jhdt. dann zur Staatsreligion.
Nun meine Frage:
Gibt es Informationen darüber, was mit der/den damaligen Religion/en „geschah“ und wie lange und in welcher Form diese überlebten?
Liebe Grüße#
Birgit

Hallo,
Du sprichst da eine höchst umstrittene Frage an! Ich würde als Einstieg in das Thema Peter Brown, Die letzten Heiden. Eine Geschichte der Spätantike empfehlen. Er stellt gut dar, wie das Christentum sich etablierte in Übernahme und Abgrenzung der paganen Umwelt und auch Religionen.
Nur zur Information: Die antike „Religiösität“, zumindest aber die griechisch-römiche ist kaum mit unserem Religionsverständnis vergleichbar…

Grüße,
Taju

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Hallo Taju,
Danke, das Buch hab ich gleich geordert und bin wirklich gespannt auf den Inhalt.
Liebe Grüße#
Birgit

In diesem Zusammenhang interessant ist auch der Streit um den Victoriaaltar (Ende 4. Jhd. n.Chr.). Dabei ging des um den im inzwischen überwiegden christl. Senat stehenden Victoriaaltar, den die christl. Senatoren nicht mehr haben wollten, während die „heidnischen“ Senatoren ihn behalten wollten. Dabei gab es diverse Reden und Briefe von beiden Seiten, die erhalten sind. War sozusagen der letzte „Showdown“ zwischen den beiden Religionen.

Der Streit um den Victoriaaltar : die dritte Relatio des Symmachus und die Briefe 17, 18 und 57 des Mailänder Bischofs Ambrosius / Einf., Text, Übers. u. Erl. von Richard Klein. - Darmstadt : Wiss. Buchges., 1972. - VIII, 198 S.; (lat., dt.)

Rosen, Klaus: Fides contra dissimulationem. Ambrosius und Symmachus im Kampf um den Victoriaaltar, in: Jahrbuch für Antike und Christentum 37 (1994), S. 29-36

Rebenich, Stefan: Augustinus im Streit zwischen Symmachus und Ambrosius um den Altar der Victoria, in: Laverna 2 (1991), S. 53-75

hallo birgit
noch zwei lesehinweise dazu, die dich vielleicht interessieren.
hartwin brandt:das ende der antike, vor allem vielleicht ab seite 42 das kapitel über „julian apostata“, den abtrünnigen julian, ein caesar der das heidentum wieder einführen wollte.
erschienen in der reihe beck „wissen“, 14,80 dm, 115 s.,und weil es aus diesem jahr ist, sind auch die literaturverweise ganz aktuell.
nicht ganz genau passend zu deiner frage was aus den heiden wurde aber auch gut zu dem thema:friedhelm winkelmann:geschichte des frühen christentums, ebenfalls beck wissen für knapp 15 dm, 1996 erschienen. guter überblick auf knapp 120 seiten.
carsten

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