Seit wann gibt´s Unterhosen?

Hallo Wissende,

seit wann gibt es in Mitteleuropa Unterhosen und seit wann wird sowas von der Mehrheit der Männer/Frauen getragen?

Fragt
Pat

Hallo !

Sie waren nicht plötzlich da und es war nicht plötzlich Vorschrift, sie zu tragen. Wie alles, entwickelten sie sich im Laufe der Jahrhunderte.

Unterhosen entwickelten sich aus den früher von Skythen und Germanen getragenen Hosen, über die Kittel und Umhänge getragen wurden.
In der Renaissance trugen die Patrizier ihre eigene Tracht anstelle der höfischen. Gefaltetes Wams und Rock mit Strumpfhosen. Wer will da entscheiden, was die Strumpfhose war! Unterhose oder Oberhose?
Man kann also nicht sagen, wer zum erstenmal die Unaussprechlichen trug. Sie waren erst außen, verschwanden dann nach innen.
Gruß Werner

Tac. Germ. 17, 3

seit wann gibt es in Mitteleuropa Unterhosen und seit wann wird sowas von der Mehrheit der Männer/Frauen getragen?

Seit wann die Mehrheit der Erwachsenen Unterkleidung trägt, weiß ich nicht. Unterhosen hatten schon die Germanen. Ich zitiere die „Germania“ des Cornelius Tacitus, ca. 100 u.Z., Kapitel 17 Satz 3:

Die Wohlhabendsten (der Germanen) tragen … ein Untergewand, das aber nicht, wie bei den Sarmaten und Parthern, lose und weit herabfällt, sondern eng anliegt und die einzelnen Gliedmaßen erkennen läßt.

Hier werden Unterhosen beschrieben. Die Römer trugen im Alltag eine Tunika, ähnlich einem bis zum Knie reichenden T-Shirt. Hosen galten als „barbarisch“. Die Germanen kannten hosa, wie unsere Strumpfhosen Beinkleid und Strumpf zugleich, oder bruche, knielange Hosen. Unter so etwas kann man nur „eng anliegende“ Unterkleider anziehen, „die die einzelnen Gliedmaßen erkennen lassen“ - also Unterhosen.

  • Django -

Warum tragen manche Frauen keine denn keine?

SL

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Warum tragen manche Frauen keine denn keine?

SL

Damit Du ihnen die Wünsche von den Lippen ablesen kannst

*duckundfünfmarkindiechauvikassezahl*

Gandalf

Von Unterhosen kann man mit Einführung der Überhose sprechen. Diese wurde - vom Soldaten des späten 18. Jh. - über der eigentlichen Hose getragen, um diese zu schonen.
Wenn wir Unterhosen im heutigen Sinn meinen; diese waren auch in der napoleonischen Zeit unüblich, das Hemd war an den Seiten geschlitzt, hinten länger und wurde zu Genitalverhüllung durch die Beine gezogen. Daher kommt auch die Redewendung „mach dir nicht ins Hemd…“
Der Reenactor

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