Re^4: Hitler war also homosexuell?
Hi Oliver!
und selbst wenn, ich habe diese Buch gelesen undsehe überhaupt
keinen sachlichen Zusammenhang geschweige denn einen Beweis,
das das so gewesen ist wie Autor behauptet. Der Autor
konstruiert die absurdesten Theorien zum Beispiel den
Röhm-Putsch hat Hilter nur entfesselt, weil er wenn ich mich
buchtechnisch richtig erinnere in Röhm Freund verliebt war.
Diese Buch ist eine Geldverschwendung und absoluter Quark
!!!!!!!!!!
Sicher kann man das Buch als gut oder als schlecht einstufen - das ist jedem sein eigen Ding und persönliche Geschmackssache.
Die "absurden Theorien" kann ich aber nicht sehen. So werden im Buch eindeutige Dokumente vorgelegt, die Hitler durchaus als homosexuell erscheinen lassen:
- Briefe von Kriegskameraden des Ersten Weltkrieges, die eine sexuelle Beziehung Hitlers mit einem gewissen Ernst Schmidt belegen
- eine Beurteilung durch seine militärischen Vorgesetzten, die eine Beförderung untersagten - Hitler kam ja nie über den Rang eines Gefreiten hinaus -, weil er schwul sei (damals war das gleichbedeutend mit gesellschaftlicher Ächtung
- Hitlers ausschließliche Aufenthalte in Männerpensionen in seiner Wiener Zeit
- jegliches Fehlen von Kontakten zu Frauen bis weit in die Zwanziger Jahre hinein (da war Hitler bereits über 30)
- der Röhm-Putsch war Hitlers Reaktion auf Röhms Versuche, ihn wegen seiner homosexuellen Veranlagung durch Erpressung in den Griff zu bekommen (etwa seit 1932)
- Hitler verfolgte sehr konsequent alle möglichen Mitwisser und ließ sie aus "parteiinternen Gründen" liquidieren
- es ist allgemein bekannt, daß Hitler eine große Vorliebe hatte, großgewachsene und blonde junge Männer stundenlang mit bloßen Oberkörper vor sich exerzieren zu lassen
- der übersteigerte Körperkult der Nazis dürfte auch nicht unbegründet sein
Die in Hitlers Leben auftauchenden Frauen haben immer eine sehr merkwürdige Rolle gespielt. Weibliche Liebesbezeugungen von Hitler brüsk zurückgewiesen. Eine Frau beschrieb Hitler als "das ist kein Mann, das ist ein Neutrum". Hermine Hoffman ging als "Hitler-Mutti" in die Geschichte ein, Helene Bechstein wollte ihn als Schwiegersohn, Else Bruckmann ihn adoptieren.
Wenn sich ihm eine Frau erotisch "gefährlich" wurde, beendete Hitler die Beziehung: Maria "Mizzi" Reiter unternahm daraufhin einen Selbstmordversuch, Geli Raubal war ein paar Jahre später in dieser Angelegenheit erfolgreicher. Auch eine Eva Braun klagte in ihren Tagebüchern darüber, wie sehr Hitler sie vernachlässigen würde. Stellt man das unter das Licht einer möglichen Homosexualität Hitlers, dann ist sein Verhalten Frauen gegenüber durchaus schlüssig.
Die mögliche Homosexualität Hitlers wird vermutlich nie 100%ig zu beweisen sein - dafür hat Hitler selbst ausreichend gesorgt -, aber die Logikkette ist ziemlich eindeutig.
Ähnliche Belege kann man übrigens in dem Buch des Psychologie-Professors Manfred Koch-Hillebrecht "Homo Hitler" aus dem Jahre 1999 finden.
Daß das Buch "Hitlers Geheimnis" soviel Furore macht, liegt m.E. nicht am Inhalt (wie schon gesagt: bereits 1999 wurde das Thema in einem Buch abgehandelt), sondern daran, daß wohl erstmalig ein Historiker Ergeignisse der Geschichte in Beziehung zu einer sexuellen Veranlagung stellt. Bisher war dies nämlich unter Historikern tabu.
Grüße
Heinrich