Antwort von
nach 17 Tagen
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Re: USA vs. KOMMUNISTEN!?!
Vielleicht kann ich mal kurz (?) was dazu schreiben....
Der Grundstein für díe Angst der USA vor den Kommunisten wurde wohl nicht erst 1946/1947 gelegt, sondern schon lange vor dem Krieg. Die USA haben die Sowjetunion z.B. erst in den frühen 30'er Jahren als Nation anerkannt. Natürlich widersprach die kommunistische (gerade die stalinistische) Ideologie auch so ziemlich allen amerikanischen Idealen.
Es gibt aber noch andere Gründe für die USA, "Probleme" mit dem Kommunismus zu haben. Nachdem die USA offiziell im Dezember '41 in den Krieg eingetreten waren, taten sie dies unter der Bedingung, gegen das totalitäre und menschenverachtende Nazi-Deutschland zu kämpfen und eben diese Herrschaftsform auszurotten. Als dann Stalin nach dem Krieg damit begann, die künftigen Ostblockstaaten zu "sowjetisieren" herrschte in den USA Alarmstimmung. In den Konferenzen der "Großen Drei" (Stalin, Churchill, Roosevelt) waren noch freie Wahlen in Osteuropa ausgemacht worden, doch die "Wahlen" hatten schließlich nichts mehr mit Freiheit zu tun. Der Ostblock wurde also unter ein Herrschaftssystem gezwängt, das sich als ebenso totalitär erwies wie der Nationalsozialismus. Die USA verfielen darauf immer mehr in ihre antikommunistische Haltung, nicht nur weil man sich als der Freiheitskämpfer der Welt betrachtete, sondern vor allem weil Osteuropa als Wirtschaftsmarkt für sie wegfiel. Dies konnte einer Supermacht, deren Ideale den freien Handel aller mit allen beinhaltete (vor allem aller mit den USA) nicht gefallen.
Interessant ist, daß es in den USA 1949 hieß, man habe "China verloren" nachdem Mao dort die Volksrepublik ausrief. Tschiang kai tschek, den die USA unterstützt hatte, war gewiß auch kein Menschenfreund gewesen.
Die Angst vor dem Domino-Effekt in übrigen Staaten Asiens und Europas kam nun auf (der Koreakrieg tat ein übriges). Ihr begegnete man mit der Aufrüstung der USA und Europas, wobei man nicht vergessen darf, daß die USA 4 Jahre lang ein Monopol auf die Atombombe hatten und oft "mit der bombe in der Tasche" verhandelten.
Mit der "Truman-Doktrin" von 1947 erklärten sich die USA als dazu verpflichtet, allen Staaten zu Hilfe zu kommen, die von außen oder von einer bewaffneten Minderheit bedroht waren. Ein Freifahrtschein für alle möglichen Aktivitäten, die sich gegen den Kommunismus wandten.
Ich merke gerade, daß alles ein wenig umfangreich wird. Daher höre ich mal auf und rate Dir, Dich mal in einer Bücherei umzusehen. Es gibt viele (auch relativ kurze) Abhandlungen zum Kalten Krieg. Ein Tip: Wolfgang Loth: Die Teilung der Welt. Zwar schon etwas älter aber gut lesbar.
Gruß
Thomas